Fortress – „Don’t Spare The Wicked“

Albumcover

Band: Fortress
Album: Don’t Spare The Wicked
Genre: Classic Rock, Heavy/Speed Metal
Label: High Roller Records
Release: 26.11.2021


Die Band von Fili Bibianos löste sich auf und kurz nach der Auflösung von  „Auxilery“ gründete der Ausnahmegitarrist aus Whittier/Kalifornien Anfang 2016 mit Fortress unumwunden eine neue, die 2018 ihre Debüt-EP veröffentlichte. 2021 gib es bei High Roller deren erstes vollständiges Album „Don’t Spare The Wicked“ vor. Er sagt über das Album in der Presseinfo:

“Ich sehe Don’t Spare The Wicked als Weiterentwicklung an. Die Musik für die Fortress-EP hatte ich ursprünglich mit einem anderen Gitarristen zusammen komponiert. Und das hat meine Art Songs zu schreiben und sie zu spielen ein wenig eingeengt. Auf dem Album hatte ich deswegen viel mehr Freiheiten, meine Kreativität auszuleben. Ich habe jetzt viele Dinge in die Tat umgesetzt, die ich bereits mit 15 Jahren hatte schreiben wollen.”

Der Titelsong “Don’t Spare The Wicked” steht laut Fili Bibiao stellvertretend für das gesamte Album: “Wir haben uns dazu entschlossen, das Stück ganz ans Ende der Platte zu setzen. Jedes Album braucht einen Schlusspunkt und für mich war ’Don’t Spare The Wicked’ ein eindeutiges Statement, ein guter Abschluss. Wer wissen möchte, wie die Scheibe klingt, der möge sich den Titelsong anhören. Es ist eine meiner absoluten Lieblingskompositionen und zeigt Chris Nunez’ schier unglaubliches Stimmvolumen. Ich werde einfach nicht müde, mir dieses Stück anzuhören.” (Quelle Presseinfo SureShotWorx)

Das Album wird bei High Roller Records als CD und limitierte LP (HRR 839CD, slipcase | HRR 839LP, ltd 750, 250 x black, 250 x red, 150 x white + 100 x white w/ red & black splatter vinyl (HRR mailorder exclusive), lyric sheet) erscheinen und ich höre jetzt ins fast 30minütige Neuwerk von Fortress rein.

„Lost Forever“ legt mit Speed los und erinnert sogleich an den Sound Mitte der 80er. Ein weiteres Brett folgt mit „Devil’s Wheel“ und klingt irgendwie nach den frühen Iron Maiden. Schon in den ersten Songs gab es Screams zu hören, die fehlen auch in „Anguish“ nicht. Sänger Chriss hat eine gute Stimme und Bibiano verzückt mit einem Solo.

Über „Red Light Runner“ sagt er:

“Einige Sektionen, wie etwa in ‘Red Light Runner’, sind massiv vom Rock der siebziger Jahre inspiriert worden. Insgesamt war es unser Ziel, eine größere Bandbreite abzudecken und dieses Ziel haben wir meiner Meinung nach erreicht. Das Komponieren war im Vergleich zur EP tatsächlich eine wahrhaftige Befreiung.” (Quelle Presseinfo SureShotWorx)

Dieser Aussage möchte ich nicht widersprechen, finde es aber trotzdem gut, dass man die Einflüsse der moderne heraushört. Über „Find Yourself“ geht’s zum sehr atmosphärischen „Children of the Night“, dessen Gitarrenspiel richtig gut und mir die Vocals besser gefallen als bisher, da die Stimme präsenter klingt. Eine kleine Pause zum Verschnaufen und ein Beweis für sein können an der Gitarre liefert Fili Bibiano im instrumentalen Stück „The Passage“, bevor dann mit „Don’t Spare the Wicked“ der letzte Track aus den Lautsprechern ballert.

Das Metal and Me Fazit

Ausnahmsweise mal das „Schlechte“ zuerst: Das Album ist zu kurz! Wenn ich aber sowas schreibe, ist es doch auch wieder was Gutes, da ich gerne mehr gehört hätte von Fortress. Der Sound ist straight und bis auf den rein instrumentalen Track gibt es ansprechenden Rock über fast eine halbe Stunde. Richtigen Flair des Heavy Metal aus früheren Tagen gibt es auch dank der Gesangsleistung von Chris Scott Nunez. Mit „Don’t Spare The Wicked“ bekomme Genreliebhaber und Anhänger des Classic-Rock eine gute Scheibe zum headbangen und Air Guitar spielen.

7 / 10 Pommesgabeln
7 / 10 Pommesgabeln

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Tracks „Don’t Spare The Wicked“:

01. Lost Forever || 4:06 Minuten
02. Devil’s Wheel || 3:35 Minuten
03. Anguish || 3:36 Minuten
04. Red Light Runner || 2:55 Minuten
05. Find Yourself || 3:36 Minuten
06. Children of the Night || 4:08 Minuten
07. The Passage || 3:30 Minuten
08. Don’t Spare the Wicked || 3:15 Minuten

Albumcover

Fortress Bandphoto | Quelle Presseinfo SureShotWorx

Line-Up

Chris Scott Nunez | Vocals
Fili Bibiano | Guitar
Damian Rejon | Bass
Rob Duran | Drums