“Obscurity im Interview”

Bandlogo

Mit “Skogarmaors” schmieden die Bergischen Löwen “Obscurity) ihr neuntes Studioalbum! “Skogarmaors” bringt unweigerlich einige neue Elemente mit sich, denn seit dem Erscheinen des Vorgängers “Streitmacht” (2017) hat sich besetzungstechnisch einiges getan. Das Quintett aus dem Bergischen Land begrüßt mit Askar (Gitarre) und Isarn
(Schlagwerk) zwei neue Brüder in seinen Reihen, die sich umgehend sehr gewinnbringend mit neuen musikalischen Einflüssen einbringen konnten. So trägt das neue Machtwerk auch ihre deutliche Handschrift, wobei OBSCURITY ihrem grundsätzlichen Stil treu bleiben. Die Band ist weiterhin eine Bastion mit Blick auf Kontinuität und präsentiert auch mit “Skogarmaors” ausschließlich die Art von Musik, für die sie selbst einstehen kann.

Die Songs bewegen wie gewohnt zwischen Death- und Viking Metal und einigen Black-Metal-Einflüssen; lediglich mit dem Bonustrack hat man ein kleines Experiment gewagt und ist musikalisch mit Maß aus den Fugen gebrochen. “Skogarmaors” ist kein Konzeptalbum, greift dementsprechend eine große lyrische Bandbreite an Themen auf. Elemente der nordischen
Mythologie finden ebenso ihren Platz wie gesellschaftlich aktuelle Aspekte. Auch hinsichtlich der Produktionsstätte zeigt man sich stetig, so wurde das neue Album wieder in den ehrwürdigen Hallen der 4CN-Studios eingespielt und gemeinsam mit Tim Schuldt produziert. Das CoverArtwork stammt von Jan Yrlund / Darkgrove.net (Korpiklaani, Manowar, Tyr, etc.).
(Quelle: Presseinformation)


Ich habe heute ein sehr ausführliches und informatives Interview mit Agalaz, Isarn, Dornaz, Ziu und Askar für euch. Wer darüber hinaus noch mehr über die langjährige Geschichte der Bergischen Löwen erfahren möchte, findet auf ihrer Homepage – Obscurity Homepage – ihre Biographie, Diskografie und vieles weitere um die Band! Aber nun viel Spaß euch, beim Lesen und mehr erfahren über “Skogamaors” und vieles mehr! Die Review zum Album gibt es übrigens unter diesem LINK!

Tobi – Metal and Me

Agalaz, Isarn, Dornaz, Ziu und Askar – Obscurity


Hallo Agalaz, Isarn, Dornaz, Ziu und Askar von Obscurity. Mein Name ist Tobi. Danke, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen von mir nimmst. Ich betreibe eine Facebookseite und einen Webblog. Auf diesen Seiten poste ich Reviews aktueller Alben, Interviews, Bandvorstellungen und Berichte über Konzerte, welche ich mit dem Rollstuhl besuche. Zum einen um anderen Rollifahrern zu berichten wie der Veranstaltungsort in puncto Barrierefreiheit ausgestattet sind und zum anderen wie man am besten vorgeht, um Tickets zu bekommen, denn meist geht das bei herkömmlichen Ticketportalen nicht.

In Zukunft werden wohl auch die Hygienemaßnahmen vor Ort dazukommen, da ich als Hochrisikopatient auch sehr darauf achten muss. Natürlich berichte ich auch über den Auftritt der Bands. Heute habe ich ein paar Fragen an dich u. a. zu eurem Album „Skogarmaors“.

Albumcover | Darkgrove Design

Meine erste Frage an jeden Interviewpartner lautet immer: Wie geht es dir und deinen Bandkollegen momentan?

Agalaz/Isarn:

Zuallererst bedanken wir uns herzlich für das Interview. In diesem Zuge möchten wir alle Leser grüßen und geben uns große Mühe, euch nicht zu Tode zu langweilen, haha.

