Defocus – „In The Eye Of Death We Are All The Same“

Albumcover

Band: Defocus
Album: In The Eye Of Death We Are All The Same
Genre: Metalcore
Label: Arising Empire
Release: 02.07.2021

Am 02.07.21 erscheint mit „In The Eye Of Death We Are All The Same“ das Szene-Debüt des deutschen Metalcore-Quartetts „Defocus“, über das ich auch schon des Öfteren berichtet habe. Anfang Juli kam ihre neue Single „Thought of a Vision“ raus, mit dem dazugehörigen Video, von ihrem bevorstehenden Debüt, dass via Arising Empire veröffentlicht wird und über das ich euch heute berichten werde.

Defocus stammen aus Aalen und wurde von Simon Müller, Jeffrey Uhlmann, Jonas Mahler und Marcel „Bambam“ Heberling gegründet und verbrachte viel Zeit damit, gemeinsam Musik zu machen, bevor es Anfang 2019 in die Öffentlichkeit trat und mit energetischen Live-Shows die Metalcore-Szene begeisterte. Aufgrund der Pandemie verbrachte das Team viel Zeit um an ihrem Material zu feilen und das in etlichen Online – Meetings, zum Teil bis tief in die Nacht hinein. Jeffrey erinnert sich:

Bandphoto

„Ich erinnere mich, dass als wir anfingen, all dieses Material zu schreiben, alle von Anfang an auf derselben Seite waren und wir genau wussten, in welche Richtung wir gehen wollten, aber gleichzeitig alle von verschiedenen Quellen inspiriert wurden. Zu sehen, dass all das am Ende endlich zusammenkommt, macht mich sehr glücklich, denn der Schreibprozess und alles um ihn herum haben wirklich definiert, wer wir als Band sind, und zu einem reinen Meilenstein geführt, mit dem sich jeder in der Band zu 100% identifizieren kann.“

Während Coronas Kreuzzug in vollem Gange war, nahmen die Jungs ihre Songs zu Hause auf. Christoph Wieczorek von Sawdust Recorings kümmerte sich in dieser Zeit um das Mixing und Mastering. Ich bin gespannt was von diesem vielversprechenden Vierer-Gespann, während den nächsten neun Songs kommt!

„Thought of a Vision“ eröffnet das Album mit einem fetten Scream und geht dann in die vollen! Euer Zeichen die Lautstärke zu erhöhen, zu einem Song über den vom Menschen geschaffenen Fortschritt, der ihn immer wieder einholt! Mit „In Your Heads“ geht’s weiter und wir dürfen von einem angemessenen Start sprechen, nach den beiden ersten Songs! Wut und die damit verbundene Aggression und Verzweiflung hört man in „Immerse Me“! Zu „Common Grave“ erschien auch ein Video, als die Single veröffentlicht wurde. Ich möchte gerne eine Textpassage aufgreifen – die den Menschen besonders in letzter Zeit bretthart auf die Netzhaut genagelt wurde, denn:

„Await hell and heaven to open the gates
Bury the masses in a common grave
Regardless of ranks and positions
In the eye of death, we are all the same“

Weiter geht es mit „Tides“, dem definitv kürzesten Song, mit 61 Sekunden. Hier könnt ihr verschnaufen, bevor „Diverge“ losballert bei dem Tom Brümmer  (The Oklahoma Kid) mitwirkt. Über „Can You See Me“ geht’s zu „Disease“! Einer Hymne gegen totalitäre Herrschaftssysteme die sich positioniert gegenüber jeder Art von abwertenden Menschenrechtsverletzungen. Diese Aussage wird mit energetischen, schnellen Instrumentals und aggressiven Vocals unterstützt, die zusammen mit einem einprägsamen Chorus den Song zu einem echten Brecher machen. Der Song entstand in enger Zusammenarbeit mit James McKendrick (VOID OF VISION), der hier als Co-Produzent zur Seite stand.

„Shelter“ ist der finale und mit fast sechs Minuten auch der längste Song. Es geht in langsamen Tempo los, es wechselt genretypisch der Gesang-Stil und wird mit zunehmender Dauer intensiver, die Vocals stellen gut die Verzweiflung auf der Suche nach Zuflucht dar. Ein gelungener Song zum Abschluss.

Das Metal and Me Fazit

Das Debüt von Defocus ist meiner Meinung nach ein gelungenes. Klar gibt es im Bereich Metalcore gerade in Deutschland Giganten wie HSB oder Caliban und auch internationale Acts wie Architects und All That Remains um nur ein paar zu nennen, aber der Nachwuchs schläft nicht und zeigt, dass er was drauf hat. So auch Defocus mit ihrem Albumdebüt – mit dem sie beim Label Arising Empire bestens aufgehoben sind.

Die Energie und die lyrischen Botschaften übertragen sich von den Boxen auf den Hörer, die Einflüsse verschiedener Genres sind zu hören und werden nicht nur Fans des Metalcore erfreuen. Es wird brachial geballert aber auch die melancholisch-melodische Seite kommt nicht zu kurz.

Um es nochmal zu sagen: Geiles Debüt – der Nachwuchs kommt mit brachialer Wut, mit Energie und im Spurt um die Hallendächer der Nation beben und die Fans im Pit abgehen zu lassen.

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks „In The Eye Of Death We Are All The Same“:

01. Thought of a Vision || 03:42 Minuten
02. In Our Heads || 03:32 Minuten
03. Immerse Me || 03:37 Minuten
04. Common Grave || 03:36 Minuten
05. Tides || 01:01 Minuten
06. Diverge (feat. Tomm Bruemmer)  || 03:18 Minuten
07. Can You See Me || 04:27 Minuten
08. Disease || 03:14 Minuten
09. Shelter || 06:00 Minuten

Line Up:

Simon Müller | Vocals
Jeffrey Uhlmann| Guitar
Marcel „Bambam“ Heberling | Bass
Jonas Mahler | Drums

Photo by Leandra Bohnet