SpitFire – “Do Or Die”

Albumcover

Band: SpitFire
Album: Do Or Die
Genre: Heavy Rock ‚n‘ Roll
Label: Massacre Records
Release: 17.09.2021


Nicht viele Bands schaffen es, als ehemalige Schulband auf die große Bühne. Das dachten sich auch SpitFire nicht, als sie damals die ersten Takte spielten. Heute stehen die Münchner vorm Release ihres dritten Longplayers. Die 2011 gegründete  Truppe wurde der 3. Show ihrer Karriere, als Support der Frankfurter Punkrockband Serum114 im Münchner Club Backstage entdeckt. Kurz nachdem der Vertrag unterzeichnet war, ging es für „Dick Dropkick“ (Vocals, Guitar), „Nikk Nitro“ (Drums) und das ehemalige Bandmitglied „Johnny Jailbreak“ (Bass) auf große Reise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wer vor dem Lesen der Review noch mein Interview mit Dick Dropkick lesen möchte, klickt einfach den INTERVIEWLINK!

Boxset

Die Band spielte in ihrer weiteren Karriere auf großen Festivals wie dem Wacken, dem Summer Breeze Open Air oder auch dem Metal Days Festival. Eine ausführliche Beschreibung ihrer mittlerweilen 10jährigen Bandgeschichte findet ihr auf ihrer Homepage.

Ihr neuester Streich “Do Or Die” wurde von Dick Dropkick gemischt und Alexander Krull im Mastersound Entertainment Studio gemischt. Produziert wurde „Do Or Die“ von Dick Dropkick im SilverBull Studio. Das stylische Cover – welches gut als Vinyl in die Sammlung passt – kommt von Daniel Hofer / ARCHETYPE Design. Das Album wird in folgenden Varianten zu haben sein:


– Limitiertes Box – Set mit CD Digipak, Patch, Flagge, signierte Autogrammkarte
– CD Digipack
– limitierte Vinyl in diversen Farben
– Download und Stream


Ich bin sehr gespannt auf die erste Platte nach längerer, schwieriger, Zeit für die Band, die seit 2015 ohne Johnny Jailbreak weitermchte, der aus privaten Gründen seinen Ausstieg bekanntgab. Als sich 2020 Covid19 – Pandemie breitmachte warf das alle Pläne der Band über den Haufen. Doch davon lässt sich ein echter Musiker nicht aus der Ruhe bringen und heute gibt es das Resultat ihres Kampfgeistes! Here we go.

Bandphoto by Alen Ljubic

Der Opener „Ride It Like You Stole It“ ist das fette Ausrufezeichen von SpitFire und drückt nichts anderes aus als „We are fucking back, Baby“. Den Song gab es auf dem Weg zum Release als Singleauskopplung samt Video. Schon damals wäre ich durch die Wohnung gehüpft, wenn ich es physisch geschafft hätte. Dafür durften die netten Nachbarn mithören als ich die erste Single „Like A Lady“ bis zum Anschlag aufdrehte – auf Repeat versteht sich. Mit „Writings On The Wall“ wird’s ein bisschen ruhige, groovt dennoch richtig gut und lädt ein innezuhalten, zuzuhören oder auch lauthals mitzusingen! Einfach ein richtig schöner Rocksong für gute und nachdenkliche Zeiten. Top!

Schrieb ich zu Beginn das die Jungs zurück sind so bestätigt das der Titeltrack „Do Or Die“ nochmal eindrucksvoll. Mit treibenden Refrains die sich so richtig laut noch dreckiger und rockiger anhören als „nur“ auf Zimmerlautstärke. Über den Wunsch sich wie ein „80s Rockstar“ mit Babes aufm Rücksitz und einem Haus wie das eines Kinostars zu fühlen geht’s zu „Death Or Glory“. Der Titel ist gesellschaftskritisch und handelt von unserer Zeit in der mehr und mehr Menschen Glaube und Hoffnung verlieren, aufgrund der Gauner unter uns, die versuchen die Überhand zu gewinnen.

