Reverse – “Deadlocked”

Albumcover

Band: Reverse
Album: Deadlocked
Genre: Grunge / Punk Rock
Label: Eigenvertrieb
Release: 12.12.2020

„Reverse“ gründeten sich im Oktober 2004 in Dorsten. Das Quartett sammelte von 2004 – 2008 seine ersten Erfahrungen und spielte in Jugendzentren und Clubs im Ruhrgebiet! Von 2008 – 2013 war die Band stillgelegt! Ein Jahr später formierten sich „Reverse“ neu. Anlass dafür, war das zehnjährige Bestehen der Grunge-Kapelle. Nach ihrem ersten Auftritt seit über 5 Jahren, war den Jungs sofort klar, dass sie nichts lieber tun möchten, als auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen.

Im Herbst 2017 waren Reverse bei Kurt Ebelhäuser, Produzent u. a. der Beat Steaks, Donuts und der Guano Apes, im Tonstudio und nahmen ihre erste EP „Build My Throne“ auf. Nach Abschluss der Aufnahmen gingen sie auf eine kleine Tour quer durchs schöne Ruhrgebiet (ja, das Ruhrgebiet ist schön!!!). Mit dabei war auch der Live Gitarrist Arno Geister. Im gleichen Jahr waren sie wieder im Studio und nahmen ihre zweite EP „Glasgow Kiss“ auf!

2019 gings ins Studio, um den ersten Langspieler aufzunehmen und so wurde „Sonics“ am 13.03.2020 veröffentlicht – eine Releaseshow, und somit alle anderen Shows auch, fiel leider dem ver*****en COVID19 zum Opfer.  Doch wo Schatten ist, ist auch Licht. Die Zeit nutzten die Dorstener um 2020 wieder ins Studio zu gehen und die EP „Deadlocked“ aufzunehmen – die sie mir zum Besprechen schickten. Die ersten sechs Lieder der EP haben die Dorstener in Eigenregie aufgenommen und produziert, gemastert wurden sie von Aljoscha Sieg. Genug der Fakten. Ab dafür!

Mit ´nem Räuspern eröffnet „Bored“ die EP in schöner rotziger Grunge-Manier. Natürlich muss hier die Linie zu den „Gods of Grunge“ gezogen werden, denn bei „Bored“ und „Omen“ muss man unweigerlich an Kurt Cobain denken. Ich habe mich gedanklich sofort an den Todestag von Kurt erinnert und wie mein Kumpel Rotz und Wasser heulte.  Lässig, trotzig und mit mächtig Pogo-Potenzial kommt „Goodbye“ aus den Boxen. „Bittersweet“ wartet mit ruhigen und mächtig aufbrausenden Parts auf. „At The Edge Of The World“ erinnert zu Beginn auch brutal an Nirvana. Das Lied kommt mit `ner Brise Punk daher und ist eine weitere „komm lass pogen“ Nummer. „Suicidal Happiness“ ist düster in seiner Aufmachung und versprüht eine anständige Portion Rage in den schnellen Parts.

„Distress & Control“ ist der erste von vier Bonustracks, die 2017 bei Kurt Ebelhäuser aufgenommen wurden. „Haunted Heart“ und die weiteren Bonustracks wurden zudem neu eingesungen und aufgenommen. Schöner Klang der Gitarre, die einsetzenden Vocals weisen auf einen Song für ein Mädchen hin und zack sind wir bei „Harley`s Smile“ angelangt. Ich persönlich mag es lieber wenn Harleys röhren und dröhnen (ich rede von Motorrädern – nur so angemerkt), aber wenn man verliebt und blind vor Liebe ist, singt man eben über Harley´s lächeln. Zum Ende gibt’s noch einen schönen Aggrotrack mit „Fake“!

Das Metal and Me Fazit:

Am 05. April 1994 verstarb Kurt Cobain und mit ihm „Nirvana“. Ich war da 15 Jahre jung. Seither habe ich so gut wie nichts mehr aus dem Grunge gehört und hatte gerade über gute dreißig Minuten, solange läuft die EP, einige Flashbacks in die Jugend – ich alter Sack, haha! Ich wünscht mir, schon eher etwas von „Reverse“ gehört zu haben. Ich finde dieses raue und rotzige in der Stimme von Chris geil, aber auch die etwas „klarer“ gesungenen Songs sind richtig gut. Die Jungs an den Instrumenten machen ebenfalls einen erstklassigen Job!

Dieser Mix von Grunge mit Punk und der Brise Metal dabei steht „Reverse“ gut. Die Songs sind eingängig und bleiben im Kopf, die Riffs und Hooks sind ebenfalls auf den Punkt. Die Versuchung dem Hund das pogen beizubringen ist enorm, da wir ja diesbezüglich momentan eingeschränkt sind. Der Entzug solcher, eigentlich selbstverständlichen, Dinge wird noch härter, umso öfter man sich „Deadlocked“ anhört! Und wenn ich eingangs den Grunge-Rock anno 1994 erwähnt und von den Flashbacks philosophierte, so ist es nun an der Zeit mit dem modernen Grunge von „Reverse“ für neue Erinnerungen zu sorgen! Ich bin mir sicher, die Jungs gehen in der Zukunft noch besser ab!

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7 / 10 Pommesgabeln
7 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “Deadlocked”:

Bandphoto

01. Bored || 02:18 Minuten
02. Omen || 02:41 Minuten
03. Goodbye|| 02:17 Minuten
04. Bitter Sweet || 03:07 Minuten
05. At The Edge Of The World || 03:16 Minuten
06. Suicidal Happiness || 03:11 Minuten
– Bonustracks –
07. Distress & Control || 03:10 Minuten
08. Haunted Heart || 03:34 Minuten
09. Harley’s Smile || 03:16 Minuten
10. Fake || 03:14 Minuten

Micha | Drums
Daniel | Bass
Chris | Guitar/Vocals
Arno | Guitar

Photocredit: Reverse