Mentalist – “A Journey Into The Unknown”

Albumcover

Band: Mentalist
Album: A Journey Into The Unknown
Genre: Power/Heavy Metal
Label: Mentalist Records/ Pride & Joy Music
Release: 20.08.2021

Aus dem Saarland kommen bekanntlich ziemlich geile Bands. Da gibt es z. B. eine, die steht ziemlich auf Wölfe und Vampire, ihr wisst bestimmt wer gemeint ist. Seit 2018 gibt es direkt aus der Zentrale des Grenzbundeslandes eine neue Power Metal Kapelle mit „Mentalist“. Die Gruppe besteht aus Peter Moog (Gitarren), Thomen Stauch (Schlagzeug, ex BLIND GUARDIAN), Kai Stringer (Gitarren, ex STARCHILD) und Sänger Rob Lundgren.

2020 debütieren die Saarländer mit ihrem Album „Freedom Of Speech“, welches in der Presse ganz unterschiedlich bewertet wurde. Jedoch war man sich einig das es ein gelungenes Debüt gewesen ist. Nur ein Jahr später erscheint mit „A Journey Into The Unknown“ bereits der Nachfolger des noch jungen Debütwerkes. Ein Interview mit Kai und Peter gibt es unter diesem -> INTERVIEWLINK <-!

Auf die Frage, was die neue Scheibe von der Debütplatte “Freedom Of Spech” unterscheidet, sagten Peter und Kai:

Peter
Kai

Peter: Ein Unterschied besteht im Sound, für den diesmal Jacob Hansen verantwortlich ist. Das Album ist etwas schneller als der Vorgang, wofür hauptsächlich Thomen verantwortlich ist. Wenn wir den Song als Rohmaterial an ihn geben, kann er meistens entscheiden, ob er schnell oder Mid-Tempo darauf spielen will. Dieses Mal hat sein Fuß meistens auf dem Gaspedal gestanden. Wir mögen die Überraschung. Manchmal bekommt ein Song nochmal ein ganz anderes Feeling.


Kai: Mitunter denke ich auch, dass auf dem 2ten Album die Songs nochmal mehr auf den Punkt kommen in Bezug auf die Spielweise. Riffgitarren und Bass spielen nochmal mehr entlang zu Thomen‘s Drums. Das verstärkt den Druck natürlich und das hört man!

Oliver Palotai (Kamelot; Keyboards auf allen Songs) und Mike LePond (Symphony X, Bass auf allen Tracks) wirken zusammen mit Sänger Henning Basse (Metalium, Firewind; Backing Vocals auf den meisten  Tracks und im Duett bei “Live Forever”) als Gastmusiker mit. Den Mix und das Mastering übernahm Jacob Hansen, der auch schon mit Volbeat, Amaranthe, den Pretty Maids uva. gearbeitet hat.

Das Cover zu “A Journey Into The Unknown” kommt aus der Feder von Andreas Marschall (Blind Guardian, Running Wild) – mit dem Band-Maskottchen, dem Mentalist, auf einem Feuerstuhl dem Sonnenuntergang entgegenfahrend auf einer Reise ins Unbekannte. Das Bandmaskottchen – der „Mentalist“ – ist auch auf Konzerten zu sehen und war schon auf dem Debütalbum die Figur im Mittelpunkt.

Los geht unsere “Reise ins Ungewisse” mit dem Intro „Horizon“, dass nahtlos in den Titeltrack „A Journey Into The Unknown“ übergeht. Im Titelsong machen sich Fans und Band auf den Weg zu einem Konzert. Der Track handelt von unserer derzeitigen Situation und keiner weiß, wo für ihn die Reise hingehen wird. Cooler Opener für das neue Album, der Freude auf die weiteren Songs macht. – “How could they see anything but the shadows if they were never allowed to move their heads?” ― Plato, The Allegory of the Cave – mit diesen Worten des berühmten Philosophen beginnt das zweite Video von Mentalist zu„Modern Philosophy“. Nicht ganz so kraftvoll wie der vorhergehende Titel, aber mit starker Botschaft, die Informationen, die man bekommt, gründlich zu prüfen und zu entscheiden was echt sein kann und was nicht. Über den sechsminütigen energiegeladenen Song „Evil Eye“, der mit schneidenden Gitarren und einem Mix aus Power – Melodic Metal besteht, geht es weiter zu „An Ocean So Deep“. Zusammen mit Fans wurde dieses originelle Lyricvideo gestaltet. Absolut sehenswerter Visualizer zu einer genretypischen Ballade.

„Dentalist“ holt uns aus der balladenhaften Stimmung zurück und fordert sogleich unsere Nackenmuskulatur. Eine Mischung aus Powerballade und Power Metal ist „Soldier Without A War“. Der fast siebenminütige Song wechselt zwischen diesen Genres, wobei der druckvolle Part überwiegt. Auch bei „Torture King“ ist der Refrain ein Ohrwurm und der Song mit Sicherheit eine Bank auf Konzerten. Mit ruhiger Melodie und 90 Sekunden Intro beginnt „Battle Dressed“ und geht anschließend ins Tempo. Mit sage und schreibe 8:24 Minuten ist das inoffizielle Albumfinale „Live Forever“ der Abschluss, denn das Album verdient und der ein guter Querschnitt durch die Künste von Mentalist darstellt. Als Bonus gibt es ein Cover von „Manchild“ (Bonustrack), einem Hit aus 1989 von Neneh Cherry. Wer Covers gerne mag wird sich freuen.

Das Metal and Me Fazit

Für mich sind „Mentalist“ eine (Melodic) Powermetal Truppe mit großem Potenzial. Mir gefällt “A Journey Into The Unknown” um einiges besser als das, auch schon ordentliche, Debütalbum. Einige Songs sind sehr verspielt und sehr kreativ, was ich gut finde. Geschmacksache zwar, aber mir gefällts. Die langen Tracks gegen Ende des Albums finden besonderen Anklang in meinen Ohren.

Die Riffs hauen rein, die Drums ballern und die Vocals brauchen keinen internationalen Vergleich zu scheuen. Handwerklich sind die Jungs top. Ich hatte mir Mentalist noch einen Tick kantiger und druckvoller gewünscht, der Wunsch wurde erfüllt. Fans des Genres dürfen sich auf “A Journey Into The Unknown” freuen und holen sich das zweite Album von Mentalist in ihre Sammlung, denn die spielen soliden Metal made in Germany!

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “A Journey Into The Unknown”:

01. „Horizon“ || 01:25 Minuten
02. „A Journey Into The Unknown“ || 05:47 Minuten
03. „Modern Philosophy“ || 05:56 Minuten
04. „Evil Eye“ || 06:00 Minuten
05. „An Ocean So Deep“ || 04:34 Minuten
06. „Dentalist“ || 04:11 Minuten
07. „Soldier Without A War“ || 06:49 Minuten
08. „Torture King“ || 05:56 Minuten
09. „Battle Dressed“ || 07:00 Minuten
10. „Live Forever“ || 08:24 Minuten
11. „Manchild“ (Cover & Bonustrack) || 04:12 Minuten

Albumcover

Line-Up

Peter Moog | Gitarre
Thomen Stauch | Schlagzeug
Kai Stringer | Gitarre
Rob Lundgren | Gesang

Gastmusiker

Oliver Palotai | Keyboards auf allen Songs | Kamelot
Mike LePond | Bass auf allen Tracks | Symphony X
Henning Basse | Backing Vocals auf den meisten Tracks und im Duett bei “Live Forever” | Metalium, Firewind

Bandphoto

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