Amorphis – “Live at Helsinki Ice Hall”

Albumcover

Band: Amorphis
Album: Live at Helsinki Ice Hall
Genre: Progressive Metal, Heavy Metal
Label: Nuclear Blast
Release: 21.05.2021

Wie bei vielen Live-Alben, die ich seit Corona besprochen habe, muss ich auch hier sagen, dass Live-Musik aus dem Lautsprecher besser ist, als überhaupt keine live Songs zu hören. Doch wünsche ich mir so sehr, bald wieder vor einer Bühne stehen und Musik hören, zu können die nicht aus meinem heimischen Lautsprecher kommt. Zum Zeitpunkt, als die Liveaufnahmen gemacht wurden, am 07. Dezember 2019, in ihrer Heimatstadt Helsinki bei einer speziellen Show, wussten weder die Finnen noch wir, dass dies einer ihrer letzten Konzerte vor dem Ausbruch der Pandemie gewesen war.

Das Album erstreckt sich über insgesamt eineinhalb Stunden mit 15 Tracks, die uns auf die Reise durch die Vergangenheit von Amorphis führen und die Entwicklung der letzten 30 Jahre aufzeigt, in der sich die Band zu einer der besten Metal-Exporte Finnlands und Skandinaviens entwickelte.

Bühnenbild

Einen kleinen Wermutstropfen empfinde ich, weil es das Live-Album einzeln nur als 2 CD Digipack und als Download beziehungsweise Stream gibt. Die Doppel-LP-Version dieser Show erscheint exklusiv im Box Set „Vinyl Collection 2006 – 2020“; die ebenfalls am 21. Mai erscheinen wird

Nach einem längeren Intro darf die Menge in der Ice Hall zu Helsinki den Eröffnungssong „The Bee“ verschlingen, wie er auch schon den Auftakt zu „Queen of Time“ 2018 bildete. Die jubelnde Menge begrüßt dann „Heart Of The Giant“ durch diese epische Melodie, die durch meine Kopfhörer in meine Ohren dringt, wünsche ich mir genau dort gewesen zu sein, als der Song gespielt wurde. Wer nun kein finnisch spricht, versteht das was gesprochen wird nicht, dafür aber den Song, der kommt – „Bad Blood“ – umso besser. „Bad Blood“ stammt von „Under The Red Cloud“ aus 2015, wie auch „The Four Wise Ones“ – von dem es ein offizielles Video gibt. Back in Time gehen wir mit „Into Hiding“ und später auch mit „Black Winter Day“. Die Lieder stammen aus „Tales from the Thousand Lakes“ aus dem Jahr 1994.Bei diesem Album wurde erstmals Klargesang eingesetzt, für den der Gastmusiker Ville Tuomi eingesetzt wurde. „Sampo“ mit seinem geilen Riffing und dem eingängigen Chorus stammt vom finnischen Nr.1 Album „Skyforger“ aus 2009, sowie „Silver Bride“

Episches Bühnenbild

„Wrong Direction“ und „Daughter Of Hate“ holen uns ins aktuelle Album zurück. Ein paar Rollen Rückwärts macht „Against Widows“. Besonders Esa Holopainen wird sich ans dritte Studioalbum erinnern, da sich dieses aufgrund einer Verletzung an seinem Arm verzögerte und noch dazu das Studio umzog, indem es eingespielt werden sollte. Mit „Elegy“ gelang erstmals der Einzug in die finnische Top Ten.  „My Kantele“ entstammt einer EP von 1997 und „The Golden Elk“ wie auch „Pyres On The Coast“ wiederum vom aktuellen Longplayer „Queen of Time“. Das Konzertfinale bildete House Of Sleep“ (Eclipse, 2006).

Das Metal and Me Fazit

Als Hörer, der ich leider nicht auf dieser Tour dabei war, muss ich sagen, dass „Live at Helsinki Ice Hall“ das Bedürfnis weckt, dabei gewesen zu sein. Egal ob nun in Finnland oder einer anderen Halle. Die Aufnahmen sind sehr geil geworden, man hört Menschen jubeln, dass allein ist schon Grund genug sich Live-CDs anzuhören. Wenn es dann noch Amorphis ist – was will man mehr? Ich finde die Euronen gut investiert. Einziger Aspekt der Schade ist: Vinyl gibt’s nur in Kombination in der von mir angesprochenen Box.

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “Live at Helsinki Ice Hall”:

01. The Bee || 07:06 Minuten
02. Heart Of The Giant || 06:17 Minuten
03. Bad Blood || 05:23 Minuten
04. The Four Wise Ones || 05:32 Minuten
05. Into Hiding|| 04:14 Minuten
06. Sampo || 07:29 Minuten
07. Wrong Direction || 05:07 Minuten
08. Daughter Of Hate || 06:43 Minuten
09. Against Widows || 04:43 Minuten
10. My Kantele || 06:59 Minuten
11. The Golden Elk || 06:28 Minuten
12. Pyres On The Coast || 06:27 Minuten
13. Silver Bride || 05:17 Minuten
14. Black Winter Day || 04:27 Minuten
15. House Of Sleep || 05:45 Minuten

Tomi Joutsen | Vocals
Esa Holopainen | Guitars
Tomi Koivusaari | Guitars
Santeri Kallio | Keyboards
Olli-Pekka Laine| Bass
Jan Rechberger | Drums

Live Photocredit: Jaakko Manninen