Daily Insanity – “Chronicles Of War”

Albumcover

Band: Daily Insanity
Album: Chronicles Of War
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Rotten And Poor
Release: 10.09.2021

Daily Insanity gründeten sich im Jahr 2015 in Berlin. Der tägliche Wahnsinn ist das Themengebiet der Band. Der überwiegende Teil der Lyrics ist autobiografisch und erzählt von ernsten Erfahrungen, Verzweiflung und Unmenschlichkeit. Die Jungs spielen eine Mischung aus Old School Death und Thrash Metal, samt eingängigen Melodien, wie auch schon auf der EP „Conspiracy“ aus 2018 zu hören war. Ausserdem stand das Trio bereits mit Acts wie Tankard, Vader, Asphyx und vielen mehr auf der Bühne.

2021 kommen die Berliner DAILY INSANITY mit ihrem – nicht nur von mir – lang erwarteten neuen Album zurück. „Chronicles Of War“ wird ein Konzeptalbum über die Gewalt des Krieges und wie er die Psyche der Menschen verändert, ja sogar zerstört. In der Pressemitteilung steht: „Wenn eine Mutter ihr Kind verbluten sieht, wenn die Stunden im Bunker immer länger werden, wenn ein Soldat gegen sein eigenes Volk stehen muss… Krieg hinterlässt emotionale Narben. Jeder fünfte Mensch in Kriegsgebieten ist psychisch krank. „Chronicles Of War“ greift dieses Thema auf und erzählt von den vielen Facetten psychischen Leidens durch Krieg.“!

„In memory of those who lost their lives through no fault of their own…Welcome to the Chronicles Of War!“

Bandlogo

 „Agony Of Valkyries“ ist ein geniales Intro, dass die Spannung innerhalb einer Minuten dermaßen hochtreibt, sodass die erste Töne vom Titeltrack „Chronicles Of War“ wie eine Erlösung scheinen und man heftig headbangen kann. Den Song gab es zudem schon vor der Veröffentlichung des Albums als Singleauskopplung zu hören und als Video zu sehen. Einmal in hochauflösendem 4k und auch als Lyric – Video! Im Übrigen sind es in jedem Video die gleichen handelnden Personen, was ich gut finde, denn es schafft eine Verbindung zu den Charakteren und der Story, die Daily Insanity damit erzählen.

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Daily Insanity – It Doesn’t Matter (Official Lyric Video)

„It Doesn’t Matter“ war die letzte Single bevor das Album veröffentlicht wurde. Es gibt ein Lyric-Video zu dem Song, der bretthart nach vorne geht. Sowohl instrumental als auch textlich. „Stolen Valor“ beginnt ruhig, doch die Walze, mit der der Hörer überollt wird, lässt nicht lange auf sich warten. Übersetzt heißt der Song gestohlene Tapferkeit und im Song wird von „Don Shipley“ gesungen. Don ist ein Ex US Navy Seal der sich gegen Personen auflehnt, die falsche Behauptungen aufstellen und über sich sagen, dass sie gedient hätten.

Bandphoto Copyright Felix Pirk

„Warchild“ geht hohes Tempo und der Thrash Anteil ist ebenfalls sehr hoch. Die bedrohliche Stimme erzählt von Kindern des Krieges und wie diese sehen müssen wie ihre Heimat zerbombt wird, während der Vater an der Front seinen Dienst abliefert. Über „Marching Drummer“ kommen wir im Gleichschritt zur nächsten Singleauskopplung mit „I Am The Mission“. Der Track flext mit seinem Sound jeglichen Rost von metallischen Gegenständen und die mitunter räudigen Vocals schleifen den Stahl zusätzlich –  unter sprühenden Funken. „A Lonely Soldier“ ist nach dem Intro der zweite instrumentale Track auf „Chronicles Of War“ und schlägt die Brücke zu „Sleepless“ zudem es ebenfalls eine Singleauskopplung in 4k auf Youtube zu sehen und zu hören gibt. Mastermind Gene sagt in meinem Interview mit ihm über “Sleepless”:

“Die Inspiration hierfür liegt im Song “The Sound Of Silence” von Simon & Garfunkel.
Das ist eher einer der lyrischen Sachen, die unseren Sänger bewegen, wenn er in der Nacht nichts anderes zu tun hat. 😉
Der Protagonist möchte eins werden mit der Nacht. Am Ende scheint er für die Nacht interessant zu sein, da nun sie eins mit ihm sein möchte. Allerdings ist hier viel Interpretationsspielraum, was Lyrik aber sowieso an sich hat.”

