Metalite – “A Virtual World”

Albumcover

Band: Metalite
Album: A Virtual World
Genre: Modern Melodic Metal
Label: AFM Records
Release: 26.03.2021

Nach „Heroes in Time“ (2017) und „Biomechanicals“ (2019) kommt 2021 eine neue Scheibe der schwedischen „Modern Melodic Metal“ Formation „Metalite“. „A Virtual World“ ist das zweite Album mit Erica Ohlsson, die bei ihrem Bandeintritt vor gut eineinhalb Jahren nicht nur ihre exzellente Stimme, sondern auch jede Menge zusätzliche Energie mitbrachte.
Produziert wurde das Album von Edwin Premberg. Gemischt und gemastert hat es Jacob Hansen (Amaranthe, Volbeat) in den „Hansen Studios“ in Ribe, im schönen Dänemark. Der Cover-Designer war Jan Yrlund (Dargkgrove Design). Wie bei den Vorgängern werden auch bei „A Virtual World“ jede Menge elektronische Elemente eingesetzt die aus der Pop/Techno/Trance Sparte stammen. Edwin Premberg, der Gitarrist von „Metalite“ sagt dazu:

„Wir sehen uns als dezidiert moderne Band, die die Dinge anders anpackt als die anderen Melodic-Metal-Bands da draußen“.

Ich bin gespannt auf die dritte Scheibe der Skandinavier*innen und auf das, was mich in den nächsten knapp 48 Minuten erwartet. Ausserdem habe ich mit Gitarrist Edwin Premberg ein Interview geführt, welches ihr HIER lesen könnt!

Bandlogo

Den Auftakt macht der Titelsong „A Virtual World“, bei dem uns das kurze Intro willkommen heißt und uns mitteilt, dass alle Systeme bereit sind. Das letzte Mal als ich einen Titel mit dem Namen „Cloud Connected“ hörte, stammte dieser auch von einer schwedischen Band. Diese Version anno 2021 ist natürlich eine komplett andere und spricht auch eine andere Zielgruppe an. Zum Song gibt’s auch ein Video, er war die dritte Singleauskopplung von „A Virtual World“. Im Gegensatz zum ersten Song, gibt’s hier mehr Gitarrensound zu hören. „Talisman“ kommt wieder mit Synthesizer aber auch Gitarrensolo aus den Boxen. Zum Teil kommt man sich bei „Beyond The Horizon“ vor, wie auf der Loveparade. Das mag für manchen Metalfan sehr befremdlich wirken, aber dieser Sound ist genau so gewollt, von Fans geliebt und hat auch nicht die Absicht, Hörer von Slayer vor Freude durch die Gegend hopsen zu lassen. „Peacekeepers“ ist eine weitere Singleauskopplung und kommt ein Stückchen metallischer als die bisherigen Songs rüber.

Erica Ohlsson samt Hammerstimme im Fokus

Mit kurzem Pfeifen startet „The Vampire Song“, der tempomäßig der „langsamste“ ist bisher und auch mehr in Richtung Metal geht. Der Refrain bleibt in Erinnerung und der Song macht Spaß. Ein Streichholz wird entzündet und „We´re Like The Fire“ startet ein Synthie-Gitarre-Drum-Feuer das durch Ericas starke Stimme befeuert wird. Der Song handelt von Zusammenhalt durch den ein Feuer entsteht, das auch Wind und Regen standhält. Find ich gut solche Texte. Um die künstliche Intelligenz geht es in „Artificial Intelligence“ und dass die Maschinen, wie in T2, immer stärker werden und die Kontrolle übernehmen.

„Alone“
mutet an wie eine Pop-Ballade aus den Neunzigern und erinnert ein bisschen an eine weitere schwedische Band die mit Hits wie „The Look“ oder „It Must Have Been Love“ die Charts regelmäßig im Sturm eroberten. Ab die Luzie geht’s dann wieder bei „Running“ und „Synchronized“ lässt das Album mit einem Song ausklingen, der aussagt, dass wir alle gleich sind. Ich verstehe das Lied als Ausrufezeichen gegen Rassismus.

Das Metal and Me Fazit:

Ja, die Metalwelt streitet sich, ob „Modern Melodic Metal“ nun „dazugehört“ oder nicht. Das ist durchaus ein streitbares Thema, doch wieso soll dieses Genre nicht dazugehören? Der Fan des Thrash oder Death Metal muss keine CD kaufen der Modern Melodic Metal Bands und umgekehrt und nur weil diese Musik für manche Ohren nicht geeignet ist, heißt es noch lange nicht, dass sie schlecht ist. Erst recht finde ich Bezeichnungen wie “Schlager Metal” etc. daneben.

Das Album ist super produziert und der Sound klasse. Die Stimme von Erica ist spitze und jeder einzelne Track sorgt für gute Laune. Das ist das primär wichtigste. Ich finde die Tracks unterhaltsam und werde auch in der Zukunft nicht skippen, wenn die Lieder auf einer Playlist auftauchen. Zum regelmäßigen anhören ist es mir zu „bunt“! Für die Fans der Schweden oder auch anderer Bands, wie z.B. Amaranthe, ist „A Virtual World“ definitiv ein lohnender Kauf und wird auf der nächsten Party für gute Laune sorgen. Alle anderen hören rein und wägen ab, ob sie es besitzen möchten.

Schau doch gerne auch auf meiner Facebookseite vorbei, um dich mit anderen Metalheads und mir auszutauschen.

3.5 von 5 Pommesgabeln
3.5 von 5 Pommesgabeln

Tracks “A Virtual World”:

01. A Virtual World || 03:58 Minuten
02. Cloud Connected || 03:48 Minuten
03. Talisman || 04:57 Minuten
04. Beyond The Horizon || 04:54 Minuten
05.  Peacekeepers || 04:15 Minuten
06. The Vampire Song || 03:51 Minuten
07. We´re Like The Fire || 04:13 Minuten
08. Artificial Intelligence || 04:37 Minuten
09. Alone || 04:44 Minuten
10. Running || 04:04 Minuten
11. Synchronized || 04:20 Minuten

Bandphoto

Gesang | Erica Ohlsson
Gitarre | Edwin Premberg
Gitarre | Robert Örnesved
Bassgitarre | Robert Majd
Schlagzeug | Lea Larsson

Photos by Mats Vassfjord