“Damnation Defaced im Interview”

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Die Norddeutschen SciFi-Deather von Damnation Defaced veröffentlichen mit “The Black Ark” die erste Single ihres neuen Albums “They brought Death to the Darkness” zum 15 jährigen Bandjubiläum. Erneut besticht der Sound der Band durch den Einsatz von viel futuristisch anmutender Atmosphäre, Synthesizern sowie schweren Death Metal Riffs, catchigen Melodien und tiefen Growls. Im besonders ansehnlichen Musikvideo spielt der befreundete Schauspieler Dirk Böther das Crew-Mitglied Frederic Gordan, welcher weit vor Ankunft der Kolonisationsmission zum Planeten Niom aus dem Kryoschlaf erwacht. 

“They brought Death to the Darkness” ist das fünfte Album der 2006 gegründeten Celler Band, versteht sich aber mehr als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft von Damnation Defaced und beinhaltet nebst vier brandneuen Songs, zwei neu interpretierte Werke aus den Anfängen der Bandgeschichte sowie weiteren musikalischen Überraschungen. Erscheinen wird das Album Ende 2021 auf dem eigenen Label “Slaughter Race Records”. 
Presseinfo Oktober Promotion

Heute darf ich euch mein Interview mit Lucas (Drums) und Philipp (Vocals) von Damnation Defaced präsentieren!

Tobi – Metal and Me

Lucas und Philipp – Damnation Defaced


Hallo Lucas und Philipp von Damnation Defaced. Mein Name ist Tobi. Danke, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen von mir nimmst. Ich betreibe eine Facebookseite und einen Webblog. Auf diesen Seiten poste ich Reviews aktueller Alben, Interviews, Bandvorstellungen und Berichte über Konzerte, welche ich mit dem Rollstuhl besuche. Zum einen um anderen Rollifahrern zu berichten wie der Veranstaltungsort in puncto Barrierefreiheit ausgestattet sind und zum anderen wie man am besten vorgeht, um Tickets zu bekommen, denn meist geht das bei herkömmlichen Ticketportalen nicht.

In Zukunft werden wohl auch die Hygienemaßnahmen vor Ort dazukommen, da ich als Hochrisikopatient auch sehr darauf achten muss. Natürlich berichte ich auch über den Auftritt der Bands. Heute habe ich ein paar Fragen an dich u. a. zu eurem Album „They Brought Death To The Darkness“.


Meine erste Frage an jeden Interviewpartner lautet immer: Wie geht es dir und deinen Bandkollegen momentan?

Philipp: Uns geht es soweit gut, der ein oder andere ist schon durchgeimpft und auch so sind wir glücklich, dass wir nicht auf die letzten Meter noch mit einer Infektion zu kämpfen hatten. Aber unser Schmitti hat es dennoch geschafft sich temporär bei einem Fahrradsturz außer Gefecht zu setzen, aber es geht ihm wieder gut und den Bass kann er ebenfalls schon wieder greifen.

Magst du dich und „Damnation Defaced“ kurz meinen Lesern vorstellen? Manche werden sich fragen, was denn SciFi Metal ist.😊

Philipp: Wir sind Damnation Defaced mit Ursprung in Celle und unter SciFi (Death) Metal verstehen wir sowohl die lyrische als auch akustische Komponente mit dem Einsatz von elektronischen und sphärischen Soundeffekten den Hörer in eine futuristische Welt zu entführen. 

Wie würdest du eure Musik und das, wofür sie steht, beschreiben? Besonders im Hinblick auf das kommende Album „They Brought Death To The Darkness“.

Lucas: Ich sage immer, dass es sehr moderner Death Metal ist, was es auch ist. Ich denke mittlerweile spiegelt sie auch klanglich unsere Idee von SciFi Death wider. Ich würde behaupten, dass wir unseren Sound noch ein ganzes Stück weiter entwickelt haben. Sowohl das Songwriting als auch das klangliche Gewand.

Cover “The Black Ark” Single

Eure Single „The Black Ark“ und das zugehörige Video ist schonmal ne amtliche Ansage. Auch konntet ihr auf „richtige“ Schauspieler zählen. Wie war die Arbeit am Video für euch, wenn du ein Resümee ziehst.

