Akroasis – „Ilion“

Albumcover

Band: Akroasis
Album: Ilion
Genre: Melodic Death Metal serviert mit Thrash und Power Metal
Label: Doc Gator Records
Release: 17.12.2021


Akroasis gründeten sich im Frühling 2016 in Persona von Marcel Knupp (Gitarre) und Gerhard Baeriswyl (Drums) im Schweizer Kanton Freiburg. Im Herbst stieß Christof Schafer an der Lead-Gitarre zur Truppe. Man einigte sich auf den Namen „Akroasis“, der im Griechischen sowohl „das Hören“ als auch „das Gehörte“ und die bewusste Wahrnehmung von Musik interpretiert werden kann. 2017 stieg Hänsù Zürrer als Bassist ein, aber die Suche nach einem geeigneten Sänger oder einer  passenden Sängerin gestaltete sich schwierig. Daher nahm man im Dezember 2018 im Little Creek Studio eine instrumentale Demo auf, um eine professionelle Grundlage für interessierte Sängerinnen/Sänger zur Verfügung stellen zu können.

Der Plan ging auf und im Juni 2019 wurde Robin Hermanek der neue Mann am Mikro. Ende Februar 2020 war ein erster Auftritt geplant und – ihr ahnt es – wurde wegen Covid abgesagt. Im Mai 2020 begannen die Aufnahmen für das Debüt-Album – wiederum im Little Creek Studio. Die Arbeiten an „Ilion“ wurden durch das Mastering im Oktober 2020 beendet.

Akroasis  sagen zu „Ilion“ :

„Wir sind stolz bald unser erstes Album präsentieren zu können. Unendlich viele Stunden wurden investiert und endlich ist die CD da! „Ilion“ ist ein Konzeptalbum, welches einzelne Episoden aus den Geschehnissen rund um den Trojanischen Krieg und die Heimkehr des Odysseus aufgreift“.

Collage | Quelle: Doc Gator Records Presseinfo

Das Album wurde von dem erfahrenen Toningenieur V.O. Pulver (GURD, Poltergeist) eingespielt, gemixt und gemastert. Das Artwork wurde von Mayte CG in Spanien entworfen. Dieses Plattencover ist eines der schönsten, die ich bisher gesehen habe! Das Album gibt es im Shop von Doc Gator Records -> https://www.docgatorshop.com/ als CD im Digipack mit Storyboard zum Download oder als Doppel-Vinyl mit drei bespielten Seiten in verschiedenen Ausgaben zu je 100x Black, 100x Transparent Purple, 100x Beige / Black Marbled und 100x Turqoise – inklusive beiligendem Storyboard. Da heißt es schnell sein, denn die Platten gehen weg wie heiße Brezeln.

Mit „Ulysess Fate“ beginnt das Debütalbum der Schweizer. Im Booklet wird erklärt, dass Ulysess einer der bekanntesten griechischen Heroen war, der am trojanischen Krieg beteiligt war und der ihn 20 Jahre seines Lebens kostete. Der Song selbst beginnt mit den ersten Zeilen von „Odyssey“ des Homer, und zwar mit gesprochenen Worten von Clare O‘Dea… und dann legen Akroasis gewaltig an Tempo zu. Lockert eure Nacken, wärmt die Pommesgabeln auf und ab dafür – „Ilion“ ist eröffnet! „Master Of The Gods“ gibt erneut mächtig Druck aus den Boxen ab und ist eines meiner persönlichen Favoriten. Die wütenden Vocals und der aggressive, nach vorne preschende Sound ist einfach immens gut! Zur Mythologie von Master Of The Gods: Das Urteil des Paris als Auslöser des Trojanischen Krieges! Es war die Entführung der Helena, der Ehefrau des Menelaos, durch Paris, den Sohn des trojanischen Königs Priamos. Daraufhin zogen die vereinten Griechen gegen Troja, um sich zu rächen. Genaueres könnt ihr recherchieren, wenn ihr nach dem Urteil des Paris sucht.  