In Anbetracht der epidemischen Entwicklungen der letzten anderthalb Jahre und den anderen Krisen, die links und rechts neben der Pandemie auftauchen, können wir mit Glück behaupten, dass es uns doch recht gut geht! Momentan bereiten wir uns auf den bevorstehenden Release von Skogarmaors vor und sind drauf und dran uns für bevorstehende Live-Shows fit zu machen. Es bleibt eine Menge zu tun und wir freuen uns auf diese Herausforderungen.
Wir hoffen, dass alle bei Metal & Me sowie alle Leser da draußen ebenfalls gesund und munter sind und sich von den aktuellen Einflüssen/Herausforderungen nicht unterkriegen lassen. Haltet durch!

Magst du dich und „Obscurity“ kurz meinen Lesern vorstellen, für die Follower, die euch noch nicht kennenlernen durften?😊

Agalaz:

Wir sind eine fünfköpfige Streitmacht aus Velbert, geformt aus dem härtesten Stahl des Bergischen Landes und treiben nun schon seit fast einem Viertel-Jahrhundert unser Unwesen. Wir sind wie das Furunkel am Hintern, uns wird man einfach nicht los, haha. Die aktuelle Formation setzt sich aus meinen Brüdern Dornaz (Gitarre) und Ziu (Bass) zusammen, die mich und Obscurity ebenfalls seit fast 25 Jahren begleiten. In der nahen Vergangenheit gab es ein paar Besetzungswechsel in unserer Familie und nun ja, durch Askar (Gitarre) und Isarn (Drums) hat Obscurity eine Verjüngungskur erfahren. Dornaz, Ziu und ich sind alle jenseits der 40 unterwegs, unsere neuen Brüder steuern hart auf Mitte 20 zu, könnten demnach unsere Kinder sein. Bei Woden, wo ist die Zeit hin!!! 

Ich muss dir sagen, mit Askar und Isarn hat Obscurity eine neue musikalische Qualität erreicht und beide stehen uns nicht nur aufgrund des Alters gut zu Gesichte. Aktuell ist es für mich die stärke Besetzung, die wir in 25 Jahren hatten, ohne dabei die Leistung meiner ausgeschiedenen Brüder schmälern zu wollen.

Unser Musikstil ist eine Mischung aus Melodic Death- und Black-Metal mit, vor allem lyrisch, starkem Einfluss von Viking-Metal. Wir setzen uns selbst musikalisch jedoch keinerlei Grenzen und kreieren genau die Mucke, auf die wir Bock haben und hinter der wir 10%ig stehen können. Eben genau das macht Obscurity als Band aus: Handgemachte Musik von Metal Fans für Metal Fans. Die Nähe zu Fans, Freunden, Veranstaltern und unseren Familien ist uns sehr wichtig und ein großer Bestandteil unserer Musik, sowie unserer Live-Shows.

Wie kam euer Bandname zustande?

Dornaz:

Nach über 20 Jahren ist das eine gute Frage. Angefangen hat alles in einem kleinen Proberaum und die Band hieß Punishment. Die Musikrichtung ging aber recht schnell in die Black-Metal Richtung, sodass wir den Namen angepasst haben. Warum Obscurity? Darkness hatte jeder im Bandnamen, also haben wir Obscurity, was auch Finsternis bedeutet, gewählt. Dazu kam noch, dass Arganar mal eben unseren Schriftzug gezeichnet hat und schon war der Name Programm: passt zu Black Metal, ist kein Allerweltsname, geiler Schriftzug

Wie würdest du eure Musik und das, wofür sie steht, beschreiben? Besonders im Hinblick auf das kommende Album „Skogarmaors“.

Isarn:

Wie bereits angeklungen, machen wir genau die Musik, auf die wir persönlich Lust und an der wir Spaß haben. Dabei bedienen wir uns an Stilmitteln mehrerer Metal Sub-Genres, wie (Melodic) Death-Metal, Black-Metal und Viking-Metal. Was uns dabei wichtig ist und sich mittlerweile durch die Geschichte und den Sound der Band zieht, ist es, Eingängigkeit mit Härte und Groove zu verbinden und so unseren eigenen Sound zu kreieren. Dabei verwenden wir mal melodiösere Elemente, greifen aber auch gern zu allem, was das extreme Repertoire des Metals zu bieten hat.

