Sirius Curse – “Time Knows No Lies”

Albumcover

Band: Sirius Curse
Album: Time Knows No Lies
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenvertrieb
Release: 15.03.2021

Es ist ein warmer August im Jahre 2014 als im kleinen Rottweil in BaWü fünf Musiker beschließen, zusammen Musik zu machen, weil sie einfach Spaß daran hatten. Frank und Andreas an den Gitarren, Peter am Mikro (diese drei spielten bereits 1986 in der Band „Exterior“ zusammen, die 1992 die EP Interior Silence veröffentlichten), Dominikus am Bass und Simon an den Drums stellten das klassische Line Up von „Sirius Curse“. Wer gerne das Interview von Peter und mir lesen und weitere Details zur Band erfahren möchte, wird HIER fündig.

Der Metal-Gott wollte es so, dass die fünf Musiker in den Fokus diverser Veranstalter gerieten ohne Material auf Tonträgern je veröffentlicht zu haben, was aufzeigt, was mit dieser Band möglich sein könnte. So kam es zur EP „Time Knows No Lies“, welche mir die Jungs haben zukommen lassen. Die EP entstand in Eigenregie und das nach knapp zweieinhalb Jahren und wurde von Markus „Blacky“ Schwarz im Black-Keys-Tonstudio in Rottweil produziert, gemixt und gemastert. Das CD-Layout und das Cover stammt von Schrod – The PiXLpunishR.

Die Band sagt in der Presseinfo über ihre Scheibe:

Im Zentrum steht die Ambivalenz der Sanduhr, die sowohl einen hoffnungsvollen als auch melancholischen Blick auf die Zeit erlaubt – je nach dem welchen Blick man auf sie wirft. Der verrinnende Sand, Lebenszeit, Momente und Stationen des menschlichen Daseins, die unweigerlich vergehen – falls nicht etwas oder jemand, die Uhr wieder auf den Kopf stellt und die Zeit kurz Lügen straft, bevor sie am Ende wieder die Oberhand gewinnt. Die Blutspur, ein beliebtes Motiv vieler Heavy Metal Cover, verweist hier weniger auf Destruktivität als auf das Motiv des Lebens, das – wie die Zeit – im Fluss ist.

Bandlogo

Time Knows No Lies – der Titel unserer EP steht unzweifelhaft im Lichte der oberen Zeilen. Zeit kennt keine Lügen. Zeit besitzt kein eigenes Bewusstsein, Zeit hat nur eine Funktion, sie bestimmt einen Anfang und ein Ende, mehr nicht. Was innerhalb eines definierten Zeitraumes passiert interessiert die Zeit nicht, sie kümmert sich nicht mal darum – auch nicht um unsere Lügen, obgleich sie diese manchmal zu Tage fördert!

„Rain Time“ eröffnet das Album mit einer tickenden Uhr und Regengeräuschen. Vielleicht Hinweis darauf, wie schnell die Zeit verrinnt?  Musikalisch startet die EP mit „Loud“. Der Song war die erste Auskopplung des Albums und erschien am 31.01.2021 via Youtube. Die beste Gelegenheit, um sich davon zu überzeugen, dass die Jungs was draufhaben. Loud war auch der erste Track, den ich hörte und bei mir zündete er, machte mich neugierig auf mehr. Ich weiß, Mund wässrig machen ist doof, aber bei mir geht’s druckvoll weiter mit „Relax (It’s War)“ das meinen Nacken in Wallung bringt und einen Ohrwurm beschwört dank des Refrains. „No Tomorrow“ walzt mit schwerer Melodie hinterher und wirkt ein wenig düster, auch Peters Stimme gefällt mir hier sehr gut.

„Crucified“ driftet ins melodische ab, was aber keinesfalls negativ ist. Es zeigt lediglich, wie flexibel die Jungs sind und warum Konzert- und Festivalveranstalter auf sie aufmerksam wurden. „Time Knows No Lies“ gibt dann wieder dem Anhänger des klassischen Metal Futter. Der Titeltrack macht Laune, ballert angenehm und einmal mehr gefällt es mir, wie Peter zusammen mit Frank singt. „The Sense“ startet mit gefühlvollem Vocals und weckt in mir eine positive Grundstimmung dank der groovigen Melodien und dem dazugehörigen Gesang. Der finale Song ist zeitgleich der längste mit über sechs Minuten und heißt „Bondage“ – der Song fordert auf in die tiefsten Träume zu folgen. Von wem der Metaller aus Rottweil erfahren wir vielleicht irgendwann. In der Zwischenzeit darf sich nach Metal-Manier ausgetobt werden.

Das Metal and Me Fazit:

Sirius Curse sind dank des Metal-Gottes oder der Metal-Götter den Weg an die Öffentlichkeit gegangen und präsentieren ihre Songs einem breiten Publikum. Zu schade wäre es gewesen, wenn Tracks wie „Loud“, „No Tomorrow“ oder der Titeltrack „Time Knows No Lies“ unter Verschluss geblieben wären. Die Bandbreite, welche die Jungs bedienen können, ist groß, umfasst mehr als den klassischen Heavy Metal, obliegt aber der Experimentierfreudigkeit des Quintetts auf hoffentlich weiteren Releases. Die Spielfreude der Rottweiler ist in jeder Note zu hören und mich würde es freuen, in Zukunft mehr von ihnen zu hören! Die EP ist für einen 10er zzgl. Versandkosten zu haben und ist ganz klar ein Kauftipp!

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Time Knows No Lies”:

01. Rain Time || 00:36 Minuten
02. Loud || 04:21 Minuten
03. Relax (It’s War) || 04:23 Minuten
04. No Tomorrow|| 05:43 Minuten
05. Crucified || 04:36 Minuten
06. Time Knows No Lies || 05:33 Minuten
07. The Sense || 05:36 Minuten
08.  Bondage || 06:03 Minuten

Bandphoto

Andreas Spitznagel | Gitarre
Dominikus Sautermeister | Bassgitarre
Frank Würthner | Gitarre, Begleitgesang
Peter Hirsch | Gesang
Simon Wilde | Schlagzeug

Foto: Uli Schneider