„Doomsday“ ist die vorletzte Nummer, die sich mit schwerem und tiefem grollen in die Ohren frisst. Die Vorstellung das jeder Tag ein Tag der Verdammnis ist – im Kopf desjenigen der in den Spiegel schaut – ist eine schaurige. Doch allzu oft werden Menschen mit diesen Problemen alleine gelassen, bis es zu spät ist.

„The Reckoning“ ist ein weiteres Lyric-Video das Mitte Dezember 2020 veröffentlicht wurde. Zwischen langsamen Passagen flammen wütende Vocals auf und gegen Ende gibt’s dann nochmal richtig auf die Zwölf – musikalisch ein brachial gelungener Abschluss von „Chronicles of War“.

Metal and Me Fazit

Die Mischung aus Death und Thrash Metal bekommen „Daily Insanity“ gut hin! Ich finde die schnellen thrashigen Passagen gepaart mit der Death Metal Walze interessant. Das gibt einen brachialen Sound mit sägenden Gitarren und ein Drumdonnern, dass selbst Mutter Natur mit einem Gewitter nicht besser machen kann. Die Vocals von Hans sind sehr vielseitig. Mal Klargesang, mal Growls, mal dunkles Grollen oder auch wütendes schreien, dass passt alles fast immer. Manchmal hakt die Betonung ein bisschen durch, aber hey – das ist meckern auf hohem Niveau!

Die Thematik des Longplayers ist wie oben beschrieben und nicht ganz neu, würde der ein oder andere sagen. Meiner Meinung nach kann da nicht genug Prävention gemacht werden und auch nicht genug darauf aufmerksam gemacht werden! Mit Chronicles Of War liefern Daily Insantiy eine solide Platte mit ernstem Thema ab, dass Genrefans unbedingt anhören sollten. Weiterhin darf gerne auf die besungene Thematik aufmerksam gemacht werden.

Ganz wichtig und defintiv keine Floskel von mir: Solltest du betroffen sein und Hilfe benötigen, dann zögere nicht, sie dir auch zu suchen, denn das ist keine Schwäche. Im Gegenteil, es zeugt von großer Stärke und hat meinen tiefsten Respekt!

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “Chronicles Of War”:

01. „Agony Of Valkyries“ || 01:17 Minuten
02. „Chronicles Of War“ || 03:12 Minuten
03. „It Doesn’t Matter“ || 03:21 Minuten
04. „Stolen Valor“ || 04:48 Minuten
05. „Warchild“ || 04:05 Minuten
06. „Marching Drummer“ || 04:13 Minuten
07. „I Am The Mission“ || 04:35 Minuten
08. „A Lonely Soldier“ || 01:54 Minuten
09. „Sleepless“ || 05:23 Minuten
10. „Doomsday“ || 04:13 Minuten
11. „The Reckoning“ || 05:15 Minuten

Albumcover

Line-Up

Gene | Rhythm, Lead & Acoustic Guitars
Gustl | Drums
Hans | Vocals, Bass


Albumcredits:

Produced by Gene
Mixed and mastered by GeneR
ecorded at Insanity Studios, Berlin in 2019 & 2020
All songs arranged by Gene

Cover concept and art direction by Felix Pirk
Artwork design by Felix Pirk
All layouts and sleeve design by Felix Pirk
Drums on The Reckoning by Felix Pirk

Band management and booking: Rotten And Poor Promotion