Textlich bewegen wir uns gern in geschichtlichen Gefilden wie beispielsweise historischen Schlachten, der Geschichte und Sagen des Bergischen Landes, aber auch aktuellen Themen. Im Hinblick auf ‚Skogarmaors‘ geht auf dem neuen Album allgemein um die Themen und Werte Redlichkeit, Aufrichtigkeit, Unbeugsamkeit und das Streben nach Freiheit. Dazu muss ich ein bisschen weiter ausholen, haha!

Per Definition sind Skogarmaors stigmatisierte Gesetzlose, die aufgrund ihrer rechtswidrigen Handlungen aus der Gesellschaft verstoßen oder verbannt wurden. Wir haben versucht dieses nicht gesellschaftskonforme Verhalten von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten und demgegenüber positive Aspekte zu erkennen und zu sehen. Natürlich bleibt Mord Mord und auch ein unredlicher Übergriff auf einen Menschen findet sicherlich keine positiven Gegenaspekte. Dieses Verhalten bleibt unentschuldbar perfide und ist entsprechend zu läutern.

Eine alternative Betrachtung zielt auf die Menschen ab, die legal ihr Recht auf (Meinungs-) Freiheit durchsetzen wollten oder für ihre persönlichen Ansichten/Belange einstanden. Ich kann mir vorstellen, dass solche Menschen in der entfernten Vergangenheit oftmals als unbequem erachtet wurden und irgendwie „beseitigt“ werden mussten, bevor sich deren Meinungsbild in der Gesellschaft manifestierte. Ich glaube, dass dieses Thema immer aktuell sein wird.

Es gab einige Veränderungen im Line – Up von euch. Welche waren das und hatten diese einen Einfluss auf Obscurity in musikalischer Hinsicht? Welche Einflüsse waren das?

Isarn:

Genau, seit einiger Zeit dürfen Askar (Gitarre) und ich Isarn (Schlagzeug) uns neue Brüder in den Reihen von Obscurity nennen. Wir beide haben nicht nur das Songwriting auf dem kommenden Album stark mit beeinflusst, sondern drücken auch den Altersdurchschnitt der Band ordentlich nach unten, haha!

Askar hat die Gitarrenarbeit im Songwriting übernommen und eine unfassbare Menge an guten Ideen, Songs und Qualität geliefert, bei der es uns aufgrund der schieren Menge schwer viel, auszusortieren. Das, was er klar und deutlich mit diesem Album geschafft hat, ist den Sound von Obscurity mit einem moderneren zu vereinen und technisch, sowie musikalisch sehr gelungene Kompositionen vorgelegt zu haben. 

Ich bin Isarn und habe an den Drums den Obscurity Sound der Vorgänger-Alben mit neuen Linien kreuzen wollen und dabei Groove und extreme Parts wie Blastbeats und andere Spielereien miteinander zu verbinden. Neben kreativen Lösungen an den Drums habe ich auch experimentiert und meine Grenzen ausgetestet, beziehungsweise die Komfort-Zone verlassen 

Die neue Formation ist für mich eine gute und starke Mischung, in der alt und neu aufeinandertreffen und sowohl als auch nicht zu kurz kommen. 

Wie schnell waren die „Neuen“ integriert? 

Agalaz:

Dementsprechend waren die beiden schnell integriert. Wobei das Musikalische oder Technische nicht das Einzige ist, was zählt. Wir sind als Band eine starke Formation, weil es menschlich stimmt. Danach kommen erst die anderen Eigenschaften. Obscurity ist für uns eine zweite Familie, in der jeder seine Ideen und Einflüsse einbringen kann. Es gibt kein Mastermind oder einen Arrangeur, jeder bringt sich in das musikalische Geschehen ein und das geht nur, wenn es auf der persönlichen Ebene schon stimmt.

Was dürfen die Metalheads vom kommenden Album erwarten „Skogarmaors“? 