Philipp: Das Video zu “The Black Ark” war in der Tat das bislang Aufwendigste was wir produziert haben, vor allem was die Planung und Organisation vorab betrifft. Zudem hat uns auch hier in der Umsetzung natürlich das Thema Corona und Hygiene-Konzepte vor neue Herausforderungen gestellt. Und ohne die intensiven Bemühungen von Tobias Trettin, der für die Video-Produktion verantwortlich war sowie den ein oder anderen Helfer wäre auch nicht so ein tolles Resultat dabei rausgekommen. Und ja es war auch das erste Mal, dass wir mit einem professionellen Schauspieler gearbeitet und die Story im Video in den Vordergrund gestellt haben. Dirk Böther ist ein Freund von uns aus der Heimat, der am Celler Schlosstheater zum festen Ensemble gehört und auch Damnation Defaced schon seit einigen Jahren verfolgt. 

Lucas: Für mich war das der erste richtig entspannte Videodreh 😀 Ich kümmere mich bei uns zusammen mit Hannes um die Technik. Bisher war es immer so, dass ich mich neben der Performance für das jeweilige Video noch sehr viel um die Technik kümmern musste. Dieses Mal haben sich andere darum gekümmert und ich konnte das erste Mal einfach nur Musiker sein :D.

Wacken.TV präsentierte das Video. Wird es weitere Projekte mit Wacken geben? Ich erinnere mich z.B. an Specials mit Hämatom oder Beyond the Black.

Philipp: Die Premiere über Wacken.TV ist natürlich eine große Ehre und der erneute Beweis, dass das Festival und vor allem die Wackenfoundation auch kleineren Bands die Möglichkeit gibt sich zu präsentieren. Nachdem wir 2019 auf dem Wacken gespielt haben, waren wir auch 2020 Teil des Wacken World Wide Streaming-Events. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

Hattet ihr mit Covid Einschränkungen zu kämpfen bei der Produktion?

Lucas: Im Prinzip nicht. Corona hat uns im Prinzip auch erst richtig dazu bewegt die Produktion anzugehen, wenn man eh schon nicht live spielt. Da wir, insbesondere Hannes, alles selber produzieren, war das kein Riesenproblem. Das ließ sich mit Schnelltests etc. ganz gut umsetzen.

Wie kamst du zur Heavy Metal Musik?

Philipp: Ich hab mit 11 bei meinen Großeltern auf MTV oder Viva das Video zu Metallica – Memory remains gesehen und dann war’s im Prinzip geschehen…dann kamen Slipknot, Korn und Limp Bizkit und zu den härteren Sachen hat mich dann tatsächlich unser Drummer Lucas gebracht, also wir ungefähr 15 waren und angesoffen durchs Kinderzimmer gebangt haben.

Wird das Album eventuell ein Konzeptwerk? / Was können wir vom neuen Album erwarten? 😊

Philipp: Wie oben bereits gesagt handelt es sich bei dem neuen Release nicht um ein klassisches Studio-Album wie die beiden Vorgänger, sondern vielmehr eine Symbiose aus 15 Jahren Damnation Defaced, wo wir uns 2021 sehen und wo wir als Band uns hin entwickeln wollen. 

Habt ihr schon Details zu den Songs im Hinblick auf die Anzahl?

Philipp: Insgesamt werden 9 Songs auf dem Album sein, vielleicht kommt aber auch noch bisschen weiterer Bonus-Kram dazu.

Wer wird denn für das Cover zuständig sein? Gibt es schon ein Entwurf dazu?

Albumcover vom (noch) aktuellen Album!

Philipp: Für das Cover ist diesmal unser guter Freund Bram Bruyneel aus Belgien verantwortlich, der ein fantastischer klassischer Künstler mit Papier und Stift ist und bereits bei “The Devourer” im Booklet einige grafische Elemente beigesteuert hat. Ich denke ich trete ihm nicht zu nahe, wenn ich behaupte, dass Bram Fan der Band ist und es damit auch eine sehr emotionale Angelegenheit für beide Seiten, das seine Kunst dieses Jubiläumswerk schmücken wird. Leider kann ich Euch zu diesem Zeitpunkt noch nichts zeigen, aber seid gespannt. 

Welche Formate werden ihr bedienen? Wird es bunte bzw. Picture Vinyls geben?

Philipp: Wir planen eine Vinyl zu machen, aber auf Grund der aktuellen Produktionsengpässe und Vinyl-Rohstoffmangel, können wir leider noch nicht sagen wie sie aussehen wird und wann sie kommt. 

Wann können wir mit der nächsten Singleauskopplung rechnen?

Philipp: Mit der nächsten Single könnt Ihr im August rechnen, die ein sehr schöner Hassbatzen ist und auch wieder eine Passage auf Deutsch beinhalten wird. Meiner persönlichen Meinung nach einer der stärksten DD Tracks aller Zeiten.

