Esa Holopainen – “Silver Lake by Esa Holopainen”

Albumcover

Band: Esa Holopainen
Album: Silver Lake
Genre: Progressive Metal
Label: Nuclear Blast
Release: 28.05.2021

Im Frühling des Jahres 2020, noch keiner dachte so richtig Corona und wie sich so entwickeln sollte, klingelte bei Gitarrist Esa Holopainen das Telefon und am anderen Ende der Leitung war Nino Laurenne ein renommierter Musikproduzent und Inhaber des in Helsinki ansässigen Studio „Sonic Pump“. Esa wurde gefragt, ob jetzt denn der richtige Zeitpunkt wäre, um an einem solo Album zu arbeiten und Holopainen musste nicht lange überlegen und startete somit das Projekt „Silver Lake by Esa Holopainen“.

 Gemastert wurde das Album von Svante Forsbäck (Rammstein, Volbeat, The Rasmus). Produziert wurde es von Nino Laurenne. Holopainen konnte viele Künstler für sein Projekt gewinnen, die als Gastmusiker auftreten, Darunter sind u.a. Einar Solberg, Björn „Speed“ Strid, Anneke Van Giersbergen oder auch Tomi Joutsen.

Der Titeltrack „Silver Lake“ eröffnet das Album mit einem traumhaften instrumentalen Lied, zudem man gut und gerne die Augen schließen und sich vorstellen könnte im Land der tausend Seen am Ufer zu sitzen und den Sonnenuntergang zu betrachten, samt einem schönen Glas Wein. Jonas Renske übernahm die Vocals in „Sentiment“ und überzeugt mit seiner unglaublich schönen Stimme. Schon nach zwei Songs kann man sich in Esa Holopainens Solo-Werk verlieben. Zu „Storm“ (feat. Håkan Hemlin) gab es schon ein herrliches Video mit Landschaften zum Verlieben. Obendrein ist der Song ruhig und doch so gewaltig groß zur gleichen Zeit. Im Übrigen wurde das Video auf den Kanaren gedreht.

„Ray Of Light“ wird stimmlich durch Einar Solberg (Leporus) performed, dessen hellere Stimme sehr gut zum Gesamtwerk „Ray Of Light“ passt. Ich habe keine Ahnung, was der gute Vesa-Matti Loiri bei „Alkusointu“ erzählt – aber ihr kennt das bestimmt aus dem französischen oder italienischen, mich nerven diese Sprachen eher ein wenig – aber mich beruhigt diese tiefe, in sich ruhende Stimme. Wer die Lyrics findet, meine Mailadresse steht in der Info. Tomi Joutsen bringt bei „In Her Solitude“ Amorphis auf die Platte und somit auch den härtesten Song bisher, wenn man Härte überhaupt sagen kann. Bisher klingt jeder Song wie in einem Fluss der sich, seiner Stärke bewusst, unbeirrt in seinem Flussbett den Weg ins Meer bahnt.

Im Melodic Death zu Hause, setz Björn „Speed“ Strud im schnellen „Promising Sun“ auf seine sehr angenehme Klarstimme, nach „In Her Solitude“ zieht der Härtegrad an, was auch in „Fading Moon“ mit Anneke Van Giersbergen so ist – deren traumhafte Stimme so Klasse auf diese Scheibe passt. Mit dem neunten Song „Apprentice“  und einem weiteren Auftritt von Jonas Renkse sind die knapp 38 sehr kurzweiligen Minuten auch schon vorbei – doch wofür gibt’s die „Repeat“ Funktion – außer bei Vinyl, da müsst ihr halt aufstehen.

Das Metal and Me Fazit:

Was ein geniales Solo-Album von Esa Holopainen ist das denn bitte? Von melancholisch über majestätisch hin zur härteren Stilrichtung und wieder zurück gibt’s auf diesem Album alles, was man von Amorphis „gewohnt“ ist nur anders. Auch die Gastmusiker machen ihren Job so gut, dass man nicht analytisch auseinandernehmen möchte, was die Musiker hier vereint haben. Hört euch dieses Album einfach an und ihr werdet verstehen, denke ich. Einzig ein wenig länger hätte die Reise gehen können.

Ich zitiere mich einfach zum Abschluss selbst:

„Bisher klingt jeder Song wie in einem Fluss der sich, seiner Stärke bewusst, unbeirrt in seinem Flussbett den Weg ins Meer bahnt.“

9 von 10 Pommesgabeln
9 von 10 Pommesgabeln

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Tracks “Silver Lake”:

01. Silver Lake || 03:04 Minuten
02. Sentiment (feat. Jonas Renkse) || 03:46 Minuten
03. Storm (feat. Håkan Hemlin) || 04:14 Minuten
04. Ray Of Light (feat. Einar Solberg) || 03:31 Minuten
05. Alkusointu (feat. Vesa-Matti Loiri) || 04:43 Minuten
06. In Her Solitude (feat Tomi Joutsen) || 04:48 Minuten
07. Promising Sun (feat. Björn ‘Speed’ Strid) || 04:17 Minuten
08. Fading Moon (feat. Anneke Van Giersbergen) || 04:28 Minuten
09. Apprentice (feat. Jonas Renkse) || 04:30 Minuten

Credits

01. SILVER LAKE

Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums & Percussion – Sampo Haapaniemi

02. SENTIMENT

Vocals – Jonas Renkse
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Gas Lipstick
Percussion – Sampo Haapaniemi
Flute – Janne Huttunen
Jonas Renkse appears courtesy of Peaceville / Northern Music Co

03. STORM

Vocals – Håkan Hemlin
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Sampo Haapaniemi
Backing vocals – Ronny Hemlin

04. RAY OF LIGHT

Vocals – Einar Solberg
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Gas Lipstick
Percussion – Sampo Haapaniemi

05. ALKUSOINTU

Vocals – Vesa-Matti Loiri
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Sampo Haapaniemi
Kantele – Anu Itäpelto
Soprano saxophone solo – Janne Huttunen

06. IN HER SOLITUDE

Vocals – Tomi Joutsen
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Sampo Haapaniemi
Backing vocals – Netta Laurenne & Nino Laurenne

07. PROMISING SUN

Vocals – Björn ”Speed” Strid
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Gas Lipstick
Björn Strid appears courtesy of Nuclear Blast Records

08. FADING MOON

Vocals – Anneke Van Giersbergen
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums – Sampo Haapaniemi
Anneke Van Giersbergen appears courtesy of InsideOut Music

09. APPRENTICE

Vocals – Jonas Renkse
Guitars – Esa Holopainen
Keyboards – Vili Itäpelto
Bass – Pasi Heikkilä
Drums & Percussion – Sampo Haapaniemi
Jonas Renkse appears courtesy of Peaceville / Northern Music Co

Silver Lake by Esa Holopainen

Photocredit: Juuso Soinio