“Funeral Pile im Interview”

Funeral Pile beschreiben sich auf ihrer Homepage so:

Born from the ashes of a dead band: German based „Funeral Pile“ was originally founded in 2008, but the band was put on hold two years later after some band members left their hometown for their studies. After almost ten years, Annike, Ralf and Matthias crossed paths again. They still shared the love to metal music and there was this powerful, constructive atmosphere again as soon as they jammed together. Finally Martin (The Course is Black, Ex-Pikes Edge, Waldgeflüster Live musician) joined the band. He was the missing piece of the puzzle to breathe life into their new sound. A sound which is not restricted to one genre. The wide variety of musical influences on the different band members made them create their own sort of metal music. Currently they are working on their first album which will be allocated somewhere between Death, Black, Doom and Stoner Metal.

Die Band veröfffentlicht am 30.07.2021 ihr Album “Evoked In Flames” und ich habe heute Annike, Martin, Ralf und Matthias im Imterview zum Album und freue mich, euch eine weitere Band mit (Achtung Spoiler) abwechslungsreicher und richtiger guter Musik auf dem kommenden Album präsentieren zu dürfen!

Tobi – Metal and Me

Annike, Martin, Ralf und Matthias – Funeral Pile


Hallo Annike, Martin, Ralf und Matthias von Funeral Pile. Mein Name ist Tobi. Danke, dass ihr euch die Zeit für ein paar Fragen von mir nehmt. Ich betreibe eine Facebookseite und einen Webblog. Auf diesen Seiten poste ich Reviews aktueller Alben, Interviews, Bandvorstellungen und Berichte über Konzerte, welche ich mit dem Rollstuhl besuche. Zum einen um anderen Rollifahrern zu berichten wie der Veranstaltungsort in puncto Barrierefreiheit ausgestattet sind und zum anderen wie man am besten vorgeht, um Tickets zu bekommen, denn meist geht das bei herkömmlichen Ticketportalen nicht.

In Zukunft werden wohl auch die Hygienemaßnahmen vor Ort dazukommen, da ich als Hochrisikopatient auch sehr darauf achten muss. Natürlich berichte ich auch über den Auftritt der Bands. Heute habe ich ein paar Fragen an euch u. a. zu eurem Album „Evoked In Flames“.


Meine erste Frage an jeden Interviewpartner lautet immer: Wie geht es dir und deinen Bandkollegen momentan? 

Annike: Hallo Tobi. Danke der Nachfrage. Ich denke, ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage, dass es uns ganz fantastisch geht. Wir sind voller Vorfreude, weil das Veröffentlichungsdatum unseres Albums immer näher rückt.

Magst du dich und „Funeral Pile“ kurz meinen Lesern vorstellen?😊

Matthias: Meine Name ist Matthias. Ich bin die Stimme bei Funeral Pile. Dann ist da noch Annike, die Rhythmusgitarristin. Sie ist zuständig für die harten Riffs, wenn’s richtig krachen soll, aber auch für die melancholischen Parts. Von Ralf, unserem Lead Gitarristen, kommen die Melodien und Grooves. Er kann neue Riffs und Texte doppelt so schnell schreiben, wie jeder andere in der Band. Der Vierte im Bunde ist Martin. Er ist unser Bassist, arrangiert die Songs und erstellt die Drum Tracks. Überhaupt kümmert er sich um alles bei den Aufnahmen.

Wie würdest du eure Musik und das, wofür sie steht, beschreiben? Besonders im Hinblick auf das kommende Album „Evoked In Flames“.

Matthias: Ich glaube nicht, dass es einfach ist, unsere Musik zu beschreiben. Nicht, weil sie so unglaublich komplex ist, sondern weil die Songs sehr unterschiedlich sind und dennoch innerhalb des Albums funktionieren. Als wir wieder anfingen Musik zu machen, haben wir nie diskutiert, in welche Richtung die Musik gehen sollte. Es war eher ein organischer, dynamischer Prozess, wie sich die Songs und der Sound entwickelten. Jeder von uns hat das eingebracht, was er am Metal am meisten liebt, und Funeral Pile ist die Summe davon. 

