Tower – „Shock To The System“

Albumcover

Band: Tower
Album: Shock To The System
Genre: Classic Rock/Metal
Label: Cruz Del Sur Music
Release: 12.11.2021


Tower veröffentlichten 2016 ihr gleichnamiges Debütalbum und 2019 eine EP. Am 12.11.21 kehren sie mit zehn Songs die zurück die, laut der Band, voller energiegeladenem, klassischem Metal mit 70er Rock-Attitüde von den Straßen von New York City sind! Die weltweite Pandemie diente auch als Inspiration für „Shock To The System“, dem zweiten Full-Length-Album der New Yorker Classic Metaller.

Der Schreibprozess war zur Hälfte abgeschlossen, als die Pandemie ausbrach. Es zwang die Band (bestehend aus Sängerin Sarabeth Linden, das Gitarren-Tandem von James Danzo und Zak Penley und Schlagzeuger James Jones), um kreative Wege zu finden, um die zehn Tracks des Albums zu vollenden. Für Bands, die an regelmäßige Proben und Live-Auftritte gewöhnt sind, war der Lockdown unvorteilhaft und ermöglichten es ihnen, sich nur einmal zu treffen, bevor sie mit dem Produzenten/Ingenieur zu Artifact Audio in Ridgewood, New York, aufbrachen.

Auf dem neuen Album gibt es aber mehrere Neuerungen, die auch nur die Pandemie ermöglichte. So war der Schreib- und Aufnahmeprozesses anders und hat zu mehreren Premieren für Tower geführt. Während der typische Vintage-Metal-on-70er-Rock-Sound immer noch dominant und im Vordergrund ist, wurden Elemente wie Thrash und Doom eingebaut. Ganz zu schweigen von einigen ultra-eingängigen Pop-Hooks für „On the Line“ bis hin zu dem Punkt, an dem Tower beschlossen, ein Gitarrensolo wegzulassen – eine weitere Premiere.

Textlich greift „Shock To The System“ politische Themen, persönlichen Verlust und die Flüchtigkeit von Beziehungen und dem Leben im Allgemeinen auf. Das Album enthält ein Cover von Morgan Jesse Lappin, dass die Gefühle der Isolation beschreibt, die die Pandemie mit sich brachte, und die vergeblichen Versuche, einer klaustrophobischen und unangenehmen Umgebung zu entkommen, nur um festzustellen, dass sich die reale Welt drastisch verändert hat.

Nach diesen Infos zum Album bin ich gespannt auf die kommenden zehn Songs von „Tower“ und ihrem neuen Langspieler „Shock To The System“

„Blood Moon“ ist der Eröffnungsknaller und die erste Singleauskopplung zugleich. Der Song war es auch, der mich auf „Tower“ aufmerksam machte. Spätestens bei „Prince of Darkness“ war es um mich geschehen und ich musste mich dieser megastarken Stimme dieser Rockröhre ergeben. Was diese Frau da raushaut, hat mich umgehauen! Die Klänge aus vergangenen Tagen leiten einen Song aktueller Zeit ein. „Metatron“ ist komplett instrumental und „Tower“ demonstrieren ihr Können an den Instrumenten. Heavy Metal aus den 70er gepaart mit Thrash hört man gut in „Running Out of Time“ raus und die Eröffnung in „Lay Down the Law“ ist eine Klasse für sich.

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TOWER – Blood Moon

„Hired Gun“ lädt ein mit ein paar Kumpels und kühlen Getränken die Instrumente per Airing nachzuspielen, um dann die „Instrumente“ wegzulegen und abzurocken! Der nächste Hammer kommt mit „The Black Rose“ um den Hörer samt seinen Ohren weiter glühen zu lassen. Über knapp drei Minuten „knappe“ „On the Line“ geht’s zu „In Dreams“, dass ein fast siebenminütiger emotionaler Abriss ist und für mich DAS Highlight des Albums darstellt. Diese Wut und der Druck über den gesamten Song hinweg nehmen dich einfach mit. Zum Schluss reißen wir dann mit „Powder Keg“ die Bude komplett ein und nehmen eine weitere Dosis „Tower“ dank der Repeat Taste.

Das Metal and Me Fazit

Wer Oldschool Heavy Metal mag muss dieses Album einfach hören und wer es gehört hat wird diesem energiegeladenen Zweitlingswerk erliegen, dem Plattenhändler die Bude einrennen und es kaufen! Von „Blood Moon“ über den instrumentalen Song „Metatron“ und „The Black Rose“, hin zum epischen „In Dreams“ machen „Tower“ über die kompletten 39 Minuten Spielzeit Druck und geben Dampf auf den Kessel, der fast zu bersten droht, so stark finde ich dieses Album. Dieser thrashig und doomige Einfluss auf Musik aus den 70ern bringen „Tower“ so gut in den Liedern unter, was vergleichbar Gutes habe ich bisher nicht gehört.

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

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Tracks „Shock To The System“:

01. „Blood Moon“ || 3:12 Minuten
02. „Prince of Darkness“ || 4:22 Minuten
03. „Metatron“ || 2:44 Minuten
04. „Running Out of Time“ || 3:53 Minuten
05. „Lay Down the Law“ || 4:48 Minuten
06. „Hired Gun“ || 3:50 Minuten
07. „The Black Rose“ || 3:19 Minuten
08. „On the Line“ || 2:52 Minuten
09. „In Dreams“ || 6:57 Minuten
10. „Powder Keg“ || 2:58 Minuten

Albumcover

Tower Bandphoto | Copyright Dante Torrieri

Line-Up

Sarabeth Linden | Vocals
James Danzo | Guitar
Zak Penley | Guitar
James Jones |  Drums
*All bass on „Shock To The System“ was recorded by Jeff Filmer

DISCOGRAPHY
Tower (2016)
Tomorrow and Yesterday EP (2019)
Shock To The System (2021)