U.D.O. – „Game Over“

Albumcover

Band: U.D.O.
Album: Game Over
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
Release: 22.10.2021 als CD + Boxset | 14.01.22 als Vinyl


Das letzte Album, dass ich von U.D.O. besprochen habe, war der Liveabriss in Bulgarien und nun habe ich das Vergnügen über die neue Stahlscheibe „Game Over“ berichten zu dürfen. Bevor wir uns aber ins Vergnügen stürzen, muss ich euch sagen das die Vinyl Versionen des Krachers erst am 14.01.22 erscheinen werden. Wer sich mit Vinylreleases beschäftigt, dem wird nicht entgangen sein, dass es massig Engpässe in der Produktion gibt. Zum Trost gibt es die CD oder den digitalen Download bzw. Stream. Ob es das Boxset zum Zeitpunkt meiner Review noch gibt, weiß ich nicht. Die enthaltene Lampe ist heiß begehrt.

Aber nicht nur die Box hat es scheinbar in sich, nein auch das Albumselbst wird ein weiteres Statement des Udo Dirkschneider, der seit jeher für klare Worte ohne Glitzerperlen steht – und das ist gut so! „Wenn die Menschheit in einigen Dingen nicht umdenkt, könnte das drastische Folgen haben“, sagt er. Udo hat in seiner über vier Jahrzehnte andauernder Karriere schon viele Plätze auf dieser Erde gesehen und sich seine Gedanken gemacht, die er auf „Game Over“ der Welt mitteilen möchte. „Wir alle, ganz egal wo wir auch wohnen, haben nur diesen einen Planeten. Wenn auf ihm etwas passiert, hat das immer auch eine internationale Tragweite.“, sagt er weiter. Auch der globale Klimawandel wird auf dem Album in Dirkschneider Manier behandelt. „Hochwasser in Deutschland oder die Brände in Südeuropa und der Türkei haben ja wieder gezeigt, wie dringend es ist, etwas zu unternehmen“, sagt der Musiker. „Aber nicht nur hier. Die Welt hat zunehmend auch ein Friedensproblem. Internationaler Waffenhandel und private Waffenbesitze nehmen zu. In vielen Ländern gibt es auch unter Minderjährigen zunehmend Schießereien, mitunter auch an Schulen. Dazu kommt eine unbekannt hohe Zahl an Kindersoldaten, die vielerorts aktiv in den Krieg eingebunden sind.“ Ein Thema, das der bereits als Single veröffentlichte Song  „Kids And Guns“ behandelt.

Bandlogo

„Game Over“ wurde im ROXX Studio/SOUND OF SILENCE Studio/HOLY NOIR aufgenommen. Als Produzent war Mattes verantwortlich, als Coverdesigner Bernd Möller und alle Fotos stammen von Tim Tronckoe. Ab geht’s mit „Game Over“!

Das zweite Album der Metal Institution U.D.O. eröffnet mit „Fear Detector“ in gewohnter Manier, nämlich „ab nach vorne“ und das ist auch die Botschaft des Songs. Stell dich deinen Ängsten und bekämpfe sie. Mit breiten Schultern geht’s bei „Holy Invaders“ weiter. Da bekommen auch die „Heiligen Krieger“ die aus religiös fanatischen Ansichten nur Leid und Gewalt schaffen. „Holy Invaders, leaving Death behind“, leider ist das so. Den Auftakt rund macht „Prophecy“. Zum Song gibt’s auch ein sehr vielsagendes Video, dass ihr euch hier anschauen und den Song hören könnt.

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U.D.O. – Prophecy (2021) // Official Music Video // AFM Records

Bei „Empty Eyes“ darf gern der Nacken ein bisschen arbeiten und zum catchy Refrain dürfen die Fäuste hochgeschleudert werden und wenn ihr schon dabei seid, macht bei „I See Red“ einfach weiter. Der Song hätte einen geilen Titeltrack zu „Falling Down“ abgegeben. Der nächste Song – „Metal Never Dies“  ist nichts anderes als eine weitere geile Hymne von U.D.O. an die Unsterblichkeit unsere Musik! Der fette Refrain und das Riffijg verdienen einfach „Gepommesgabelt“ zu werden, und zwar die kompletten 5:06 Minuten! Auf geht’s:

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U.D.O. – Metal Never Dies – (2021) // Official Music Video // AFM Records

Die nächste Singleauskopplung folgt mit „Kids And Guns“ auf dem Fuße und ist eine Anklage an den Einsatz von Kindersoldaten, eine Kritik an die Waffenlobby, durch die schon so manches Kind getötet oder auch den Abzug selbst auslöste, mit fatalen Konsequenzen!