Annike: Gerade diese angesprochene Diversität auf dem Album macht “Evoked in Flames” so spannend. Mein Eindruck ist, dass die Veröffentlichungen im Metal  in den letzten Jahren immer geradliniger und monotoner geworden sind und vielfach nur ein ganz bestimmtes Genre bedienen. Das finde ich langweilig. Ein Album höre ich mir doch genau dann gerne von vorne bis hinten an, wenn es mich auf eine Reise mitnimmt, wenn Emotionen variieren und ich darin eintauchen kann. Nicht, wenn es zehnmal den gleichen Song aneinanderreiht. Aber das ist wohl so ein Zeitgeist-Ding… 

Wie habt ihr eure letzten Jahre verbracht, vor der Reunion von Funeral Pile? Habt ihr weiter Musik gemacht oder voll auf das Studium bzw. den Job gesetzt?

Matthias: Nach der Auflösung von Funeral Pile war ich nur noch sehr selten musikalisch aktiv. Umso glücklicher bin ich heute, wieder fester Bestandteil einer Band zu sein. Ansonsten habe ich in den letzten Jahren wirklich viel gearbeitet, geheiratet und vor fast 2 Jahren kam meine Tochter und vor 2 Monaten mein Sohn auf die Welt. Die, neben der Musik, mein voller Lebensinhalt sind. 

Ralf: Tatsächlich sind einzelne Riffs, die auf dem Album zu hören sind, schon länger vor der Reunion entstanden. Die Gitarre wurde zwar regelmäßig zur Hand genommen, aber Songs wurden dann erst wieder geschrieben, als klar war, dass es endlich wieder los geht.  Als die Band dann wieder zueinander gefunden hat, waren wir alle berufstätig und hatten schon Familie. Es war also eigentlich ein ungewöhnlicher Moment, um eine Band (wieder) ins Leben zu rufen.

Martin: Ich war ja nicht teil der Ur-Besetzung und bin erst zur Reunion zur Band gestoßen. Ich bin quasi schon mein ganzes Leben musikalisch aktiv. Neben Funeral Pile bin ich auch Mitglied bei der Melodic Death Band “The Course is Black”, die es schon seit 2008 gibt. Davor hatte ich auch schon andere Bands. Generell bin ich immer offen für musikalische Abenteuer. So war ich vor der Pandemie der Live Bassist von Waldgeflüster, während ihr Stammbassist ein Sabbatical eingelegt hatte. Das war eine geile Zeit und ich durfte viele geile Shows mit ihnen spielen. Oder ich war auch Mitglied von Pikes Edge und hab am Songwriting und den Studio-Aufnahmen von deren zweiten Album “All of our beauty” mitgearbeitet. Eine Zeit in der ich viele Kontakte knüpfen konnte und die ich nicht missen möchte.

Annike: Ich habe mich, nachdem wir Funeral Pile damals auf Eis gelegt hatten, quasi komplett zwischen Familie und Studium aufgeteilt. Tagsüber wollte ich, neben Präsenzunterricht, Praktika usw. so viel wie möglich für meine Tochter da sein, Nachts habe ich mich dann in meine Bücher vertieft. Da blieb nur wenig Zeit für das aktive Musikmachen, auch wenn ich es nie ganz aus den Augen verloren habe. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, dass mir diese intensive Ausdrucksmöglichkeit in all den Jahren gefehlt hat. Ich empfinde es als wahnsinniges Glück, dass wir wieder zusammengefunden haben.

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Funeral Pile – Nameless City

Was dürfen die Metalheads vom kommenden Album erwarten? 

Ralf: Eine gute Zeit beim Anhören und viel Abwechslung. Jeder Song steht für sich und unterscheidet sich von den anderen Songs auf dem Album, trotzdem hat jeder den typischen Funeral Pile Sound.

