Ewïg Frost – “Aïn’t No Saïnt”

Albumcover

Band: EWÏG FROST
Album: Aïn’t No Saïnt
Genre: Punk ´n´ Roll – Heavy Rock
Label: Discos Macarras
Release: 30.04.2021

Seit 2003 treibt es die Wiener Speed Metal Punks aus dem Fegefeuer empor, um dunkle Botschaften in die Seelen der Fans zu treiben. Auch 2021 wollen sie die Seelen wieder verderben und veröffentlichen am 30.04. ihr Album „Aïn’t No Saïnt“ als LP, CD und MC. Produziert hat die Platte Niitro, recorded und gemixt wurde sie von Lukas Wiltschko bei den LW Sonics & Niitro at Rawk Dawg’s. Die Special Recordings machten: Matthias Pruckner und Niitro im Viper Room, Wien. Gemastert hat das ganze Lukas Wiltschko, das Covert stammt aus der Feder von Dr. Knoche und die Fotos sind von bInes Altschach | A. C. Photography.  Das Album hat 10 Tracks, unter denen sogar zwei im Wiener Dialekt gesungen werden.

Viele Musiker sind, neben der unten aufgeführten Besetzung, mit dabei. Zum Beispiel:
Background toms on 1918 (ritual part): Thomas Synti Küttner (BRUTECAST, live drums)
Bass on 1918 (ritual part): Ace Laze (VIBRATÖR, live Bass)
Rock’n’Roll piano: Jack Jindra (MOTHERS OF THE LAND)
Female backing choir: Denika (DUSK)
Leadguitar on Mary Jane: Commander Vanik (MIDNIGHT, VANIK)
Gang shouts: Ricky Switchblade (BOOGIE HAMMER), Valentin Strasser (ROADWOLF), Stevo (REVEREND)
BACKFLASH), Lukas Wiltschko (YOUNG NAILS) & Niitro
.

Genug der Fakten, schauen und hören wir, ob „Aïn’t No Saïnt“ das Zeug dazu hat, mit dem brennenden Verlangen der Band nach Rock ´n´ Roll, die Sachertorten Wiens beben zu lassen.

„Into The Night“ fetzt in guter Motörhead Manier los und gibt in 1:38 Minuten die Richtung für die noch kommenden Songs an. In Österreich wie auch bei uns frisst der Gehörnte in der Not Fliegen. In Wiener Dialekt gehalten ist „In Da Not (Frisst Da Teife De Fliagn)“. Zu „Satan II“ gibt’s ein cooles Video welches die Zeit von vier Jahren nach dem (fiktiven) Krieg von 2021 darstellt. Flotter Headbanger mit coolen Riffs. Auch „New Cold War“ hält das Tempo hoch und die rotzige Rockstimme von Niitro samt den Gang Shouts kommen live bestimmt auch gut an. Mit etwas über sechs Minuten ist „1918“ der längste Track auf dem Album. Spooky flüstern ist zu vernehmen, auf dem ansonsten instrumentalen Track. Die letzte Minute besteht überwiegend aus einem „Schleifen“ und flüsternden „Stimmen“. Das Verlangen den Song zu skippen ist an dieser Stelle (leider) sehr hoch. Niitro sagt über den Song im Interview mit mir:

1918 ist eine instrumentale Story einer Wasserleiche. Vor dem Umbau der Donau in Wien gab es einen Strudel, wodurch immer wieder Wasserleichen beim Stromkilometer 1918,3 angespült wurden. Dort entstand ursprünglich der Friedhof der Namenlosen. 1918 ist also eine musikalische Erzählung mit morbidem Wien-Charme.


„De Gier (Is A Luada)“
ist ebenfalls eine Singleauskopplung, zu der es ein Video gibt und das in Wiener Dialekt gesungen wird. Der Song über die niedrigsten Instinkte des Menschen hat einen gewissen Groove und Charme und gehört zu meinen persönlichen Favs auf dem Album. Mit Klavier, fetten Gitarrensounds und dreckigem Gesang bringt der „Bad Beat Boogie“ den Körper in Wallung und macht richtig Spaß! Keine zwei Minuten läuft „Back On Wheels“ macht dafür aber ziemlich Dampf auf dem Kessel. Ein Lyric-Video wurde dem Lied ebenfalls spendiert. Über „Desert Sunset“ nähern wir uns dann dem Finale des neuen Rundlings der Wiener Speed Metal Punks. „Mary Jane“ beendet die Scheibe wie sie begonnen hat – rockig/punkig mit prallen Vocals und dem Anspruch die Hütte abzureißen, in der „Mary Jane“ die Lautsprecher zum Glühen bringen darf.

Das Metal and Me Fazit:

Als ich „Aïn’t No Saïnt“ zum Anhören bekam, hatte ich vorher noch nichts gehört von der Band aus Wien. Der Auftakt ist schon fett und gelungen, wie auch einige andere Songs von den insgesamt 10 Tracks. Mir persönlich fehlt in einigen Liedern der zündete Moment und der Anreiz die, mit fast 29 Minuten relativ kurze, Platte außerhalb eines Konzerts oder bei Partys aufzulegen. Damit man mich nicht falsch versteht – mir gefallen Song wie „Bad Beat Boogie“, „Back On Wheels“ oder „Into The Night“ schon, auch die Songs in Wiener Sprache werden ihre Fans finden, wenn auch eher regional.

Wer eine Mischung aus Metal + Punk + Rock ´n´ Roll und Songs über Gier, Politik oder Liebe hören möchte ist mit „Aïn’t No Saïnt“ von „EWÏG FROST“ bestens versorgt. Wer neugierig ist streamt sich rein, wenn das Album veröffentlicht ist oder schaut die gut gemachten Videos an, die bereits verfügbar sind.

6 / 10 Pommesgabeln
6 / 10 Pommesgabeln

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Tracks “Aïn’t No Saïnt”:

01. Into The Night || 01:38 Minuten
02. In Da Not (Frisst Da Teife De Fliagn) || 01:58 Minuten
03. Satan II || 02:32 Minuten
04. New Cold War || 03:13 Minuten
05. 1918 || 06:18 Minuten
06. De Gier (Is A Luada) || 02:51 Minuten
07. Bad Beat Boogie || 01:53 Minuten
08. Back On Wheels || 01:08 Minuten
09. Desert Sunset || 03:13 Minuten
10. Mary Jane || 03:23 Minuten

Photo: A.C. Photography, Ines Altschach

Niitro | Guitars, vocals & percussions
Jürgen Schallauer | Bass
Chris Pruckner |Drums
Martin Brandy | Trumpet
Leeb | Trombone