Beartooth – „Below“

Albumcover

Band: Beartooth
Album: Below
Genre: Post Hardcore
Label: Red Bull Records
Release: 25.06.2021

2012 gründeten sich „Beartooth“, die aus Columbus, Ohio (USA), stammen. Gründer war Caleb Shomo (vormals Attack Attack!). Eigentlich sollte die Band den Namen „Noise“ bekommen, doch der war bereits vergeben. Die erste EP lies nicht lange auf sich warten und wurde über „Red Bull Records“ veröffentlicht. „Sick“ heißt das gute Stück und konnte auf der Homepage der Band runtergeladen werden.

Die Reise ging weiter und 2014 wurde man für die komplette „Vans Warped Tour“ gebucht. Dabei handelt es sich um ein „Punk und Extremsportfestival“. Ausserdem war man 2014 im Vorprogramm für „Of Mice And Men“ zusammen mit der Band „Issue“. Im Juni kam dann das Debütalbum „Disgusting“ offiziell in die Läden. Es folgten mit „Aggressive“ (2016) und „Disease“ (2018) zwei weitere Longplayer und am 25.06.2021 kommt mit „Below“ das Album, über das ich euch in diesem Artikel berichten werde.

Bemerkenswert ist, dass „Below“ von Caleb im Alleingang geschrieben, eingespielt, produziert, gemischt und gemastert wurde. Beartooth ist also im Studio eine Ein-Mann-Armee. Ich werde die Kraft, der dieser Armee nun entfesseln und mir „Below“ in die Ohren pressen!

Below“ startet das neueste Werk des „Bärenzahn“ Albums. Könnt ihr die Rage in 666 Metern in der Hölle in euch spüren? Im Song und besonders im Refrain ist sie zu spüren! „Devastation“ ist ein Song der als Single ausgekoppelt wurde und zu dem es ein Video gibt, wie auch zu „The Past Is Dead“. Beide Songs gehen nach vorne, während „Devastation“ der härtere von beiden Tracks ist. „The Past Is Dead“ ist melodischer und die Vocals sind durchweg klar gehalten. „Fed Up“ – das haben wir momentan alle. Fed up with the pandemic! Doch darum geht’s nicht in dem Song, der davon handelt von diversen Dingen die Nase voll zu haben. Ein Brecher kommt mit „Dominate“. Besonders am Ende des Songs bauen Beartooth einen Druck auf – ich komm nicht herum laut mitzuschreien und die Gänsepelle, die sich einstellt, jedes Mal, zu genießen.

“No Return“ sorgt dafür, dass ihr eure Nackenphysio nicht vernachlässigt und „Phantom Pain“ ist ein Mix aus Wut und Verzweiflung, zwei Dinge, die jeder in seinem Leben schon gespürt hat. „Skin“ beschäftigt sich mit dem Unwohl fühlen in der eigenen Haut und der Schlacht mit seinen inneren Dämonen. Dabei ist der Song wieder melodischer, wie auch „The Past Is Dead“, als die bisherigen Lieder. Spürbare Wut bricht aus den Boxen bei „Hell Of It“ und „I Won’t Give It Up“ ist eingängig und läd ein zum lautstarken Mitsingen. „The Answer“ thematisiert das Leiden unter einem Druck und der Wunsch eine Antwort zu bekommen, um diesen zu lindern, auch wenn sie gelogen ist. Zum Finale gibt’s das instrumentale „The Last Riff“.

Das Metal and Me Fazit

Kraftvolle Riffs, treibende Drums, Vocals aus purer Rage aber auch eine verletzliche Sanftheit in einigen Songs. Eingängige Texte und Melodien die erscheinen wie eine Selbsttherapie. Doch weitaus wichtiger als das Post Hardcore-Handwerk, dass Beartooth zweifellos beherrschen ist die Tatsache, dass hier ein Thema angesprochen wird, welches oft noch ein Tabu ist: psychische Krankheiten und was sie mit Betroffenen machen. Ich finde es stark, dass es Bands wie Beartooth gibt, die keine Bedenken haben dies zu thematisieren und in einem Album anzusprechen.

Beartooth geben alles, hauen sich rein und man spürt, dass sie wissen von was sie singen! Diese Leiden, die diese Leidenschaft für ihre Musik hervorbringt, brachten und bringen ihnen eine große Anhängerschafft und durch dieses Album werden es einige mehr!

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

Schau doch gerne auch auf meiner Facebookseite vorbei, um dich mit anderen Metalheads und mir auszutauschen.

Tracks „Below“:

01. Below || 03:49 Minuten
02. Devastation || 03:42 Minuten
03. The Past Is Dead || 03:36 Minuten
04. Fed Up || 03:22 Minuten
05. Dominate || 03:38 Minuten
06. No Return || 03:49 Minuten
07. Phantom Pain || 03:51 Minuten
08. Skin || 03:19 Minuten
09. Hell Of It || 03:23 Minuten
10. I Won’t Give It Up || 03:47 Minuten
11. The Answer || 03:40 Minuten
12. The Last Riff || 04:42 Minuten

Albumcover

BEARTOOTH sind:

Caleb Shomo | Vocals
Zach Huston | Guitars
Will Deely | Guitars
Oshie Bichar | Bass
Connor Denis | Drums

Photocredit: Johann Ramos