Hattet ihr mit Covid Einschränkungen zu kämpfen bei der Produktion?

Martin: Das gesamte Songwriting und die Produktion sind sehr stark durch die Einschränkungen der Pandemie geprägt. Nachdem wir Anfang 2020 mit dem Songwriting gestartet hatten, entstanden die ersten Songs noch auf “herkömmliche” Weise. Vom Lockdown wollten wir uns aber nicht an der Arbeit hindern lassen. Aus der Not heraus haben haben wir zu einem sehr produktiven Modus gefunden. Jeder nahm seine Song- und Riffideen selbst zuhause auf und wir tauschten uns solange über eine Cloud aus, bis jeder von uns mit dem Ergebnis zufrieden war.

So entstand, egal von wem die ursprüngliche Songidee stammte, am Ende immer der unverkennbare Funeral Pile-Sound.Auch die weitere Produktion lief komplett über die Cloud und kontaktfrei. Den Mix übernahm Thomas Birkmeier von Waldgeflüster, das Mastern wurde von Lukas Danninger von Metopia gemacht, ohne dass wir deren Studios jemals betreten hätten. Vielleicht hat es das Ergebnis sogar noch besser gemacht, weil wir beim Mischvorgang nicht direkt reinquatschen konnten und die Probe-Mixes in Ruhe zuhause über unsere eigenen HiFi-Anlagen anhören konnten.

Nachdem wir das Album auf diese Weise relativ zügig fertigstellen konnten, hatten wir die Veröffentlichung eigentlich für Anfang 2021 geplant, aber Covid hat uns noch einen weiteren Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin selbst schwer an Covid erkrankt, so richtig mit Lungenversagen und stationärem Aufenthalt im Krankenhaus. Der Genesungsprozess hat sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als wir uns das anfangs vorstellen konnten, so dass die Bandaktivitäten einige Zeit auf Eis lagen. Mittlerweile geht es mir aber wieder deutlich besser, so dass wir die Arbeit wieder aufgenommen haben. Album Nummer zwei nimmt bereits Formen an.

Die Texte sind, meiner Meinung nach, absolut gelungen und wären ebenso gute Vorlagen für Kurzgeschichten aus dem Horror/SciFi Genre. Von was wurdet ihr inspiriert?

Ralf: Damit liegst du goldrichtig, bei mehreren Texten wurden wir tatsächlich von Koryphäen der Sci-Fi und Horror Literatur inspiriert. Der Songtext zu „Nameless City“ handelt natürlich von H.P. Lovecrafts gleichnamiger Kurzgeschichte und für den Text von „Dead End Red Sand“ haben Andy Weirs „Der Marsianer“ und verschiedene Kurzgeschichten von Ray Bradbury als Muse gedient. „King Cockroach VS. The Lizard Queen“ könnte man als Hommage an “Of Ants and Dinosaurs” von Cixin Liu betrachten. Und auch wenn es ein anderes Genre ist, aber der Song „Klondike – The White Silence“ ist quasi ein Loblied an die Nordland-Stories von Jack London.

Im ersten Track, mit Vocals, geht’s um Hexenverbrennung. Jetzt muss ich fragen: Wie fandet ihr die Fear Street Trilogy? 😊

Matthias: Ich musste ehrlich gesagt erst einmal Googeln, was die Fear Street Trilogie ist. Ich muss sagen, dass sie komplett an mir vorbeigegangen ist. Aber danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Ich hoffe, ich finde in naher Zukunft Zeit, sie mir anzusehen. 

Meine derzeitigen Favoriten sind „King Cockroach VS. The Lizard Queen“ und „Like The Oceans Tide“. Darüber würde ich gern mehr wissen und natürlich welche Songs du gerne spielst.

