Manimal – „Armageddon“

Albumcover

Band: Manimal
Album: Armageddon
Genre: Heavy / Power Metal
Label: AFM Records
Release: 03.12.2021


Ich beginne meinen Artikel mit einem Zitat von Sänger Samuel Nyman:

„Ich denke, dass man es hören kann, wenn man in seiner Musik nicht ehrlich zu sich selbst ist. Wir sind sehr ehrlich zu uns, und wir machen exakt die Musik, die wir selbst gerne hören.“

Samuel Nyman über Manimal

Die schwedische Heavy – Power – Metal Formation „Manimal“ gründete sich im Jahr 2001 in Gothenburg, Västra Götaland und brachte bisher drei Longplayer auf den Metalmarkt, samt dreier Demos und einigen Singles. Am 08. Oktober kommt mit Armageddon Album Nummer vier über AFM Records in die Läden. Besonders geil fand ich in der Vergangenheit die Coverartworks und auch 2021 hat der Designer ein echt sehenswertes Artwork rausgehauen! Great Job Stan W. Decker! Produziert wurde „Armageddon“ von Manimal selbst im Meltdown Studio. Die Initialzündung für das Album kam von Gitarrist Henrik Stenroos, der bei seinen Bandkollegen als Mastermind in Sachen Musik hoch angesehen ist. Dabei geben die Schweden an von legendären Bands wie Helloween, Gamma Ray oder Stratovarius beeinflusst zu sein. Daher betonen sie auch, dass sie weit von einer reinen Power Metal entfernt sind. Nyman kommentiert diese „falsche“ Genrezuordnung so:

Manimal | Copyright Kenny Boufadene

„Wir sind deutlich mehr als nur Power Metal. Mit dem ersten Album hat uns die Plattenfirma damals zwar dieser Kategorie zugeordnet, ein für uns durchaus nachvollziehbarer Schritt, um der Öffentlichkeit einen vagen Anhaltspunkt für unsere Musik zu geben. Aber aus meiner Sicht stehen eher Bands wie Helloween, Gamma Ray oder Stratovarius für den typischen Power Metal. In ihrer Musik findet man mehr Uptempo-Songs, mehr Harmoniegesänge. Natürlich gibt es auch bei Manimal einzelne Elemente dieser Stilrichtung, aber dabei bleibt es nicht. Wir haben weit mehr im Köcher, und ich denke, dass unser neues Album das perfekte Beispiel dafür ist.“

Power oder Heavy Metal – ich höre uns das heiße Teil an und berichte euch wie der vierte Streich von Manimal klingt!

Manimal | Copyright Kenny Boufadene

„Brennt in der Hölle!“, wer hat das noch nie gedacht oder laut ausgesprochen? Jetzt könnt ihr es sogar mitsingen! Der Opener von „Armageddon“ heißt „Burn In Hell“ und ist die konzentrierte Wut auf sämtliches Gezücht der zwielichten Art. „BIH“ ist auch eine Singleauskopplung, ebenso wie „Armageddon“, den zweiten Song auf der Platte. Spätestens hier hört der geneigte Metalhead wie viel Hartstahl in der Mukke von Manimal steckt und das Powermetal zwar hörbar, aber nur ein Puzzelstückchen ist in der Mischung des schwedischen Metals. Im Übrigen ist das Video zum Song gelungen und sollte von euch unbedingt gesehen werden. Skull-Fetischisten werden ihre Freude haben. Den Auftakt macht „Slaves Of Babylon“ dann rund und ist nicht ganz so auf „Krawall“ gebürstet, lässt also Zeit zum Verschnaufen, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Hier hört man dann schon ein bisschen Powermetal raus.

Mit „Forged In Metal“ kommt eine brutal fette Hymne an unsere Szene und auch das Video geht gut ab! Lasst heimischen Wände wackeln. Auf die Halbzeit zu steuern wir mit den „Chains Of Fury“, einem bretternden Headbanger und die zweite Hälfte eröffnet „Evil Soul“ ganz nach Art des Hauses. Schwere Gitarren und Drums gibt es als Intro zu „Path To The Unknown“ zu hören, bevor Samuels Gesang erklingt, dieses Mal dunkler als in den vorher gehörten Songs und in gewissen Passagen wirkt der Track balladenhaft, was der Qualität des Liedes keinen Abbruch tut!

„Master Of Pain“ nimmt an Tempo auf und man hört leichte Einflüsse von Priest oder auch Primal Fear und trotzdem verlieren Manimal nie ihre musikalische Identität, denn ihre Musik kommt eine Ecke gewaltiger daher, wie die der beiden genannten Bands. Über „Insanity“ kommen wir zu „The Inevitable End“, dem Finale dieses geilen schwermetallischen Werkes von Manimal und lässt die Köpfe nochmal bangen und die Fäuste in die Luft fliegen!

Das Metal and Me Fazit

Eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: schwedische Bands haben mich bisher noch nie in irgendeiner Form enttäuscht. So ist das auch bei Manimal und ihrem neuen Album „Armageddon“. Die zehn Songs sind abwechslungsreich, verfügen über schnelle Songs, aber auch Leder zum Verschnaufen sind dabei. Von brachial und gewaltig bis schnell und energiegeladen beherrschen die Schweden ihr Handwerk aus dem FF. Vom Riffing über donnernde Drums und catchy Hooks bekommt der Metalhead ein Album aus den qualitativ oberen Schubladen zwischen Thors Hammer und Odins Speer! Der eine für Kraft und Donner, der andere für die feine Technik und Präzision!

Grattis Manimal!

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

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Tracks „Armageddon“:

01. „Burn In Hell“ || 4:18 Minuten
02. „Armageddon“ || 4:02 Minuten
03. „Slaves Of Babylon“ || 4:37 Minuten
04. „Forged In Metal“ || 3:43 Minuten
05. „Chains Of Fury“ || 4:07 Minuten
06. „Evil Soul“ || 4:31 Minuten
07. „Path To The Unknown“ || 4:21 Minuten
08. „Master Of Pain“ || 4:32 Minuten
09. „Insanity“ || 4:22 Minuten
10. „The Inevitable End“ || 4:32 Minuten

Albumcover

Manimal | Copyright Kenny Boufadene

Line-Up

Samuel Nyman | Vocals
Henrik Stenroos | Guitars
Kenny Boufadene | Bass
André Holmqvist | Drums