Nergard – “Eternal White”

Albumcover

Band: Nergard
Album: Eternal White
Genre: Symphonic Metal
Label: Pride & Joy Music
Release: 21.05.2021

Singlecover “From The Cradle To The Crave”

Gegründet 2010 vom norwegischen Musiker Andreas Nergård, mit der Absicht verschiedene Gastmusiker beim Studioprojekt mitwirken zu lassen veröffentlichte man auch zwei Alben mit namhaften Gästen. Darunter u.a. die fabelhafte Elize Ryd, die teutonische Stimmgewalt Ralf Scheepers oder auch David Reece. Bis 2015 machte A. Nergård bei diversen anderen Projekten mit, bis es dann ruhiger wurde um ihn.

2020 veröffentlichte er wieder Musik und dies kickte ihn so, dass er fortan an neuen Ideen für ein neues Album, dass auch einen neuen Abschnitt für „Nergard“ einläutete. Fortan bildeten Stefani Keogh aus Großbritannien, Andi Kravljaca aus Schweden und Mathias Molund Indergård aus Norwegen zusammen mit Andreas Nergård die Band „Nergard“.

Dieses, nun feste, Gerüst aus multinationalen Musikern startet sogleich mit einem ambitionierten Konzeptalbum namens „Eternal White“. Das Album thematisiert den „Karolinernas Dödsmarsch“ – den Todesmarsch der Karoliner. Dies ist der verlustreiche Rückzug schwedischer Soldaten nach der schief gegangenen Invasion Norwegens durch Karl XII. Diese tragischen Momente des Heeres von Armfelt im Winter von 1719 wurde zu einem kriegskritischen Musical namens „Det brinner en Eld“ – „Es brennt ein Feuer“. Wer noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchte kann ja eine der zahlreichen Lexiken benutzen, die es im Netz gibt. Ich höre mir jetzt das Album an.

Singlecover “Carry Me”

„God Forgive My Haunted Mind“ beginnt mit einem langen Intro und wir dürfen die sehr schön miteinander harmonisierenden Stimmen von Stefani Keogh und Mathias Molund kennenlernen. Mit Song #2, „Pride Of The North“, wird’s kräftiger und die Grenzen zwischen Symphonic und Heavy Metal verschmelzen. Auch Stefani´s Stimme wird dunkler und rauher, erinnert ein wenig an die düstere Stimme einer zornigen Waldhexe (positiv gemeint!). „From The Cradle To The Grave“ vollführt dann wieder einen kleinen „Genrehüpfer“ und erinnert an die schnelleren Songs von Nightwish – und macht das Lied zu einem meiner Favoriten. Gefühlvoll geht’s mit der Singleauskopplung „Carry Me“ weiter – dort lädt Keogh zum Zurücklehnen und Genießen ihrer fabelhaften Stimme ein! Headbanger kommen bei „Beneath Northern Skies“ auf ihre Kosten, natürlich nicht wie bei einer Death Metal Walze, aber geschüttelt werden darf das Haupt.

Die „zweite Halbzeit“ des Konzeptalbums eröffnet „Where No One Would Shed A Tear“ und das mit mächtig Druck auf der Flinte – es darf weiter „geheadbanged“ werden meine Damen und Herren! Es folgt eine Powerballade mit „Downfall“ und dann folgt leider eine Delle in der bisher erzeugten Stimmung. Bei „Now Barely There“ hat Tim „Ripper“ Owens seinen Gastauftritt und passt leider nicht so recht ins Geschehen. Wiedergutmachung leisten der Titeltrack „Eternal White“ und das epische, siebenminütige Finale „Erasing The Memories“!

Das Metal and Me Fazit:

Ich habe schon einige Konzeptalben gehört und bin der Ansicht, dass man sich mit solchen Werken schön zurückziehen und ein Stück Geschichte oder ein Abenteuer – entsprungen der Fantasy des Künstlers – erleben kann. Natürlich nur wenn man sich darauf einlässt. „Eternal White“ gehört für mich zu den besseren Konzeptwerken, das mit dem Gastauftritt von Owens ein kleine Stimmungsdelle hat. Es ist mit Sicherheit kein Werk zum abrocken oder für die nächste Metalparty, denn es stellt ganz klar die Story in den Vordergrund. Diese ist aber super inszeniert und so macht Geschichte gleich doppelt so viel Spaß.

8 / 10 Pommesgabeln
8 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “Eternal White”:

01. God Forgive My Haunted Mind || 06:59 Minuten
02. Pride Of The North || 04:45 Minuten
03. From The Cradle To The Grave || 04:09 Minuten
04. Carry Me || 04:25 Minuten
05. Beneath Northern Skies || 04:57 Minuten
06. Where No One Would Shed A Tear || 03:09 Minuten
07. Downfall || 05:44 Minuten
08. Now Barely There || 04:09 Minuten
ü9. Eternal White || 04:50 Minuten
10. Erasing The Memories || 07:08 Minuten

Stefani Keogh | Vocals
Mathias Molund Indergård | Vocals
Andi Kravljaca | Guitar, Keyboard
Ørjan Halsan | Rhythm Guitar
Andreas Nergård | Drums, keys & orchestrations