Agalaz:

Wie bereits erwähnt, wird das neue Album einige stilistische Neuheiten mit sich bringen und wahrscheinlich eines der abwechslungsreichsten Alben in der bisherigen Geschichte von Obscurity sein. Tim Schuldt (4CN Studios) hat eine fette Produktion gefahren, was noch einmal mehr Feinschliff und Härte aus dem Material rausholt. Aber keine Angst, Obscurity ist immer noch Obscurity und schlägt diesmal mit neuer Härte und wie mit jedem Album 100% Obscurity-Power zu! 

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OBSCURITY – SKOGARMAORS (ALBUM TEASER) | TROLLZORN

Hattet ihr mit Covid Einschränkungen zu kämpfen bei der Produktion?

Isarn:

Bei den Aufnahmen hatten wir im Großen und Ganzen Glück, dass zumindest die instrumentalen Aufnahmen vor dem ersten Lockdown abgeschlossen waren. Als wir mit den Vocals anfangen wollten, kam dann die erste Welle und wir mussten auf Lockerungen warten, bis Agalaz im Studio mit den ersten Takes beginnen konnte. Leider sahen die Studio Sessions zu den Gesangsaufnahmen anders aus als wir es gern gehabt hätten, da Agalaz allein mit Tim aufgenommen hat. Allerdings konnten wir dann per Stream und Web Meeting den Prozess im Studio live verfolgen und mit den beiden kommunizieren. Das war zwar sehr ungewohnt und kam an das richtige Feeling im Studio nicht heran, war aber eine gute Ausweichmöglichkeit. Der Zweck heiligt die Mittel, haha!

Die Texte sind, meiner Meinung nach, absolut gelungen und drehen sich um Ruhm und Ehre, Kameradschaft und Verrat, Stolz, Wut und einiges mehr. Woher nehmt ihr eure Inspiration? Bei „Skogarmaors“ denken auch viele an die Serie Vikings zum Beispiel.

Isarn:

Das freut uns! Agalaz hat verschiedene Ansätze, um ans Texten zu gehen. Da frage ich mich auch manchmal, woher die Vielfalt der Ideen kommt.

Einerseits gibt es natürlich die allgemein bekannte Schlachten-Thematik, die sich aufgrund der gegebenen Vielfalt in der Geschichte schon kaum erschöpfen kann. Aus der Retrospektive kann man in (historischen) Schlachten viel erkennen: Einerseits gibt es immer Gründe für Konflikte, wie sinnvoll sie auch seien mögen, wird es immer jemanden geben, der aus bestimmten Gründen Kriege führt oder mordet. Zudem lässt sich daraus ableiten, wie wenig sich der Mensch im Lauf der Zeit verändert hat und wie wenig er aus seiner eigenen Geschichte lernt. Das ist faszinierend.

Andererseits gibt allein die Geschichte des Bergischen Landes eine Menge historischer Ereignisse, Mythen und Sagen her, welche einzigartig sind und nicht in Vergessenheit geraten sollten. Das ist quasi Geschichte und Kultur vor der eigenen Haustür.

Und zuletzt gibt es natürlich Themen, die zeitlos sind und uns schon immer beschäftig haben und beschäftigen. Agalaz schreibt, gerade auf dem neuen Album, viel über solche Themen und setzt sie in Kontexte von Mythologie, Metaphern oder Geschichte(n). 

Wie nervös seid ihr auf die Reaktionen zu Valkyria?

Agalaz:

Mit ‚Valkyria‘ haben wir auf dem neuen Album ein kleines Experiment gemacht. Da Askar, wie gesagt, massig Material mit in den Schreibprozess gebracht hat und wir von diesem Track alle begeistert waren, haben wir uns entschieden, ihn als Bonustrack mit auf das Album zu nehmen. Als Bonustrack, da er durch seinen balladesken Charakter aus unserem Stil ausbricht. Wenn man so will, kann man ‚Valkyria‘ als Love Song im Obscurity-Gewand betrachten, haha! 

Nervös sind wir nicht, eher neugierig und gespannt, wie der Song allgemein angenommen und ankommen wird. Wir waren selbst schließlich auch davon überrascht, dass er so entstanden und aufs Album gekommen ist.  