Martin: Ich finde jeden einzelnen Song des Albums echt stark und möchte eigentlich keinen besonders hervorheben. Ich hör mir auch das gesamte Album gerne an, was beim eigenen Werk keine Selbstverständlichkeit ist, weil man die Songs während der Produktion schon tausende Male hört. Es gibt aber als Musiker immer wieder einzelne Songparts, die beim Spielen ganz besonders sind. Z.B. bei der “You thought you we’re tough and bold”-Stelle von “Klondike” könnte ich explodieren vor Energie. Oder die Bridge nach dem zweiten Refrain von “Like The Ocean’s Tide”. Während des Refrains spiele und growle ich noch mit voller Kraft und dann kommt diese Bridge, die einen förmlich wegspült. Das fühlt sich an als würde man fliegen. Dass ich dabei spiele, merke ich manchmal gar nicht mehr.

Wie kamst du zur Heavy Metal Musik?

Ralf: Bei mir kam das durch ein Skatevideo. Auf einem der Parts lief ein Song von Iron Maiden, da war ich sofort angefixt. Maiden ist heute noch eine meiner Lieblingsbands.

Martin: Als ich an die Realschule wechselte, damals noch ab der 7. Klasse. Ich kam dort mit anderen Kids in eine Klasse, die schon Metal hörten. Los gings mit dem Black Album von Metallica, das damals gerade neu erschienen war. Sehr schnell hatte ich aber noch weitere, härtere Bands der damaligen Zeit für mich entdeckt, wie Sepultura, Carcass oder Bolt Thrower.

Bandphoto

Annike: Ich glaube, mir wurde das in die Wiege gelegt. Bei uns zu Hause liefen zum Beispiel ständig die Scorpions. Ich bin schon im Kindergartenalter am Liebsten zur “World Wide Live” mit Luftgitarre (in meiner Vorstellung natürlich die Explorer von Matthias Jabs!) durchs Wohnzimmer gewirbelt und habe versucht, die englischen Texte mitzusingen. Dabei kam logischerweise nur Kauderwelsch raus, aber ich hatte definitiv meinen Spaß! Irgendwann kam mein Vater dann mal mit Black Sabbath ums Eck, da war es dann endgültig um mich geschehen. Die düstere Atmosphäre der Musik hat mich total angezogen, von da an wollte ich unbedingt mehr aus der Richtung hören. Das war für mich quasi der Türöffner hinein in die Welt des Death und Black Metal.

Welche Formate werdet ihr bedienen? 

Matthias: Derzeit leider nur in digitaler Form über Streaming-Dienste wie Spotify, Amazon, YouTube, Apple Music… Da ich selbst ein großer Vinyl-Fan bin, wäre es ein Traum von mir, unser Album auch als Schallplatte in den Händen zu halten. Ich hoffe, dass unser Album gut ankommt und vielleicht ein Label bereit ist, mit uns an unserem zweiten Album zu arbeiten. So dass dieses auch in physischer Form veröffentlicht werden kann.

Wann können wir mit der nächsten Singleauskopplung rechnen?

Annike: Wir planen noch Lyricvideos zu dem ein oder anderen Song. Neue Singles als Vorgeschmack auf das nächste Album wird es jedoch erst wieder 2022 geben.

Wenn man als Musiker über Livemusik, wann und wie sie wieder stattfinden kann, nachdenkt, macht man sich auch Gedanken darüber, wie das mit der Hygiene und der eigenen Sicherheit bestellt ist?

Martin: Auch wenn ich selbst schwer erkrankt war, so bin ich doch der Meinung, dass das Leben irgendwann weitergehen muss. Von daher kann ich nur an alle appellieren, sich und andere zu schützen und sich impfen zu lassen, um diese Pandemie unter Kontrolle zu bringen und Livemusik wieder möglich zu machen.

Annike: Der Kulturbereich hat lange unter den Einschränkungen und vor allem auch einer Ungleichbehandlung im Veranstaltungssektor leiden müssen. Wie kann es sein, dass sich in den Fußballstadien die Maskenverweigerer tümmeln, während ausgeklügelte Sicherheitskonzepte wie z.B. das vom Party.San von den Behörden abgelehnt werden? Glücklicherweise gab es in München und sicherlich auch andernorts in den vergangenen Monaten immer wieder auch gelungene Beispiele, wie Kultur in diesen Zeiten sehr wohl sicher und verantwortungsvoll funktionieren kann, wie z.B. die “Abstandskonzert”-Reihe von MRW Concerts.

