Green Claws – „Hell Is For Hugo“

Albumcover

Band: Green Claws
Album: Hell Is For Hugo
Genre: Punk, Heavy Metal, britischer Rock
Label: Petrichor
Release: 19.11.2021


Green Claws präsentiert eine Rock/Metal-Oper in 23 Kapiteln – basierend auf einem gruseligen Halloween-Erlebnis!

Green Claws Mastermind George Purves | Photoquelle: Presseinformation SureShotworx

George Purves ist ein sehr talentierter Mensch. Als langjähriger Musiker hat er sich entschlossen, eine Rock/Metal-Oper selbst zu komponieren und aufzunehmen. In 23 Kapiteln schafft er es, eine Gruselgeschichte zu erzählen, die sich an Halloween abspielt. Musikalisch hat er es geschafft, die Stimmung jedes kleinen Kapitels hervorragend einzufangen und textlich zeigt er uns, dass er ein talentierter Geschichtenerzähler ist. In einem sehr britischen, fast Sherlock Holmes-artigen Tonfall schafft es die Geschichte, die Aufmerksamkeit des Hörers zu fesseln, während musikalisch Song für Song beeindruckt. Anstatt Gruselgeschichten zu hören, kann man dieses Album nun jeden Tag spielen und sich überraschen lassen. Es ist nicht nur für Halloween geeignet, auch wenn man nicht weiß, was passieren würde, wenn man es an diesem Tag abspielt. Die Krönung einer erstaunlichen Geschichte in Kombination mit großartiger Musik. Das Album kommt als 2-CD Deluxe Digipack Edition und wurde von Alan Douches bei West West Side Music gemastert.

„The Brick“ eröffnet die Rock-Metal Oper, die sich rund um Dämonen in Verbindung mit Halloween dreht. Dementsprechend werden die Dämonen in „Calling All Demons“ gerufen. Den Eingang in die totale Verdamnis findet man in „Lucifer Hotel“. Der Klang des Songs ist an sich ein recht fröhlicher und im Text wird auch ein angenehmer Aufenthalt gewünscht, aber spätestens seit Supernatural wissen wir, die Hölle ist kein schöner Ort. „Stolen By a Demon“ könnt ihr hier hören, denn den Songs gibt’s als Singleauskopplung. Irgendwie spooky hört sich „The Scavengers“ an. Wer will auch schon von Aasfressern gejagt und womöglich gefressen werden. Der punkige Flair des Albums kommt in „This Elevator“ deutlich zur Geltung – dazu der deutlich britische Akzent, bisher hört sich das Album richtig gut an und wir nutzen den Elevator auch zur Flucht vor den, naja, kein Spoiler an dieser Stelle. Zu „Hail Minos!“ gibt’s eine Single, die ich euch hier verlinke:

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Green Claws – Hail Minos! (2020)

Weiter geht’s mit „Stuck in Luxury“ und „Time’s Winged Chariot“. Letzterer ist sehr eingängig und der Refrain lässt sich gut mitsingen. „Sludge“ beginnt mit einem mysteriösen Geräusch, „Brand Nation“ und „The Saints“ schließen die erste CD ab. „The Saints“ ist dabei der erste richtige Heavy Metal Track.

Mit „Pay the Ferryman“ beginnt CD2 und wir machen uns auf den Weg in den Hades. Wie schon beim letzten Song auf CD1 bewegen wir uns nicht mehr überwiegend im britischen Punk, sondern mehr im Metal. In diesem gruseligen Song hört man tatsächlich die Bäume schreien – macht „Screaming of the Trees“ also gerne lauter! „The Brick (Part II)“ kommt ein bisschen psychedelisch rüber und „Evil and Chill“ rutscht wieder mehr zum Punk. Es folgt der Titelsong „Hell is For Hugo“ und „Loser Lucifer“. Mit eingäniger Melodie und catchy Refrain kommt „Scaredy-Cat“ aus den Boxen, während „Part of Me“ eher melancholisch ist. Mit „The Door – Hellion Rebellion“ rockt die Oper wieder und bewegt sich aufs Finlale zu, dass mit „The Final Circle“ und seinen fast zehn Minuten, die abwechslungsreich ist und bisher gehörte Stile vereint. Eine Halloween – Hymne gibt es zum Abschluss mit „Evil is a Human Trait“.

Das Metal and Me Fazit

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Green Claws – Stolen by a Demon

Das war sie also, meine erste Metal/Rock Oper über ein gruseliges Erlebnis an Halloween. Ich finde die Idee an sich super und höre auch gerne harte Musik, die sich um gruselige Begebenheiten dreht. Der Sound von „Hell Is For Hugo“ ist ebenfalls sehr hörenswert und die 23 Songs haben auch eine gewisse Abwechslung was das Genre betrifft. Viele Songs catchen den Hörer auch. Soweit das positive. Die Geschichte geht über fast 80 Minuten und ist für Muttersprachler oder sehr gut englisch beherrschende Menschen bestimmt eine super Sache, jedoch ist es für alle anderen schwierig der Story zu folgen. Zudem, auch wenn es Songs gibt, die im Kopf bleiben und Potenzial haben zum Ohrwurm zu werden, wird das Album irgendwann leicht eintönig.

Zum Gruseln zwischendurch und an Halloween würde ich mir das Werk von George Purves natürlich anhören, aber dazwischen stünde es wohl im Regal. Trotzdem finde ich die Idee und die Ausführung gelungen. Vielleicht kann man das Album auch verteilt, auf mehrere Tage im Oktoberanhören, um die Vorfreude auf Halloween zu steigern. Musik ist Vielfalt und vielfältig einsetzbar. Grusel und Halloweenfans sollten auf alle Fälle reinhören!

7 / 10 Pommesgabeln
7 / 10 Pommesgabeln

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Tracks „Hell Is For Hugo“:

CD1
01. „The Brick“ || 2:49 Minuten
02. „Calling All Demons“ || 2:38 Minuten
03. „Lucifer Hotel“ || 3:27 Minuten
04. „Stolen By a Demon“ || 3:14 Minuten
05. „The Scavengers“ || 2:59 Minuten
06. „This Elevator“ || 3:27 Minuten
07. „Hail Minos!“ || 3:05 Minuten
08. „Stuck in Luxury“ || 2:55 Minuten
09. „Time’s Winged Chariot“ || 3:02 Minuten
10. „Sludge“ || 2:36 Minuten
11. „Brand Nation“ || 3:19 Minuten
12. „The Saints“ || 2:55 Minuten

CD2
01. „Pay the Ferryman“ || 3:22 Minuten
02. „Screaming of the Trees“ || 3:58 Minuten
03. „The Brick (Part II)“ || 2:06 Minuten
04. „Evil and Chill“ || 3:21 Minuten
05. „Hell is For Hugo“ || 2:22 Minuten
06. „Loser Lucifer“ || 3:49 Minuten
07. „Scaredy-Cat“ || 2:36 Minuten
08. „Part of Me“ || 3:31 Minuten
09. „The Door – Hellion Rebellion“ || 4:44 Minuten
10. „The Final Circle“ || 9:51 Minuten
11. „Evil is a Human Trait“ || 3:03 Minuten



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