Meine derzeitigen Favoriten sind „Wodanaz Kriger“ und „Glod En Isa“. Darüber würde ich gern mehr wissen und natürlich welche Songs vom neuen Album du gerne spielst.

Agalaz:

‚Wodanaz Kriger‘ ist der Opener von ‚Skogarmaors‘ und kann als Metapher verstanden werden: „Krieger vereint euch, steht und kämpft zusammen!“. Zusammenhalt und gemeinsame Stärke, komme was wolle, halten uns nicht auf. Das ist unsere Botschaft, die auch außerhalb des Kontextes der Schlacht eine essenzielle fürs Leben ist. Uns war bei ‚Wodanaz Kriger‘ sofort klar: Das wird der Opener.

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OBSCURITY – GLOD EN ISA (OFFICIAL LYRICVIDEO) | TROLLZORN

‚Glod en Isa‘ behandelt Gegensätze (Feuer und Eis), welche unser Leben und unsere Wege ausmachen und begleiten. Die Pfade zu Entscheidungen, die wir fällen, sind nicht leicht und von Widersprüchen sowie inneren Kämpfen gezeichnet. Für den Song wussten wir auch sehr früh, dass dazu ein Lyric Video in Frage kommt.

Wir spielen alle Songs vom Album gern, es sind ja unsere Babies und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis! 

Habt ihr manchmal Bedenken das eure Musik, die hauptsächlich um Mythologie und Geschichte geht, von Menschen zu niederträchtigen politischen Zwecken instrumentalisiert wird? Wie begegnet ihr dem Thema?

Agalaz:

Für uns hat jedwede Art und Form von Extremismus in der Musik keinerlei Platz . Radikale Gesinnungen liegen jedem von uns fern und dies haben wir in der Vergangenheit deutlich zu verstehen gegeben. Es mag natürlich sein, dass radikalisierte Menschen, ob nun von rechts, links oder von sonstiger Gesinnung unsere Musik hören oder mögen, allerdings gibt es keine inhaltlichen musikalischen als auch lyrischen Bezugspunkte, die dies begründen würden. Ich persönlich halte es zudem für bedenklich, dass gerade die Metal-Szene immer wieder mit diesen extremistischen Kontexten konfrontiert wird. Radikalisierte Menschen/Gruppierungen findet man in jeder Gesellschaftlichen-Schicht, daher ist es mir viel zu einfach gedacht, ein radikales Umfeld auf eine musikalische Stilrichtung zu reduzieren. Das zielt meines Erachtens deutlich an der gegebenen Problematik vorbei.

Wie kamst du zur Heavy Metal Musik?

Dornaz: 

Das war natürlich bei jedem Bandmitglied anders. Bei mir war es der große Bruder mit seiner Metal CD Sammlung, die ich mir dann nach und nach angehört habe. Da Agalaz und ich schon seit der Schulzeit befreundet sind, haben wir uns hier Gegenseitig ausgetauscht, unterschiedliche Musikrichtungen ausprobiert und sind dann immer tiefer in den Metal Bereich vorgedrungen.

Welche Formate werden ihr mit Sokgamaors bedienen? Ich selbst bin großer Vinyl Liebhaber, besonders Picture Vinyls sind in meiner Sammlung zu finden.

Dornaz:

Das Album wird auf CD als 4 Panel DIGI, als Colored Vinyl in grün und rot-gold, digital und als Boxset mit Shirt und anderen „Goodies“ geben und wird bald via TrollZorn, unserem Label, erhältlich sein.  

Wann können wir mit der nächsten Singleauskopplung rechnen und welcher Song wird’s sein?

Isarn:

Die nächste Single wird am 13.08. via Spotify released und heißt ‚Ethnogenese‘. Dazu wird ebenfalls wieder ein Video folgen. Wir sind gespannt, wie der Song ankommen wird. Bisher sind wir sehr zufrieden und von den positiven Resonanzen auf die ersten beiden Singles ‚Glod en Isa‘ und ‚Geist von Neuenberge‘ begeistert! Danke dafür!