Wenn man als Musiker über Livemusik, wann und wie sie wieder stattfinden kann nachdenkt, macht man sich auch Gedanken darüber, wie das mit der Hygiene und der eigenen Sicherheit bestellt ist?

Philipp: Absolut, das ist leider von nun an auf unbegrenzte Zeit ein omnipräsentes Thema und Veranstalter müssen die Gesundheit der Besucher gewährleisten bzw. versuchen das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Dennoch sehne ich mich sehr nach einer Zeit in der man wieder verschwitzt eng gedrängt in einem Club eine Show ohne Bedenken genießen kann. 

Wie war/ist die Stimmung untereinander während der Arbeit am Album gewesen? Gibt’s eine lustige Anekdote, die ich weitergeben darf?

Lucas: Ganz besonders hervorzuheben ist, dass ich mich vor den Schlagzeugaufnahmen weder verletzt habe noch krank geworden bin 😜 Bei den letzten Alben war ich immer ernsthaft lädiert. In der Nacht vor den Schlagzeugaufnahmen zu The Devourer habe ich aus Versehen (wirklich!) eine Fensterscheibe in der Tür einer Celler Kneipe eingeschlagen und habe den Jungs dann nachts ein Foto von mir und meiner zerschnittenen Hand aus dem Krankenwagen geschickt. Und so war es eigentlich immer. Außer dieses Mal 😄 Da war alles normal und wir haben uns gefragt, ob das dann überhaupt eine vernünftige Aufnahme werden kann.

Welches Album hat dich am Anfang deiner Karriere am meisten beeinflusst?

Philipp: Mich persönlich waren das u.a. die ersten drei Arch Enemy Alben mit Johan Liiva am Gesang, aber auch das “Death Race King” Album von The Crown. Beide Sänger haben mich immer sehr emotional abgeholt und mich aber auch darin bestärkt nicht krampfhaft zu versuchen stimmlich einem Ideal zu folgen, sondern seinen eigenen Stil und Stimmfarbe zu entwickeln.

Hörst du auch andere Genres oder beschränkst du dich nur auf Heavy Metal?

Philipp: Ich höre mittlerweile wieder sehr viel elektronische Musik, vor allem was düster und aggressiv ist aus dem Bereich Techno und Electronica, aber auch viel Filmmusik und Synthwave. Letztendlich alles Elemente, die zu einem gewissen Grad auch Einfluss auf Damnation Defaced nehmen. 

Mal ein wenig weg von der Musik. Wie schaut’s aus mit Hobbys?

Philipp: Lutz, Schmitti, unser alter Gitarrist Lutz N. und ich sind seit unserer Kindheit große BVB Fans, leider fehlt, auch aufgrund des Musik machens, die Zeit und Möglichkeit häufig ins Stadion zu gehen. Darüber hinaus bin ich ein großer Flipper-Nerd, was einen großen Teil meiner Freizeit einnimmt und auch meinem Portemonnaie empfindlich weh tut. 😀 

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich…

Philipp: Gerne unsere Live-Pläne, die wir vor Corona mit unserem Konzept in mehr Planetarien zu spielen hatten, endlich umsetzen zu können und wieder zu mehr Normalität zu finden. 

Danke euch für das Interview bzw. die Beantwortung meiner Fragen. Ich wünsche dir vor allem, dass ihr und eure Lieben gesund bleibt und fetten Erfolg für euer Album „They Brought Death To The Darkness“!


Line-Up:
Philipp Bischoff | Vocals
Lutz Gudehus | Guitar
Hannes Huke – Guitar & Producer

Lucas Katzmann | Drums
Kim-Patrick Friedrichs | Bass

Mathias Opitz | Synthesizer & Programming

Bandphoto by Tobias Trettin


Diskographie:
2009: Resurrection Stillborn – The Blackest Halo (EP)
2010: Beyond the Pale (Album)
2012: Slaughter Race (EP)
2015: The Infernal Tremor (Album)
2017: Invader From Beyond (Album)
2019: The Devourer (Album)

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Damnation Defaced – The Black Ark

Das war mein Interview mit Lucas und Philipp von Damnation Defaced. Ich freue mich auf euer kommendes Album und die Singles auf dem Weg dorthin! Ich hoffe, ihr hatte ebenso viel Spaß das Interview zu lesen, wie ich! Bis zum nächsten Mal! Bleibt gesund und munter, euer Tobi! Heavy Metal never dies!

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