Memoriam – „To The End“

Albumcover

Band: Memoriam
Album: To The End
Genre: Death Metal
Label: Reaper Entertainment Europe
Release: 26.03.2021

2016 – Birmingham/England. Memoriam veröffentlichen ihre erste Demo mit „The Hellfire Demos“. Die Briten stehen seither für Old School Death Metal und veröffentlichten in dieser kurzen Zeit neben „The Hellfire Demos II und III“ auch noch drei komplette Studioalben. 2017 – „For The Fallen“, 2018 – „The Silent Vigil“ und 2019 – „Reqiuem For Mankind“. Wer nun glaubt, dass es sich bei diesen Alben, die übrigens eine Triologie um den Kriegstod eines Anführes bilden, um Masse statt Klasse handelt, der irrt gewaltig.

Nach diesen Veröffentlichungen wechselten die Death Metal Schwergewichte zum aufstrebenden Label Reaper Entertainment und der Plattenvertrag, der dort geschlossen wurde, gilt weltweit. Drummer Andy Whale musste in der Zwischenzeit leider aus gesundheitlichen Gründen eine Zwangspause einlegen, worauf hin Spike T. Smith, ein enger Freund der Band, den Posten übernahm.

„To The End“ startet eine neue Triologie, welche zeitlich vor der ersten Albumreihe liegt. Thematisch feiern sie das Leben, im Gegensatz zu den vorherigen Platten welche Tod, Trauer und deren Verarbeitung thematisierten. Die Produktion übernahm Russ Russell (NAPALM DEATH, DIMMU BORGIR, AT THE GATES, AMORPHIS etc.) in den Parlour Studios.

Wir starten in die neue „Memoriam-Triologie“ mit „Onwards Into Battle“. Allein schon die ersten Vocals und die schwere musikalische Begleitung kündigt eine geniale Death-Walze an. „This War is Won“ donnert weiter in die Ohrmuschel und mit erhobener Faust darf der Refrain mitgesungen werden als gäbe es kein Morgen mehr.  Weiter gehämmert wird mit „No Effect“ dessen fettem Groove man sich absolut nicht entziehen kann. Die zweite Singleauskopplung die, samt Video, veröffentlicht wurde ist der Nackenbrecher „Failure to Comply“. Dunkelheit kriecht langsam in die Ohren mit „Each Step (One Closer to the Grave)“ und macht sich dort genüsslich breit.

Weiter rollt der Death – Metal „Mark I“ und dem Titeltrack „To The End“ übers Schlachtfeld mit „Vacant Stare“ als Tempogeballer hinterher. „Mass Psychosis“ zeigt, wie abwechslungsreich die Deather um Karl Willets sind, der den Titel des Songs vehement in den Kopf des Hörers meißelt. Noch Stunden danach hatte ich sein „Mass Psychosis“ im Schädel. Das letzte Lied „As My Heart Grows Cold“ ist das verdiente Finale, für diese 45minütige Lehrstunde in exzellentem „Todes-Metal“ Marke Memoriam anno 2021.

Das Metal and Me Fazit:

Brachial rattern die Panzerketten von „To The End“ fast eine dreiviertel Stunde lang durch meine Bude und lassen das Mobiliar erzittern als würde es ein kleines Erdbeben geben. Die Death-Formation aus Birmingham schafft es mit ihrem neuen Album abwechslungsreicher zu sein und weiter ihren Stil zu verfeinern. Mit massiven Riffs und harten Vocals samt hämmernden Drums fliegen die insgesamt neun Abrissgranaten regelmäßig aus meinen Boxen und testen die Statik meiner vier Wände. Der März ist definitiv der „Month of Death“ mit so vielen geilen Releases und Memoriam mit „To The End“ stehen mit auf dem „Winners Staircase“

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4.5 von 5 Pommesgabeln
4.5 von 5 Pommesgabeln

Tracks „To The End“:

01. Onwards Into Battle  || 04:51 Minuten
02. This War is Won  || 04:42 Minuten
03. No Effect || 04:46 Minuten
04. Failure to Comply || 04:00 Minuten
05. Each Step (One Closer to the Grave) || 04:48 Minuten
06. To The End || 05:32 Minuten
07. Vacant Stare || 05:30 Minuten
08. Mass Psychosis || 04:28 Minuten
09. As My Heart Grows Cold || 06:10 Minuten

Bandphoto

Karl Willetts | Gesang
Frank Healy | Bass
Spike T Smith | Schlagzeug
Scott Fairfax | Gitarre

Photocredit: Timm Sonnenschein