Wenn man als Musiker über Livemusik, wann und wie sie wieder stattfinden kann nachdenkt, macht man sich auch Gedanken darüber, wie das mit der Hygiene und der eigenen Sicherheit bestellt ist?

Isarn:

Natürlich macht man sich gerade jetzt Gedanken darüber, inwiefern Live Konzerte stattfinden können. Da die Veranstaltenden alle Hände voll zu tun haben, Hygienekonzepte zu erarbeiten, zu schreiben und umzusetzen (Agalaz kann von solchen Prozessen ein Liedchen singen), machen wir uns wenig Sorgen darum, dass Maßnahmen nicht eingehalten werden oder die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Die Konzepte sind abgesegnet, es wird mit Tests gearbeitet und die Leute gehen im Großen und Ganzen verantwortungsvoll damit um, da wir alle Bock auf Live Veranstaltungen haben! 

Unsere Sorge ist da eher bei den Menschen, die in der Branche tätig sind und ihre Jobs/Berufe nicht oder nur sehr spärlich ausüben können und natürlich bei den großen Fragen: „Wann ist der Mist endlich durch?“ und „Wann geht es endlich wieder richtig los?“. Wir freuen uns über jedes Konzert, das wir spielen können, beziehungsweise das stattfindet, jedoch ist der Normalbetrieb doch deutlich schöner!

Wann wird man euch wieder live erleben können?

Dornaz:

Die nächste Show steht am 01.10. auf dem Mead & Greed Festival in Oberhausen an. Wir freuen uns sehr darauf, live vor Menschen zu spielen und neue Songs von ‚Skogarmaors‘ zu präsentieren! Des Weiteren hoffen wir, dass im Herbst/Winter geplante Konzerte und Veranstaltungen wie geplant stattfinden können und einen Auftakt für das Jahr 2022 bedeuten, um das Album auch endlich live spielen zu können!

Bandphoto – Photos Quelle: Presseinformation Sure Shot Worx

Wie war/ist die Stimmung untereinander während der Arbeit am Album gewesen? Gibt’s eine lustige Anekdote, die ich weitergeben darf?

Abgesehen vom allgemein bekannten Corona Intermezzo, das wir ja mehr oder minder bis heute genießen dürfen, war die Stimmung während der Arbeiten am Album sehr gut. Das zog sich vom Songwriting über die Aufnahmen, den Mixing- und Mastering-Prozess bis jetzt in die Vor-Release-Zeit. Mit den Jungs kann und konnte man über alles reden, für Probleme oder Scheinprobleme haben wir immer schnell und gemeinsam gute Lösungen gefunden und wie immer, auch neben konzentrierter Arbeit, Spaß gehabt. 

Die Anekdoten, die ich zu erzählen hätte, wären entweder unverständlich, da sie nur im Kontext der Situationen verständlich wären oder müssten zensiert werden, da sie nach §131 (StGB) ‚nicht jugendfrei‘ wären, haha!

Welches Album hat dich am Anfang deiner Karriere am meisten beeinflusst?

Isarn:

Wenn man von Karriere sprechen kann, haha! Das wäre auf jeden Fall das Album ‚Cobra Speed Venom‘ der schwedischen Death-Metal Band ‚The Crown‘, das 2018 erschien, da ich als Schlagzeuger 2019 in die Band eingestiegen bin. Das Meisterwerk ist einfach rundum klasse geschrieben, überzeugt mit gutem Riffing, fetten Vocals und neben dem Sound, einer mehr als bemerkenswerten Leistung an den Drums. Eines vieler guter Beispiele für eingängige Melodien und extreme Musik. 

Hörst du auch andere Genres oder beschränkst du dich nur auf Heavy Metal? 

Isarn:

Was meinen Musikgeschmack angeht, bin ich ziemlich vielseitig aufgestellt, würde ich sagen. Death- und Black-Metal, sowie ihre buckligen Verwandten sind auf jeden Fall die Favoriten, aber ab und an darf es gern mal Funk/Fusion, Jazz, Rock oder ausgewählte klassische Musik sein. 