„Sacrifices“ ist eine emotionale Rockballade über die Narben im Herzen, über Opfer bringen, über all das eben, was dir im Leben passieren kann. Mit der Ansage „One, Two, fuck you“ legen wir die sentimentale Keule weg, denn in „Die Like A Man“ geht’s mit fetten Riffs wieder straight nach vorne. Arsch hoch und Attacke, headbangen und Teufelshörner raus, jetzt wird gerockt! Auch „Out In The Cold“, dass ein Cover von Tom Pettys Album “Into The Great White Open” (1991) und SpitFire typisch rüberkommt,  sowie „Eye For An Eye“ und besonders „Can You Feel The Fire“ hauen rein bevor es mit „Another Mile“ einen weiteren Selbstmotivationssong gibt. Fühlt sich nicht jeder mal müde und kaputt, tritt sich aber selbst in den Hintern, um den Extrakilometer zu gehen? Genau! Zum Finale gibt sich Frank Pané, seit 2015 bei Bonfire an der Gitarre, die Ehre und featured den Song „Too Much Is Never Enough“.

Das Metal and Me Fazit

Während ich mein Fazit schreibe, läuft das Album zum x-ten Mal, denn ich brauche gerade auch den Power Boost nach einer blöden Nachricht und ja, die Mukke hilft und hebt meine Laune, vertreibt die Wut und ändert sie in positive Stimmung. Das ist aber nur eine von vielen Fähigkeiten, die der Kickass Heavy Rock von SpitFire zu leisten im Stande ist. Jeder der sich die Platte anhört wird andere Dinge für sich entdecken, denn „Do Or Die“ ist eine abwechslungsreiche Stahlsäge. Weiterhin werden Fans der Band feststellen, dass sich der Stil in einigen Songs ein wenig verändert hat und mir kommt „Do Or Die“ einen Tick druckvoller vor als die beiden vorherigen Alben, doch es ist und bleibt SpitFire.

Jetzt ist man bei dreizehn Songs leicht dazu geneigt den ein oder anderen Song als „Füller“ zu vermuten. Kann man, muss man aber nicht. Nach sechs Jahren und einigen Ereignissen gibt es viel zu erzählen aus dem was die Münchner so erlebt haben. Ich wüsste nicht, was man in diesem Genre viel besser machen könnte als es SpitFire hier tun. Natürlich gibt es Songs die auch bei mir (noch) nicht richtig zünden, aber das Handwerk ist 1a und daher gibt’s von mir auch nen‘ 10er, ohne mit der Wimper zu zucken!

10 / 10 Pommesgabeln
10 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “Do Or Die”:

01. „Ride It Like You Stole It“ || 03:04 Minuten
02. „Like A Lady“ || 02:47 Minuten
03. „Writings On The Wall“ || 03:44 Minuten
04. „Do Or Die“ || 02:54 Minuten
05. „80s Rockstar“ || 03:17 Minuten
06. „Death Or Glory“ || 03:12 Minuten
07. „Sacrifices“ || 03:30 Minuten
08. „Die Like A Man“ || 03:16 Minuten
09. „Out In The Cold“ || 03:33 Minuten
10. „Eye For An Eye“ || 03:10 Minuten
11. „Can You Feel The Fire“ || 03:23 Minuten
12. „Another Mile“ || 03:19 Minuten
13. „Too Much Is Never Enough“ (Feat. Frank Pané) || 03:04 Minuten


Bandphoto by Moritz Walter

AKTUELLES LINE-UP

Dick Dropkick | Vocals, Guitars
Tony Törpedo | Bass, Backing Vocals
Nikk Nitro | Drums, Backing Vocals

ALBUM LINE-UP

Dick Dropkick || Vocals, Guitars, Bass
Nikk Nitro || Drums, Backing Vocals

GASTMUSIKER

Frank Pané (Bonfire, Sainted Sinners, Dark Blue Inc): Leadgitarre bei “Too Much Is Never Enough”

DISKOGRAPHIE

2012 • Kings Of Rock ‘N’ Roll (EP)
2012 • Devil’s Dance (EP)
2013 • Devil’s Dance
2015 • Welcome To Bone City
2021 • Do Or Die