Kings Winter – „Sonic Silence – The Unplugged Sessions Vol. I“

EP Cover

Band: Kings Winter
Album: Sonic Silence – The Unplugged Sessions Vol. I
Genre: Heavy/Power/Melodic Metal
Label: Eigenvertrieb
Release: 12.02.2022


Bandlogo

2021 veröffentlichen Kings Winter ihren ersten Longplayer „Edge Of Existence“ und bekamen von mir acht Pommesgabeln! Ich höre die Scheibe noch immer gerne, ebenso wie ihre Debüt-EP „Forging The Cataclysm“. Im Februar 2022 erscheint nun eine unplugged EP die „Sonic Silence – The Unplugged Sessions Vol. I“ heißt. Darauf enthalten sind fünf Songs, von denen zwei aus der EP und drei vom Longplayer stammen. In der Presseinformation schreiben Jule und Tobias über die Entstehung der Unplugged Session folgendes:

Geboren aus einer ungezwungenen Live-Session mit reduzierter Instrumentierung, die während des ersten Corona-Lockdowns im März 2020 entstand, umfasst der Release insgesamt 5 Songs der bisherigen Studio-Veröffentlichungen, die allesamt mit komplett neuem Arrangement im Stile der „MTV Unplugged“-Reihe versehen wurden und auf der neuen EP in einem ganz neuen Licht erstrahlen. So wird beispielsweise aus einer harten Heavy-Metal-Nummer wie „Kingdom Of The Blind“ eine von der 12-saitigen Gitarre getragene Ballade, während das im Original bereits sehr ruhige „The Next In Line“ im neuen Arrangement seine Forderung nach Gleichberechtigung für Menschen aller Hautfarben noch eindringlicher vertont.

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KINGS WINTER – Kingdom Of The Blind (Unplugged) (Official Video)

Im Einzelnen sagen beide über „Sonic Silence“:

Photocredit: Freylin Fotografie

Tobias:
„Seit ich Anfang 2000 das erste Mal das „MTV Unplugged In New York“ von NIRVANA gesehen habe, wollte ich unbedingt auch selbst einmal versuchen, die elektrisch verstärkten Songs meiner Band in ein rein akustisches Gewand zu übertragen und eine Platte im Stile der „MTV Unplugged“-Reihe zu machen. Gerade wenn man es gewohnt ist, im Metal mit jeder Menge Verzerrung und lauten Drums unterwegs zu sein, ist die Beschränkung auf akustische Gitarre, Bass, Gesang und ein Cajon eine echte Herausforderung, bei der sich nur wenig 1 zu 1 übertragen lässt. Doch dieser Minimalismus hat dazu geführt, dass wir komplett umdenken mussten und den bereits bekannten Songs ganz neue Aspekte abgewinnen konnten.“

Photocredit: Freylin Fotografie

Jule:
„Die Unplugged-Arrangements waren auch beim Gesang eine neue Herausforderung, aber gerade dank der reduzierten Instrumentierung konnte ich auch viele neue Dinge ausprobieren und die Gesangsmelodien komplett anders gestalten. Teilweise haben die Vocals daher kaum noch etwas mit der ursprünglichen Studioversion gemeinsam und die Aufnahmen zur EP waren gerade aus kreativer Sicht unheimlich spannend.“

Ich bin jetzt natürlich sehr gespannt auf das, was da aus Königswinter kommt und freue mich, dass ich erneut über das Metal-Duo berichten darf. Bevor ich loslege, habe ich hier noch Fakten zur EP für euch:

Recorded and Mixed by: Tobias Dahs @ Blackness Sound Studio
Mastered by: Michael „Freio“ Haas @ Big Easy Studio
Artworkphotos by Freylin Fotografie

Forging The Cataclysm ist der Eröffnungstrack der unplugged EP und zeitgleich der Titel der ersten EP, die aus Königswinter kam. Sowohl in der Version „ohne Strom“ als auch in der ursprünglichen Metal Version ein guter Song. Kingdom Of The Blind stammt vom letzten Longplayer und ist dort ein druckvoller Heavy-Track. Die unplugged Version klingt anklagender und wer sich ein Bild der Session machen möchte, kann sich den Song als YouTube Video ansehen/anhören.

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KINGS WINTER – The Grand Delusion (Live & Acoustic)

In meiner vorhergehenden Review sagte ich über Crusader Of Today, dass ich den Song gerne live hören würde, aufgrund seiner Energie und dem erzeugten Druck. Das gilt nun auch für diese Version. Sie funktioniert nämlich auch komplett ohne die genretypischen Stilelemente. Man beherrsche seine Instrumente und seine Stimme und erzeugt eine Atmosphäre, die es unmöglich macht wegzuhören. Das gilt auch für The Next In Line und The Grand Delusion. Letzteren Song könnt ihr euch im Quarantine Session Video auf YouTube auch anhören.

Das Metal and Me Fazit

Eins vorweg: wer glaubt er müsste die beiden Alben kennen, von denen die fünf Songs stammen, damit diese funktionieren, der irrt sich. Die EP ist auch ohne „Kings Winter Vorkenntnisse“ eine runde und gelungene Sache. Die Emotionalität die Jule und Tobias in dieses Projekt stecken ist in jeder Note zu hören und zu fühlen.

Wer die musikalische Entwicklung der Band verfolgen möchte (das lege ich jedem ans Herz), der legt sich sowohl „Forging The Cataclysm“ als auch „Edge Of Excistence“ zu und wird feststellen, dass Jules Stimme breiter und kräftiger geworden ist. Habe ich im letzten Review noch die Lautstärke von Jules Stimme kritisiert, finde ich sie jetzt präsenter. Tobi beherrscht seine Instrumente wie zuvor souverän 🤘. Beide haben viel investiert in dieses fünf Songs. Fans der ruhigeren Takte und vor allem Fans von Kings Winter werden Spaß haben an der EP! Natürlich hat hier nicht MTV die Finger im Spiel, sondern Metaller/Musiker aus Leidenschaft, die ihrem (Arbeits und Eltern) Alltag auch noch nachgehen. Mir machen die beiden Spaß und auch Mr. Cobain würde gebannt zuhören. Deswegen gibts neun Pommesstecher von mir!

Kaufen könnt ihr das Album auf der Bandcamp-Seite von Kings Winter: https://kingswinter.bandcamp.com/

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

Tracks “ Sonic Silence – The Unplugged Sessions Vol. I“:

01. Forging The Cataclysm || 3:45 Minuten
02. Kingdom Of The Blind || 4:45 Minuten
03. Crusader Of Today || 4:35 Minuten
04. The Next In Line || 4:53 Minuten
05. The Grand Delusion || 4:29 Minuten

Albumcover

Photocredit: Freylin Fotografie

Tobias Dahs | Bass, Akustik Guitar, Cajon, Backing Vocals
Jule Dahs | Vocals