Wie war/ist die Stimmung untereinander während der Arbeit am Album gewesen? Gibt’s eine lustige Anekdote, die ich weitergeben darf?

Matthias: Ich denke, die Stimmung war ziemlich gut, weil wir alle hoch motiviert waren, das Album auf den Weg zu bringen. Allerdings haben wir wegen Corona eine Zeit lang nur auf digitalem Weg miteinander kommuniziert, da ist es schon das eine oder andere Mal passiert, dass etwas missverstanden wurde. Aber nichts Schlimmes, was nicht bei einem Bier und einem Skype-Anruf geklärt werden konnte. Generell waren die wenigen Treffen die wir hatten immer lustig und produktiv.

Martin: Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich “King Cockroach VS. The Lizard Queen” höre. Ralf kam mit dem Grundriffs für den kompletten Song an und sagte er möchte einen Stoner Rock Song auf 80bpm machen. Matthias war zuerst nicht begeistert, aber ich sagte “Lass mich mal machen. Mir gefällt das Riff, aber ich höre darin einen doomigen Death Metal Song auf 160bpm.” Was er dann schließlich auch wurde, nachdem Annike und ich unsere Ideen für Schlagzeug und Rhythmusgitarre eingearbeitet hatten. Auch die Gesangsaufnahmen haben sehr viel Spaß gemacht.

Ralf hatte bei der Grundidee des Songs eigentlich schon einen anderen Text vorliegen. Als sich der Song am Ende komplett anders anhörte als ursprünglich geplant, hat Ralf kurzer Hand einen neuen Text aus dem Hut gezaubert. Wir hatten riesigen Spaß als wir uns überlegten, dass Matthias quasi den Part des Geschichtenerzählers übernimmt und Annike und ich die Gesangsparts als Lizard Queen bzw. King Cockroach machen.

Albumcover

Welches Album hat dich am Anfang deiner Karriere am meisten beeinflusst?

Matthias: Ganz klar Dark Tranquillity – Damage Done. Das erste Album, das ich mir von DT gekauft und angehört habe. Und auch heute noch eines meiner absoluten Lieblingsalben. Mikael Stanne ist ein fantastischer Sänger und ein großes Vorbild für mich.

Martin: Ich würde sagen Fear Factory – Soul of a New Machine. Ich habe das Album sehr viel gehört, als ich meine erste Band startete. Die Band hat sich auch sehr stark nach alten Fear Factory angehört.

Hörst du auch andere Genres oder beschränkst du dich nur auf Heavy Metal? 

Matthias: Mein Hauptaugenmerk liegt definitiv auf Black und Death Metal, aber ich bin musikalisch sehr offen. In meinem Plattenschrank ist fast jedes Genre zu finden. Mein meistgehörtes Genre sind aber gerade die Kinderlieder meiner kleinen Tochter, zu denen jeden Abend getanzt werden muss 😉 

Ralf: Ich höre neben Metal wahnsinnig gerne Post-Rock und Filmmusik (Alexandre Desplat, John Williams, Ennio Morricone, John Barry…), besonders in Momenten, in denen ich zur Ruhe kommen möchte.

Martin: Ich bin eigentlich nicht nur auf Metal festgelegt, aber weil die Zeit meistens knapp ist, komme ich selten dazu Musik aus anderen Genres zu hören. Ab und zu darf es klassische Musik sein. Kraftwerk finde ich noch gut. Es wird nie langweilig die alten Platten wie Computerwelt oder Trans Europa Express anzuhören.