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U.D.O. – Kids And Guns (2021) // Official Lyric Video // AFM Records


„Like A Beast“
ist der bis jetzt härteste Song auf dem Album, dass mit dem sehr emotionalen und persönlichen „Don’t Wanna Say Goodbye“ die Geschwindigkeit drastisch reduziert. Mit „Unbroken“ und „Marching Tank“, dass ein bisschen humorvoll auf Udo selbst gemünzt ist und anmutet wie ein Manowar Song, kochen U.D.O. unser Blut weiter auf hoher Temperatur. Auf der „Thunder Road“ darf geheadbanged und darauf gehofft werden die Band in dieser herausragenden Form und mit dieser Energie, die auch in „Midnight Stranger“ aus den Boxen fließt, Live sehen zu können. Und zwar bald! „Speed Seeker“ ist eine Ermahnung an die Menschen, die ständig auf der menschlichen Überholspur fahren, das kann zum Verhängnis werden. Mit einem „ohhhh ohhhh ohhhh“ gehen wir in den Song „Time Control“ der sich um die zusehende Vernichtung der Erde durch den Menschen dreht. Den Abschluss macht „Metal Damnation“ und Leute – turn up the Volume!

Das Metal and Me Fazit

„Game Over“ ist anhand der vorliegenden sechzehn Beweise in Form von neuen Songs aus der teutonischen „Steel Factory“ noch lange nicht. U.D.O. zeigen erneut, wo der Metalhammer hängt und liefert ein richtig starkes, bandtypisches Album ab. Dabei werden Missstände in dieser Welt angeklagt, allen voran Krieg, die Waffenlobby oder auch Dinge, die einem selbst betreffen wie in „Fear Detector“. Wer diesen Songs widerstehen kann, wen die Killerriffs und der stets breitschultrige Bass nicht mitreißt, der hat Metal nie geliebt. U.D.O. in Hochform – Loud and Proud!

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

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Tracks „Game Over“:

01. Fear Detector || 4:20 Minuten
02. Holy Invaders || 3:26 Minuten
03. Prophecy || 4:41 Minuten
04. Empty Eyes || 3:52 Minuten
05. See Red || 3:16 Minuten
06. Metal Never Dies || 5:06 Minuten
07. Kids And Guns || 4:07 Minuten
08. Like A Beast || 5:03 Minuten
09. Don’t Wanna Say Goodbye || 4:12 Minuten
10. Unbroken || 3:13 Minuten
11. Marching Tank || 5:06 Minuten
12. Thunder Road || 4:04 Minuten
13. Midnight Stranger || 5:29 Minuten
14. Speed Seeker || 4:34 Minuten
15. Time Control || 4:16 Minuten
16.  Metal Damnation || 4:01 Minuten

Albumcover

U.D.O. | Picture by Tim Tronckoe

Line-Up

Udo Dirkschneider | Vocals
Andrey Smirnov | Guitars
Fabian Dee Dammers | Guitars
Tilen Hudrap | Bass
Sven Dirkschneider | Drums

Tourdaten

14.11.2021 – DK – Copenhagen
16.11.2021 – SE – Gothenborg
17.11.2021 – SE – Helsingborg    
19.11.2021 – NO – Trondheim
20.11.2021 – NO – Odal
21.11.2021 – NO – Stavanger
24.11.2021 – FI – Helsinki    
25.11.2021 – FI – Tampere    
26.11.2021 – FI – Jyvaeskylae    
28.11.2021 – EE – Tallinn    
29.11.2021 – LT – Riga   
30.11.2021 – LI – Vilnius    

U.D.O. | Picture by Tim Tronckoe

02.12.2021 – DE – Munich    
04.12.2021 – DE – Vacha    
05.12.2021 – DE – Hamburg    
07.12.2021 – DE – Langen    
08.12.2021 – DE – Saarbruecken    
09.12.2021 – DE – Stuttgart    
11.12.2021 – DE – Coesfeld    
12.12.2021 – DE – Memmingen    
13.12.2021 – DE – Berlin    
15.12.2021 – DE – Nuernberg    
16.12.2021 – DE – Cologne    
17.12.2021 – DE – Leipzig

U.D.O. | Picture by Tim Tronckoe

18.12.2021 – DE – Regensburg    
19.12.2021 – DE – Pratteln    
14.01.2022 – MX – Mexico City    
15.01.2022 – MX – Guadalajara    
16.01.2022 – MX – Monterrey    
18.01.2022 – CO – Bogoá    
20.01.2022 – CL – Santiago    
22.01.2022 – BR – Refice    
23.01.2022 – BR – Sāo Paulo    
27.01.2022 – BR – Belém    
29.01.2022 – BR – Fortaleza    
30.01.2022 – BR – Salvador   

U.D.O. | Picture by Tim Tronckoe