Alcatrazz – „V“

Albumcover

Band: Alcatrazz
Album: V
Genre: Heavy Metal
Label: Silver Lining Music
Release: 15.10.2021


Alcatrazz veröffentlichten ihre erste Scheibe „No Parole from Rock ’n‘ Roll“ 1983 und  landeten den Hit „Island In The Sun“. Damit wurden die Weichen gestellt und man kennt die Band noch faast 40 Jahre später. Mit „verantwortlich“ dafür waren die Gitarren-Ikonen Yngwie Malmsteen und Steve Vai. Auch ihr zweites Werk „Disturbing the Peace“ und der Mega Track „God Blessed Video“ hallen bis heute nach. Eine weitere Studio-LP später, „Dangerous Games“ (1986), stellte die Band ihre Gitarren auf stumm. 34 Jahre später formierte man sich neu und veröffentlichte 2020 das hochgelobte „Born Innocent“, ihr erstes Studioalbum mit komplett neuem Material seit 1986. Mit ihrem neuen Album „V“ melden sich Alcatrazz aus dem Studio zurück und zeigen das sie auch mit neuem Sänger an Ihre gewohnte Synergie anknüpfen. Statt Graham Bonett ist Doogie White nun am Mikro. Im Laufe seiner über drei Jahrzehnte andauernden Karriere ist der gebürtige Schotte White zweifellos einer der besten Sänger im Hard Rock. Er war Frontmann von Richie Blackmore’s Rainbow, Yngwie Malmsteen’s Rising Force, Tank und Michael Schenker.

Waldo kommentiert in der Pressemitteilung:

„Wir sind alle sehr glücklich mit dem neuen Album, wir waren uns alle einig, was die Richtung angeht und was wir erreichen wollten“, freut sich Waldo. „Wir hatten über 20 Songs zur Auswahl, das war schwierig, wir mochten sie alle, das ist sehr ungewöhnlich für eine Band. Ich denke, dieses Album klingt wie die natürliche Weiterentwicklung von No Parole, nur härter.“

Produziert wurde „V“ von Giles Lavery und Jimmy Waldo und abgemischt von Andy Haller (Elton John, Joe Cocker und System of a Down). Weiterhin sind auf  „V“ auch Gastauftritte von Nigel Glockler von Saxon (Schlagzeug auf „Guardian Angel“ und „Blackheart“), Cliff Evans von Tank (Bass bei „Grace of God“) und Donnie Van Stavern von Riot (Bass bei „Guardian Angel“, „Nightwatch“ und „Target“).

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Alcatrazz – Guardian Angel (Official Video)

Und falls ihr euch fragt, wofür „V“ steht?  Alcatrazz fünftes Studioalbum natürlich… aber es steht auch genauso entschieden für Victory; den Sieg, der Alcatrazz 2021 trotz aller Widrigkeiten stärker denn je sieht.

„Guardian Angel“ macht den Auftakt ins neue Album und legt gleich mächtig los. Als Gastmusiker sind Nigel Glockler von Saxon am Schlagzeug und Donnie Van Stavern von Riot am Bass dabei. Der Song ist der in Mitleidenschaft gezogenen Veranstaltungsbranche gewidmet. Auch „Nightwatch“ gibt Gas und Doogie White verleiht den Songs von Alcatrazz eine ganz andere Stimmung und Intensität als es Bonett getan hat. Die nächsten beiden Songs gab es bereits als Single zu hören, deshalb gibt es an dieser Stelle auch die Videos zu „Sword Of Deliverance“ und „Turn Of The Wheel“, damit ihr auch in den Genuss der Songs kommt.  Mit einem eingängigen Text ist „Blackheart“ ausgestattet und bietet auch ein cooles Live – Feature!

In „Grace Of God“ schwingen die 80er mit und den „Shred Lord“ alias Joe Stump hört man in Bestform! Schwer groovend eröffnen Alcatrazz den Song „Return To Nevermore“ und man muss wie ferngesteuert dem Rhythmus folgen. Ein Speedster ist zweifelsohne „Target“ und Doogies Stimme kommt stellenweise richtig schön rau und rotzig rüber. In „Maybe Tomorrow“ kommen auch die Keyboardklänge von Waldo geil zur Geltung und das Lied ist ein wenig langsamer.

„House Of Lies“ ist der rockig flotte Auftakt ins letzte Drittel von „V“ und lässt den Hörer erneut mit dem Arsch wackeln und den Refrain leidenschaftlich mitsingen. Mit dem knackigen Hardrocker „Alice’s Eyes“ sind wir fast schon beim finalen Song angekommen, genießen aber nochmal ausgiebig das Gitarrensolo, bevor dann „Dark Day For My Soul“ mit Klavierspiel und sehr emotionalen Vocals beginnt und eine richtig breite und brachial emotionale Hardrock Ballade wird, die für mich das Highlight unter den zwölf Liedern darstellt.

Das Metal and Me Fazit

„V“ ist ein Album, dass hält, was die Singleauskopplungen versprechen. Vom harten Rock bis hin zum knackigen Heavy Metal, der den Charme der 80ger innehat, nicht zuletzt durch das Keyboard von Waldo, aber dennoch absolut modern klingt. Die Gitarren sind ein Ohrenschmeichler und Doogies Stimme passt halt wie Arsch auf Eimer zu Alcatrazz. Natürlich erfinden die Jungs das Rad nicht neu, aber man bekommt genau den knackigen Sound, den man von Alcatrazz erwartet und hat mit „Dark Day For My Soul“ einen derart genialen Song über sechs Minuten auf der Platte, dass sich ein Kauf alleine dafür lohnt!

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks „V“:

01. „Guardian Angel“ || 5:17 Minuten
02. „Nightwatch“ || 4:51 Minuten
03. „Sword Of Deliverance“ || 3:38 Minuten
04. „Turn Of The Wheel“ || 5:25 Minuten
05. „Blackheart“ || 5:18 Minuten
06. „Grace Of God“ || 5:08 Minuten
07. „Return To Nevermore“ || 5:18 Minuten
08. „Target“ || 4:45 Minuten
09. „Maybe Tomorrow“ || 6:17 Minuten
10. „House Of Lies“ || 4:53 Minuten
11. „Alice’s Eyes“ || 5:03 Minuten
12. „Dark Day For My Soul“ || 6:28 Minuten

Albumcover

Alcatrazz Bandphoto | Copyright by Alex Solca

Line-Up

Jimmy Waldo | Keyboards
Gary Shea | Bass
Doogie White | Lead Vocals
Joe Stump | Guitar
Mark Benquechea | Drums