Trance – “Metal Forces”

Albumcover

Band: Trance
Album: Metal Forces
Genre: Heavy Metal
Label: Metalapolis Records
Release: 06.08.2021

1974 ist wahrlich ein geiles Jahr gewesen. Deutschland wird zum zweiten Mal Weltmeister und „Tribut“ wird von Lothar Antoni (Sänger) und Markus Berger (Gitarre) gegründet! Das sind zwei absolute Höhepunkte aus einem Jahr. Es erschienen Alben von Schwergewichten wie Judas Priest, Scorpions, Nazareth und Kiss. Neulinge Fragen sich bestimmt, warum ich von Tribut schreibe, die Review aber über Trance geht. Das gründet darin, dass Tribut 1979 in Trance umbenannt wurde. Da ich vorhin schon die Scorpions erwähnte – Trance haben zusammen mit den Scorpions und Accept den Heavy Metal in Deutschland nach vorne gebracht.

Mit ihren ersten Alben „Break Out“ und „Power Infusion“, aus 1981 und 1982, schafften sie in Deutschland und den BeNeLux Ländern den Durchbruch. Es folgte eine weitere, zwischenzeitliche, Umbenennung in Trancemission durch verschiedene Management und Businessprobleme bis man 1992 wieder zu Trance zurückkehrte und das Album „Rockers“ veröffentlichte.  1998 löste sich die Gruppe wieder auf. Markus Berger besuchte in den Folgejahren einige Coverbands und dort hörte er auch Songs von Trance, die von den Zuschauern gefeiert wurden, dass Markus total überraschte. 2011 entschloss er sich mit seinen alten Bandkollegen – Jürgen Baum und Thomas Klein – der Band wieder Leben einzuhauchen, um ein paar Liveshows zu spielen. Dabei blieb es aber nicht, denn 2017 folgte das Album „The Loser Strikes Back“ – der Albumtitel war eine Anspielung auf ihren größten Hit „Loser“ Anfang der 80er Jahre.

Nachdem die Jungs die Entwicklung vieler Bands durchmachten – einige Besatzungswechsel – stand mit Nick Holleman am Mikro, Markus Becker und Joris Van Rooij  an den Gitarren, Thomas Klein am Bass und mit „Neudi“ Andreas Neuderth (Manilla Road) am Schlagzegug ein festes Line – Up. Nun erscheint ihr Album „Metal Forces“ am 06.08.2021 als CD Jewelcase, CD Digipak (inkl. Bonustrack) und Vinyl via DA in GAS, via Cargo in UK und via Bertus im Rest der Welt.

„The Fighter“ macht die klare, harte und unmissverständliche Ansage, dass Trance nach vier Jahren wieder da sind und die Hütten zum Beben bringen wollen! „The Fighter“ verursacht schonmal Ausschläge auf der Richterskala. In „Troublemaker“ kommen die hohen Töne und die typischen Screams super zur Geltung, Nicks Performance samt die der Jungs an den Instrumenten macht nach den ersten Minuten schon großen Spaß. Mit fetten Gitarrenklängen eröffnet „Death Machine“ und man könnte beim Intro schon an eine der zahlreichen Kultserien bzw. Filmen aus den 80ern denken. Der Auftakt von „Metal Forces“ ist ein absolut gelungener. „Deep Dance“ öffnet ein bisschen geheimnisvoll und hat sich bei meinen Hördurchgängen zu einem Ohrwurm entwickelt, der sich tief reingebohrt hat und ich freue mich immer, wenn der Refrain einsetzt.

Über „Believers“ geht’s zu „The Horns Of Jericho“ der mit einer Minute der zweitkürzeste Track auf dem Album ist und der den nächsten Track „As Long As I Live“ einleitet, der wiederum von „The Drums Of Waterloo“ sein Outro erhält. Beide Orte sind sehr geschichtsträchtig und laden ein nachzuforschen, was es mit den Hörnern von Jericho und den Trommeln von Waterloo auf sich hat. Das 80er Heavy Metal Werk bekommt mit dem Titelsong „Metal Forces“ einen weiteren Höhepunkt, der sich zur Hymne entwickeln könnte, dieses Potenzial hat übrigens auch „As Long As I Live“. Zum Finale vom zweiten Album nach der Reunion bekommen wir eine Power – Ballade mit „Ballad For A Group“. Der Bonus – Track „Unstoppable“ könnte auch gut in die 70er passen und wird Fans mit seinem geilen Groove sicherlich begeistern. Zu Beginn hat er was von Black Sabbath, übergehend zu Maiden und dennoch ist es „Trance“ – geiler Song und ja, ich wiederhole mich.

Das Metal and Me Fazit

Mit ihrem zweiten Album nach der „Wiederauferstehung“ liefern Trance ein weiteres, bandtypisches Werk ab, dass ihren Klassikern in nichts nachsteht. Der Groove nimmt nicht nur den „alten“ Fan mit und begeistert ihn, nein, auch Metalheads jüngerer Generationen werden Spaß haben an „Metal Forces“. Ich habe mit Sicherheit schon den vierten oder fünften Durchgang – nur heute! Ihr seid auf der Suche nach klassischem Heavy Metal aus den 80ern mit modernem Einschlag? Dann seid ihr hier goldrichtig.

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

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Tracks “Metal Forces”:

01. The Fighter || 03:24 Minuten
02. Troublemaker || 04:04 Minuten
03. Death Machine ||0 5:09 Minuten
04. Deep Dance ||  05:44 Minuten
05. Believers || 05:54 Minuten
06. The Horns Of Jericho || 01:00 Minuten
07. As Long As I Live || 04:39 Minuten
08. The Drums Of Waterloo || 00:40 Minuten
09. Metal Forces || 04:32 Minuten
10. Ballad For A Group || 06:06 Minuten
11. Unstoppable (bonus track) || 04:41 Minuten

Albumcover
Pressephoto

LINE-UP

Nick Holleman | Gesang
Markus Berger | Gitarre
Joris Van Rooij | Gitarre
Thomas Klein | Bass
Andreas ‘Neudi’ Neuderth | Schlagzeug

Discography:

Metal Forces (2021)
The Loser Strikes Back (2017)
Die Hard (1996)
Shock Power (1994)
Boulevard Of Broken Dreams (1993)
Rockers (1992)
Back In Trance (1989, als TRANCEMISSION)
Victory (1985)
Power Infusion (1982)
Break Out (1981)