“Interview mit Erlend Hjelvik über Synkverving” (neue Single)

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HJELVIK – die Band von Erlend Hjelvik – veröffentlichten kürzlich ihre Single Synkverving. Ich habe mir den brandneuen Track angehört. Nach einem Gitarren-Intro kommen die weiteren Instrumente dazu und Erlend Hjelvik legt in seiner unvergleichlichen Art los. Blackenend Death Metal vom Feinsten und eine coole Zusammenarbeit mit Lars Are Nedland von “White Void”! Recherchiert man den Songtitel so wird Synkverving wie folgt erklärt: Synkverving (altnordisch Sjónhverfing), ist ein folkloristisches Märchen, das von Feen und Bergleuten handelt.

Das Märchen handelt davon, dass eine Person so verzaubert wird, damit sie nicht mehr zwischen hässlich und schön unterscheiden kann. Es wird quasi die Wahrnehmung verzerrt. Dies hängt mit der nordischen Fee “Huldra” zusammen die männliche Personen quasi “synkvervet” und sie so anlocken will. Zur Huldra gibt es allerdings verschiedene Aussagen.

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HJELVIK – Synkverving (ANIMATED MUSIC VIDEO)

Erlend Hjelvik – Vocals, Lyrics & Composing Rob Steinway – Guitars Remi Andre Nygaard – Rhythm Guitar Alexis Lieu – Bass Kevin Foley – Drums Guest Vocals & Organ – Lars Are Nedland (White Void, Borknagar)
Music Video by Zak Kirwin

Ich habe Erlend eine Nachricht geschickt, die verschiedene Fragen zum neuen Song beinhaltete und er hat sie mir gleich darauf sehr ausführlich beantwortet. Hier ist also das kleine spontane Interview mit Erlend Hjelvik zu seinem neuen Track “Synkverving”:

Über Synkverving sagt Erlend:

Synkverving war einer der ersten Songs, die ich für HJELVIK geschrieben habe, als ich Anfang 2019 mit dem Schreiben begann. Ich glaube, es war der dritte Song, den ich gemacht habe.  Jedenfalls habe ich mehr Musik geschrieben, als ich für „Welcome to Hel“ geplant hatte, damit es bei der Auswahl von Songs und dergleichen etwas Spielraum gab.  Also wurde der Song weggelassen, als ich mich für die finale Tracklist für Welcome to Hel entschieden habe.  Hauptsächlich, weil ich das Album kurz und auf den Punkt halten wollte. Synkverving war einer der längeren und langsameren Songs und passte daher nicht ganz ins Setting des Albums.

Über den Zeitpunkt der Veröffentlichung:

Synkverving

Da nach der Veröffentlichung von “Welcome to Hel” coronabedingt absolut nichts in Sachen Shows passierte, fühlte sich der Zeitpunkt passend an um den Song zu veröffentlichen und um die Wartezeit bis Tourbeginn zu verkürzen. Zudem war es auch schön, den Song weiter zu verbessern, auch indem wir Lars Nedland von White Void als Gast für Vocals und Orgeln gewinnen konnten.  Unser Gitarrist Remi legte ein paar neue Rhythmusgitarrenspuren drauf und lies ihn dann sogar von Endre Kirkesola remixen und reremastern.

Über das Ergebnis der Arbeit am Song:

Ich bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Die Originalversion war gut, aber sie hat mit diesen neuen Elementen mehr Energie und Leben injiziert bekommen!

Über den Text:

Was den Text angeht, bedeutet Synkverving auf Altnordisch „Vision Whirling“ und bezieht sich auf Illusionen oder Fata Morganas, mit denen unterirdische Geister ihre Opfer belegen.  Ein Beispiel ist die Hulder, die eine schöne Frau zu sein scheint. Doch wenn sie ihre Opfer näherkommen, entpuppt sie sich als mörderische Hexe.  So etwas ähnliches passiert im Liedtext. Der verlorene Wanderer in der Geschichte denkt, er nähere sich Walhalla, wird aber bitter enttäuscht. 

Ich bin mir sicher, dass jeder nachvollziehen kann, dass Pläne durcheinander geraten können, besonders in einer Zeit wie der heutigen. Also würde ich sagen, dass die Veröffentlichung dieses Songs zur rechten Zeit kommt! – Erlend

Danke Erlend, für deinen ausführlichen Kommentar zum Song „Synkverving“. Ich freue mich immer wieder über Songs von dir, da sie nicht nur musikalisch meinen Geschmack treffen, sondern die nordische Mythologie aufgreift, erzählt und somit weiterleben lässt!

Singlecover

Das war also mein kleines Spontaninterview mit Erlend Hjelvik. Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr habt nun etwas mehr über den Song erfahren, inklusive, wie er in der nordischen Mythologie einzuordnen ist. Bis zum nächsten Interview. Bleibt gesund und munter, euer Tobi! Heavy Metal never dies!

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Photo Credit: Shelby Hjelvik
Artwork: Theodor Kittelsen