Kings Winter – „Edge Of Existence“

Albumcover

Band: Kings Winter
Album: Edge Of Existence
Genre: Heavy/Power/Melodic Metal
Label: Eigenvertrieb
Release: 01.05.2021

2019 erschien die Debüt-EP „Forging The Cataclysm“ nachdem „Kings Winter“ 2018 gegründet wurde – vom Ehepaar Jule und Tobias Dahs. Der Name „Kings Winter“ stammt, ganz pragmatisch, vom Heimatort des Paars, Königswinter, ab. Die Band war eigentlich als reines Studioprojekt gedacht, da beide in ihrer Hauptband „Living Abyss“ die Pausen füllen wollten. Da rechneten sie aber nicht mit den Reaktionen von außen. Bereits kurz nach VÖ der EP gab es Anfragen, wo man „Kings Winter“ denn mal live erleben könnte – ja ihr beiden, dass Frage ich mich auch! 😉

Bandlogo

Motiviert ging man ans Werk für einen Longplayer. Schon 2020 entstanden acht Songs, die mein Namensvetter in seinem eigenen Heimstudio aufnahm und abmischte. Das Mastering übernahm dann Michael „Freio Haas in seinem „Big Easy“ Studio. Unterstützt wurde Tobias, der in der EP fast eine One-Man-Show ablieferte, von Marco Vanga an den Drums. Im Intro ist Justyn „JC“ Roberts zu hören, der das folgende Zitat aus Crichtons „Jurassic Park“ eingesprochen hatte.

„Living systems are never in equilibrium. They are inherently unstable. They may seem stable, but they’re not. Everything is moving and changing. In a sense, everything is on the edge of collapse.“ (Michael Crichton)

Jule

Nun aber genug der Fakten, ich möchte nun endlich dieses Album und die Stimme von Jule Dahs, die als vielseitig, rockig und druckvoll mit Einsatz von vereinzeltem Growling beschrieben wird und das Wirken von Multitalent Tobias Dahs samt dem Drumming von Marco Vanga! Ab dafür!

Tobias

Vogelgezwitscher und Regen – wie auch gerade heute – erklingen zu Beginn des Intros „Living Systems“. Dann geht’s los mit dem Titeltrack „Edge Of Existence“ und ihr könnt mich nun hauen oder nicht, aber Jules Stimme hat ein paar „Doro-Einschläge“, was für mich ein absolutes Lob bedeutet, da ich der Queen of Metal gerne zuhöre. So finde ich auch die Stimme von Jule zum Auftakt des Albums gut! Das Königreich der Blinden, „Kingdom Of The Blind“, setzt den druckvollen Stil fort, während „The Next In Line“ zunächst balladenhaft beginnt, im Verlauf schneller wird und das Tempo dann variiert. Hier kommt Jules schöne Klarstimme bestens zur Geltung! Aus dem Meer gekommen und der Evolution geschuldet entwickelte sich „The Human Dynasty“ mit der „Kings Winter“ im Song abrechnen.

„Ghosts In this Machine“ eröffnet die zweite Hälfte von „EoE“ und auch hier hört man die Frontfrau besser. Der Song ist ein geiler Nackenbrecher und kommt auf meine „Geballer zum Aufwachen“ Playlist – ebenso wie „Crusader Of Today“, dass ich lieber heute als morgen live hören würde. Mit diesen eingängigen Lyrics, Jules Voice und dem fetten Sound, den Tobias und Marco erzeugen, der Topsong auf dem Longplayer! Über „Dangerous Ascendancy“ steuern wir auf das Finale des Albums zu das mit einem Spannung aufbauenden Intro beginnt. „Discard The Ashes“ geht dann jedoch nach vorne und ist der gelungene Abschluss für „EoE“

Das Metal and Me Fazit

Mein Blog – manche nennen es Webzine – wird nächsten Monat ein Jahr alt. In diesem Jahr durfte ich viele Underground Bands kennenlernen, die ihre Alben auch selbst vertrieben haben und „Kings Winter“ sind mit unter den Besten, die ich hören durfte. Diese Mischung aus Heavy/Power und Melodic Metal ist geil anzuhören und macht bombigen Spaß, auch wenn ich mir bei den ersten Songs Jule ein bisschen lauter und an manchen Stellen „Rockröhriger“ gewünscht hätte. Aber hey, das ist „meckern“ auf hohem Niveau und ich freue mich auf mehr aus Königswinter!

Bitte lasst „Kings Winter“ niemals wieder im Studio verschwinden!

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks „Edge Of Existence“:

01. Living Systems (Intro) || 00:35 Minuten
02. Edge Of Existence || 04:21 Minuten
03. Kingdom Of The Blind || 04:45 Minuten
04. The Next In Line || 04:30 Minuten
05. The Human Dynasty || 05:10 Minuten
06. Ghosts In This Machine || 04:46 Minuten
07. Crusaders Of Today || 04:40 Minuten
08. Dangerous Ascendancy || 05:25 Minuten
09. Discard The Ashhes || 04:29 Minuten

Albumcover

Line Up:

Tobias Dahs | Bass, Guitar, Keyboards, Backing Vocals
Jule Dahs | Vocals Guitar
Gast:
Marco Vanga | Drums

Photocredit: Jule Dahs