Mal ein wenig weg von der Musik. Wie schaut’s aus mit Hobbys?

Isarn:

Musik ist schon das, was das Meiste der Zeit und Kapazitäten ausfüllt und das soll sie ja auch! Ob machen oder hören. Ansonsten regelmäßiger Sport und gute Filme oder Serien. 

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich…

Dornaz:

…die ganze Pandemie-Scheiße beenden, am besten so, dass keiner geschädigt aus der Sache rausgeht, damit der Laden endlich mal wieder normal läuft! 

Zum Schluss ein paar Sätze von dir an die Hörerschaft da draußen! Danke euch für das Interview bzw. die Beantwortung meiner Fragen. Ich wünsche dir vor allem, dass ihr und eure Lieben gesund bleibt und fetten Erfolg für euer Album „Skogamaors“!

Alle:

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Wir bedanken uns bei Dir für das Interview! Es hat viel Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten! Wir danken Dir für die abschließenden Worte und Wünsche!

An Euch alle da draußen, haltet die Fahnen hoch und danken an Euch alle für die Unterstützung und die Begeisterung! Egal in welcher Lebenslage, bleibt gesund, helft euch, seid nett zueinander! Gemeinsam schaffen wir es durch jede Zeit, das ist, was uns und unsere Szene, unsere Gemeinschaft besonders macht! Steht zusammen, Skogarmaors!


Tracks “Skogarmaors”:

01. „Wodanaz Kriger“ || 05:13 Minuten
02. „Niedertracht“ || 03:47 Minuten
03. „Ethnogenese“ || 04:10 Minuten
04. „Konstantinopel“ || 03:53 Minuten
05. „Geist von Neuenberge“ || 03:59 Minuten
06. „Skogarmaors“ || 04:28 Minuten
07. „Glod En Isa“ || 04:02 Minuten
08. „Blot“ || 03:46 Minuten
09. „Legion“ || 04:17 Minuten
10. „Bergische Löwen Pt.2“ || 04:05 Minuten
11. „Dies Ater“ || 03:51 Minuten
12. „Schwertmission“ || 04:15 Minuten
13. „Valkyria“ (Bonus Track) || 06:21 Minuten

Albumcover | Darkgrove Design

Line-Up

Agalaz | Vocals
Dornaz | Guitars
Askar | Guitars
Isarn | Drums
Ziu | Bass

Bandphoto – Photos Quelle: Presseinformation Sure Shot Worx

Discography

1998 Demo “The Rebirth of the Dark Empire”
1999 Demo “Christian Decay”
2000 Album “Bergsich Land”
2004 Album “Thurisaz” (Twillight Vertrieb)
2007 Album “Schlachten & Legenden” (Massacre Records)
2009 Album “Várar” (Trollzorn)
2010 Album “Tenkterra” (Trollzorn)
2012 Album “Obscurity” (Trollzorn)
2014 Album “Vintar” (Trollzorn)
2017 Album “Streitmacht”  (Trollzorn)
2021 Album “Skogarmaors” (Trollzorn)


Das war mein Interview Agalaz, Isarn, Dornaz, Ziu und Askar von “Obscurity”. Die Bergischen Löwen releasen am 27.08.2021 ihr neuntes (!!!) Album “Skogamaors”. Dankeschön, dass ihr das Interview mit den sehr symphatischen Musikern gelesen habt. Supportet die Band und hört in die bisher veröffentlichten Songs und in das neue Album rein. es lohnt sich absolut – versprochen! Das erste, was ich am Releasetag tun werde ist, dieses geile Stück Musik in voller Lautstärke zu hören!

Danke an dieser Stelle nochmal an die Band für ihre ausführlichen und symphatischen Antworten! Ich hoffe euch und eure energiegeladene, druckvolle Musik live erleben zu dürfen. Denn auch vergangene Werke wie “Streitmacht” oder “Vintar”, um “nur” die aktuellsten zu nennen – sind brachiale Dampfhammer und Nackenbrecher vor dem Herrn!

Bleibt alle gesund und munter, euer Tobi! Heavy Metal never dies!

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