„Doomed“ wurde als Single ausgekoppelt und bei YouTube von mir wie folgt kommentiert:

„Schönes Brett mit gelungenen Wechseln von Clear und Harsh Vocals! Gitarrensolo vom Feinsten! Ein weiterer Leckerbissen und noch eine Woche zum Release….can’t wait to have my signed Vinyl in my Hands!“

Wer im trojanischen Krieg starb – durch einen Pfeil von Paris in die berühmteste Ferse aller Zeiten – müsst ihr selbst rausfinden. 😉 „Human Sacrifice“ führt uns zu Artemis, der Göttin der Jagd, und zeigt einmal mehr, wie vielseitig die Stimme von Robin Hermanek ist. Mir persönlich gefallen seine Growls sehr gut. Aber auch die klare Singstimme weiß zu gefallen – wie oben schon erwähnt. „Patroclus“  war der Waffenbruder des Achilles. Er wurde getötet und Achilles nimmt dafür Rache. Der Song ist etwas langsamer, die Growls eine Ecke dunkler. Besonders die Gitarren stechen hervor und prägen den Song. Das Solo von Knupp lässt Metalherzen höherschlagen.

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Akroasis – Scylla and Charybdis (Official Lyric Video)

„Watershed“ ist ein Favorit von einigen in der Gruppe „Heavy Metal Fans“ auf Facebook und das mit Recht. Der Song frisst sich ins Ohr und bietet beste musikalische Untermalung fürs Nackentraining. Auch wenn die brettharten Passagen unterbrochen werden durch melodische Elemente und Klargesang – es tut dem Spaß keinen Abbruch. „Polyphem“ handelt von der Begegnung des Ulysses mit einem Kyklopen. Hätte man damals diesen Sound gehabt, würden die Mannen wohl noch immer headbangend in der Höhle hocken und zusammen feiern. So kam es halt anders.

Mit den Meeresungeheuern „Scylla And Charybdis“ beschäftigt sich der nächste Song – den es übrigens als Single gibt. Auch eine Redewendung leitet sich von den beiden Ungeheuern ab. Wo man bei uns sagt, man müsse zwischen Pest oder Cholera entscheiden,, ist es hier die Wahl zwischen Scylla und Charybdis. In „Retrieval“ besingen Akroasis die Heimkehr des Ulysses und es könnte keinen besseren Abschluss ihres Debüts geben.

Das Metal and Me Fazit

Wer mich und meine Vorlieben beim Metal kennt, der weiß, dass mich Alben faszinieren hinter denen Mythen, Fantasy oder auch wahre Geschichten stecken. Da kann ich schönen, deftigen Metal hören und dazu selbst im Netz forschen. Als ich vor einiger Zeit von den Eidgenossen „Akroasis“ hörte und dass die Jungs eine Konzeptscheibe über griechische Mythologie als ihr Erstlingswerk veröffentlichten war ich schon Feuer und Flamme – die Jungs bei „Doc Gator Records“ wissen das. Nun zum Fazit.

Eins vorweg: Es gibt keine Balladen 😉😉. Die Eröffnung des Albums durch ein paar gesprochene Sätze hebt den Spannungsbogen ein bisschen und bricht in dann mit den ersten harten Klängen imposant entzwei. Die Songs wechseln im Speed und sind je nach Anteil des Growls bzw. Klargesangs mal bretthart oder melodischer. Die Tendenz geht aber überwiegend in die Richtung: wir erschüttern die Alpen – Vorsicht „Lawine aus Stahl“.

Der Genremix passt hier zum großen Teil, obwohl ich mir einen größeren Anteil aus dem Bereich Melodic Death gewünscht hätte – aber hey, das sind persönliche Vorlieben, denn „Ilion“ ist ein absolut gutes Debütalbum und kommt mit einem Konzept daher, dass den Trojakrieg behandelt, samt Mythen aus der griechischen Geschichte. So viel Mut muss belohnt und honoriert werden. Also Jungs, habt ihr richtig geil gemacht. Behaltet euch die Frische und den Mut!

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

Tracks „Ilion“:

01. Ulysses‘ Fate || 5:25 Minuten
02. Master Of The Gods || 5:13 Minuten
03. Doomed || 5:49 Minuten
04. Human Sacrifice || 4:44 Minuten
05. Patroclus || 5:45 Minuten
06. Watershed || 6:42 Minuten
07. Polyphem || 5:33 Minuten
08. Scylla And Charybdis || 4:49 Minuten
09. Retrieval || 5:29 Minuten


Bandphoto | Quelle: Doc Gator Records Presseinfo

Line-Up

Marcel Knupp | Rhythm Guitars
Christof Schafer | Lead Guitars
Gerhard Baeriswyl | Drums
Hänsù Zürrer | Bass
Robin Hermanek | Vocals


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Akroasis – Doomed (Official Visualizer) || Doc Gator Records