Hunter – “The Return”

Albumcover

Band: Hunter
Album: The Return
Genre: Heavy Metal
Label: Metalapolis Records
Release: 06.08.2021

„Der Jäger ist zurück!“

So wurde die Rückkehr der Band Hunter angekündigt. Die Gruppe gründete sich in den frühen 80er Jahren und sie gehörte zu den angesagtesten Bands der Heavy Metal Szene in Deutschland. Gruppen wie Judas Priest, Saxon und Iron Maiden waren „schuld“ an der Gründung von Hunter, denn nachdem Stefan Brandtner diese Schwergewichte des Metal zum ersten Mal gehört hatte, wollte er ebenfalls Hard‘n Heavy Musiker werden. Also gründete er mit Drummer Bernd Hermann die Band „Hunter“. Bertram Wegmann wurde als Sänger in die Metal Kapelle aufgenommen und 1985 konnte die noch junge Formation einen Deal bei Earthshaker Records ergattern. Turbomäßig nahmen die Jungs  innerhalb von zehn Tagen ihr Debütalbum „Sign Of The Hunter“ auf, welches im gleichen Jahr erschien. 1987 folgte „Keep The Chance“ auf dem deutschen Label Rockport.

Wer mehr über die Band erfahren möchte, der sollte mein Interview mit Gitarrist Steven lesen -> Interviewlink!

Man wagte den nächsten Schritt, der die junge Band ins Ausland führte. Da brauchte man natürlich internationale Künstlernamen, die heute auch noch Gültigkeit haben. Trotz Angebote aus den USA für eine Tour und diversen anderen Angeboten wurde es danach ruhig um die Band und die Musikergingen Jahrzehnte lang ihre eigenen Wege. 2019 dann, drei Jahrzehnte später, fanden sie einander wieder und jamten ein bisschen im Proberaum. Doch dabei blieb es nicht, denn schnell war beschlossen, dass man es nochmal wissen will. Also wurden neue Member verpflichtet und  mit den Neuzugängen Thorsten Bongardt (Bass) und Gitarrist Jörg Jungbluth mietete man sich 4 Wochen in dem EMPIRE Studio in Bensheim ein, um unter der Regie von Rolf Munkes (EMPIRE, CREMATORY) das Comeback Album „The Return“ einzuspielen. Leider fiel die geplante Tour dem Virus zum Opfer, diese findet aber im August statt, zusammen mit den Labelkollegen von „Trance“. Aber jetzt steigen wir ein ins Album „The Return“

Bandphoto (Quelle Presseinfo)
Bandphoto (Quelle Presseinfo)

„Way To Nowhere“ eröffnet die Rückkehr der Jäger und verspricht ein Album voller Kurzweil und kantigen Tracks mit 80er Charme! Der nächste Track – „Call Me What You Want“ – lädt ein den Arsch kräftig in Bewegung zu versetzen und sich dem Rhythmus hinzugeben. Auch bei „Hell What A Woman“ wippt der Fuß und bangt der Kopf. Der „Rotz“ in Rusty´s Stimme passt so geil zum Stil der Musik das man gar nicht anders kann als begeistert mitzugehen. Wer sich bei „Looking For Love“ und „Celebration Time“ an eine australische Band erinnert fühlt, dem kann ich beipflichten – trotzdem haben Hunter ihren ganz eigenen Charm miteinfließen lassen und das machts „kurpfälzisch besonders“. Aus ihrem Debütalbum „Sign Of The Hunter“ hat es „The Wheels Turn On“ in einer 2020 Edition aufs Album geschafft und vermittelt einen Eindruck aus vergangenen Tagen von Hunter!

„Talk Of The Town“ holt uns aber zurück zu „The Return“ und im direkten Vergleich von 1985 zu 2020 hört man deutlich das die Band kantiger und härter geworden ist. Schön fett groovig kommt „Wipe The Tears Away“ aus der heimischen Anlage. Wer Frust schiebt kann diesen Song als „Gute – Laune – Macher“ nutzen, it works! Keine Kompromisse macht „No Compromise“ und das in jeder gespielten Note. Der Song wabbert aus den Boxen und es macht Spaß ihn zu hören. Auf dem Weg zum letzten Song gibt’s vorher „My Life Is Digital“, der auf unsere heutige, sehr digitale, Lebensart abzielt. „Watch Out For Metal (2020 Edition)“ ist wiederum die Version von „damals“ nach heute geholt und rockt heute wie auch damals, ein gelungenes Finale von „The Return“.

Das Metal and Me Fazit

Bei Bands aus den 80ern geht es mir leider oft so, dass ich sie nicht oder nur vom Namen her kenne. So ist es auch bei „Hunter“. Aber das macht gar nichts, denn so habe ich einen frischen Eindruck der Mannheimer Metal Puristen. Natürlich kann man den 80er Stil raushören, doch das macht „Hunter“ und ihr Album „The Hunter“ erst interessant. Auch diese gewisse AC/DC Note trägt zum Charme der neuen Platte und das Gesamtkonzept, zu dem Rusty´s Stimme einen großen Anteil beiträgt, passt einfach.

Man hört den Spaß, den die Jungs haben, in jeder Textzeile und es sprüht die Leidenschaft zur Musik. Wer also Heavy Rock / Metal haben möchte, der schnörkellos geradlinig und qualitativ konstant auf einer guten Linie ist, kann bedenkenlos zuschlagen und sich „The Return“ ins Regal stellen.

7 / 10 Pommesgabeln
7 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “The Return”:

01. Way To Nowhere || 04:19 Minuten
02. Call Me What You Want || 04:48 Minuten
03. Hell What A Woman || 03:52 Minuten
04. Looking For Love || 04:46 Minuten
05. Celebration Time || 04:23 Minuten
06. The Wheels Turn On (2020 Edition) || 03:58 Minuten
07. Talk Of The Town || 03:50 Minuten
08. Wipe The Tears Away || 04:59 Minuten
09. No Compromise || 05:30 Minuten
10. My Life Is Digital || 04:34 Minuten
11. Watch Out For Metal (2020 Edition) || 04:44 Minuten

Albumcover
Bandphoto (Quelle Presseinfo)
Bandphoto (Quelle Presseinfo)

LINE-UP

Rusty Wayman | Gesang
Steven Brandy | Gitarre
Jay Youngblood | Gitarre
T.H. Bongardinho | Bass
Paul “Mosh” B. Herrmann | Schlagzeug

Discography:

The Return (2020)
Keep The Change (1987)
Sign Of The Hunter (1985)