Rebellion – „We Are The People“

Albumcover

Band: Rebellion
Album: We Are The People
Genre: Heavy Metal
Label: Massacre Records
Release: 23.07.2021

Rebellion sind mit ihrem neunten Album, samt neuem LineUp im Gepäck, zurück um uns Stahl in seiner pursten Form zu liefern. „We Are The People“ ist ein, laut der Pressemeldung,  modern klingendes Album geworden, das vor Metal nur so strotzt. Es von Uwe Lulis produziert, gemischt und gemastert. Wir bekommen ein Konzeptalbum, dass den Zeitraum von der Französischen Revolution bis kurz nach dem 2. Weltkrieg behandelt. Das Coverartwork wurde von Björn Gooßes gestaltet. Erhältlich ist We Are The People“ als CD Digipak, limitierte Vinyl LP sowie als Download und Stream.

Bandlogo

Mit „Voices Of War“ (nicht auf der Vinyl enthalten) startet „We Are The People“ und gibt einen Einblick auf das, was den Hörer erwarten wird in den kommenden fast 55 Minuten (CD) bzw 47 Minuten (LP). „Risorgimento“ ballert dann fett los. Der Song handelt von einer Epoche in der italienischen Geschichte zwischen 1815 und 1870. „Liberté, Égalité, Fraternité“, diese drei Worte kennt wohl jeder von uns. Wenn nicht solltet ihr ein bisschen euer Geschichtswissen auffrischen. Mit eingängigen Lyrics geht der Song gut ab und es macht Spaß ihn mitzugröhlen! Es sind Trommeln und sanfter Violinenklang zu hören, samt einem Regenschauer bevor „Sweet Dreams“ aus den Boxen prasselt. „Sweet Dreams“ erschien bereits am 14.05.2021 als Singleauskopplung und gab einen weiteren Einblick und Ausblick auf die neue Scheibe. Besonders begeistert mich diese kraftvolle Stimme, die Wut und Zorn, aber auch Verzweiflung, sehr gut rüberbringt. Auch „Vaterland“ bekam als Single ein Lyric-Video spendiert. Eine modifizierte Version des Deutschlandlieds als Refrain inkl. einigen Denglischen Wörtern dazwischen macht das Lied irgendwie „unrund“.

Die Schlacht von „Verdun“ wurde schon von einigen Bands, die letzte Vertonung, die ich gehörte habe stammt von Sabaton. Auch hier wird von der Hölle von Verdun gesungen, da diese Schlacht zum Sinnbild für den achtlosen Umgang der Armeen mit dem Leben ihrer Soldaten wurde. Grund dafür ist die hohe Zahl der Toten und Verwundeten. Über den Headbanger „Arise“ mit seinem Groove geht es zu „Gods Of War“ und nein, das ist kein Gastbeitrag von Amon Amarth. Ich verstehe es als Kritik an der Götterverehrung verschiedener Gottheiten, aus denen Kriege entstehen, welche die Welt brennen lassen. Aber auch Waffenhändler werden so genannt. Bevor mit „World War II“ die nächste Singleauskopplung kommt, mit Gastmusiker Uwe Lulis von Accept, der alle Rhythmus-Gitarren und ein Solo zu „World War II“ beisteuerte und Gastmusikerin Simone Wenzel (I.AM.DIAMOND) die ebenfalls ein Gitarrensolo hinlegt, hören wir den langsameren und längsten Titel des Albums „Shoa (It Could Have Been Me)“ mit über sieben Minuten. Über „All In Ruins“ kommen wir zum finalen Song, der, nach den vielen düsteren Songs, wieder Hoffnung gibt. „We Are The People“ ist ein Song darüber, dass die Menschen Europas die Kriegstreiber stürzt, den Europa gehört den Menschen.

Das Metal and Me Fazit

Ein Konzeptalbum, dass eine Epoche in der Geschichte Europas beschreibt, in der es immer wieder Kriege gab, getrieben von Nationalismus und Rassismus. Das dieser Scheiße die Stirn geboten werden muss, ist völlig klar. Daher finde ich die Botschaft des Albums gut. Musikalisch habe ich als Heavy Metal Fan nicht viel zu mosern. „Vaterland“ finde ich ein bisschen zu viel geschnörkelt und auch das denglisch hätte ich rausgelassen. Doch ansonsten ist „We Are The People“ ein Gemisch aus Donner, Stahl und Blitzen, transformiert in Heavy Metal zu dem man immer wieder den Kopf kreisen und die Haare fliegen lassen kann.

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

Schau doch gerne auch auf meiner Facebookseite vorbei, um dich mit anderen Metalheads und mir auszutauschen.

Tracks „We Are The People“:

01. Voices Of War || 01:03 Minuten
02. Risorgimento (Tear Down The Walls) || 03:38 Minuten
03. Liberté, Égalité, Fraternité || 03:28 Minuten
04. Sweet Dreams || 04:20 Minuten
05. Vaterland || 04:31 Minuten
06. Verdun || 05:17 Minuten
07. Ashes To Light || 03:49 Minuten
08. Gods Of War || 04:56 Minuten
09. Shoa (It Could Have Been Me) || 07:03 Minuten
10. World War II || 05:25 Minuten
11. All In Ruins || 06:26 Minuten
12. We Are The People || 04:10 Minuten

Albumcover
Bandphoto

LINE-UP

Michael Seifert | Vocals
Fabrizio Costantino | Guitars
Martin Giemza | Guitars
Thomas Göttlich | Bass
Sven Tost | Drums


Photocredit: Sarah Löwer
Edit: Björn Gooßes