Annike: Generell finde ich Musik immer dann beeindruckend, wenn sie ein hohes Energielevel mit sich bringt und die Musiker oder Zuhörer total in dem, was sie da gerade machen oder hören, aufgehen. Das beschränkt sich nicht nur auf Metal, und gerade was Livemusik angeht, habe ich da auch sehr gute Erinnerungen an Konzerte aus anderen Genres. Aber am Ende des Tages fühle ich mich doch im Death und Black Metal ganz einfach heimisch.

Mal ein wenig weg von der Musik. Wie schaut’s aus mit Hobbys?

Bandphoto

Matthias:  Mein größtes und wichtigstes Hobby ist die Musik, das neben Familie und Beruf fast meine ganze Zeit in Anspruch nimmt. Ich liebe es, neue Künstler und Musik zu finden, mich durch hunderte von Platten zu wälzen und nebenbei vielleicht noch den einen oder anderen Gin oder Whisky zu verkosten. 

Ralf: Lesen ist mein wohl größtes Hobby, das mich auch musikalisch stark beeinflusst. Wenn ich ein gutes Buch lese, würde ich am liebsten gleich einen Song dazu schreiben. Außerdem mit Kind und Kegel in die Berge gehen.

Martin: Neben Familie und Beruf lebe ich eigentlich nur für die Musik. Früher bin ich Motorrad gefahren, aber nach der Geburt meines zweiten Kindes habe ich es verkauft. Zum einen weil keine Zeit mehr war, zum anderen weil man als Familienvater auf einmal ein anderes Risikobewusstsein entwickelt, und meine Ninja war schon verdammt schnell 😉

Annike: Mir geht es ähnlich. Zuerst kommt die Familie, dann der Beruf und jede weitere freie Minute geht in die Musik. Das Motorradfahren muss auch bei mir zur Zeit pausieren.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich…

Matthias: mir wünschen von der Musik leben zu können…

Martin: …gerne finanziell unabhängig sein, so dass ich mehr Zeit für Reisen und Musik habe.

Ralf: Es gibt aktuell nichts, das ich gerne ändern würde.

Zum Schluss ein paar Sätze von dir an die Hörerschaft da draußen!

Ralf: Ein riesen Dankeschön an alle, die unsere Musik hören, mögen und teilen. Es ist jedes Mal super, wenn man merkt, dass jemandem die eigene Musik gefällt.

Danke euch für das Interview bzw. die Beantwortung meiner Fragen. Ich wünsche dir vor allem, dass ihr und eure Lieben gesund bleibt und fetten Erfolg für euer Album „Evoked In Flames“!


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Tracks “Evoked in Flames”:

01. „Evoked In Flames“ || 01:20 Minuten
02. „Funeral Pile“ || 06:22 Minuten
03. „Food For The Flies“ || 05:34 Minuten
04. „Dead End Red Sand“ || 06:21 Minuten
05. „King Cockroach VS. The Lizard Queen“ || 04:27 Minuten
06. „Nameless City“ || 04:10 Minuten
07. „Dead Horse Trail“ || 02:36 Minuten
08. „Klondike (The White Silence)“ || 08:53 Minuten
09 „Like The Oceans Tide“ || 07:39 Minuten

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Trailer Funeral Pile

LINE-UP
Annike | Guitar
Martin | Bass, Drums, Recording
Ralf | Guitar, Lyrics
Matthias | Vocals, Lyrics

Bandphoto

Photos by „Sven Burmester“  und „Alice Petzinger“


Das war mein Interview mit Funeral Pile, bei denen ich mich nochmal herzlich bedanken möchte für ihre Kontaktaufnahme. Dadurch habe ich sehr geile Lieder hören dürfen, über die ich euch am 29.07.2021 berichten werde. Am 30.07.2021 ist das Album dann auf den Plattformen verfügbar, die Matthias im Gespräch genannt hat. Ausserdem sage ich auch für die ausführlichen Antworten Danke!

Ich hoffe, das Interview hat euch auch gefallen und ihr supportet die Band, denn der Underground braucht jeden von uns! Bleibt gesund und munter, euer Tobi! Heavy Metal never dies!

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