Orden Ogan – „Final Days“

Albumcover

Band: Orden Ogan
Album: Final Days
Genre: Power Metal
Label: AFM Records
Release: 12.03.2021

„Gunmen“, die letzte Veröffentlichung von Orden Ogan ist ein Klasse Album. Der Langspieler erreichte in den deutschen Albumcharts Platz acht und auch die Tour war ein großer Erfolg. Dementsprechend hoch liegt die Messlatte für ihr neuestes Werk „Final Days“, welches nach einigen Verzögerungen am 12.03.2021 die Teller der Plattenspieler oder die Laser der CD-Player spüren darf. Produziert wurde das Album erneut von Seeb Levermann in den Greenwood Studios. Sebastian Jerke designte das genial-futuristische Cover.

Seeb erzählt in der Presseinfo über die Schwierigkeiten, welche die Pandemie der Band einbrockte:

Oh ja, das war letztendlich der Todesstoß für unser gesamtes Timing“, nickt Seeb. „Speziell Videoproduktionen gestalteten sich so extrem schwierig. Aufgrund des Verzugs wurde auch die Konzeption unserer Tour komplett auf den Kopf gestellt. Ursprünglich wollten wir im September 2020 schon mit unseren Supports Grave Digger und Rage ein schönes German Metal-Package auf die Straße bringen, aber Covid-19 machte uns da einen Strich durch die Rechnung. Für die nun für Februar 2022 geplanten „Final Days Tour“ sind jetzt mit Brothers Of Metal und Wind Rose zwei coole, frische Bands mit am Start, die aber ebenfalls schon eine große Fanbase mitbringen. Wir freuen uns sehr darauf!“

Bandlogo

Umso mehr bin ich jetzt gespannt auf die neuen Songs und auch auf 2022, wenn die Tour hoffentlich, wie geplant, am 11.02.2022 in München ihren Auftakt und wir alle ein Metalfest feiern können. Doch jetzt geht’s los in die SciFy-Welt von „Final Days“.

„Heart Of The Android“ eröffnet das Album kraftvoll. Der Refrain ist absolut eingängig und auch das Lyric-Video zum Song ist absolut gelungen. „In The Dawn Of The AI“ war letztes Jahr die erste Auskopplung aus „Final Days“ und beschreibt eines der Untergangsszenarien, wenn die Maschinen das Kommando übernehmen. Mit fetten Riffs und futuristischen Soundeffekten unterlegt machte der Song damals schon mächtig Bock aufs fertige Album. Vor gut vier Wochen releaste die Band den Song „Inferno“ welches nicht nur anschaulich im Video stattfand, unter anderem zerstören Aliens das AFM Bürogebäude, sondern auch musikalisch begeistert. Headbanger kommen absolut auf ihre Kosten und können ihren Nacken nach Herzenslust trainieren. Kurz vor Release von Final Days lassen Orden Ogan in „Let The Fire Rain“ einen weiteren Appetithappen sich in unser Gehirn brennen, der sich festsetzt und dessen geile Melodie einfach nicht aus dem Sinn geht.

„Interstellar (Feat. Gus G.)“
ruft auf zusammenzuhalten. Denn wer nicht aufgibt, wird auch nicht fallen. Ein genialer Song, welcher sich auch auf diese Zeit, in der wir leben, transportieren lässt. In Tradition der Sauerländer, gibt es auch auf diesem Album Gastmusiker zu hören. Gus G., von „Doro“, legt ein astreines Solo hin und bei der gefühlvollen Ballade „Alone In The Dark (Feat. Ylva Eriksson)“ dürfen wir der grandiosen Stimme von Ylva Eriksson lauschen, die sonst über nordische Göttersagen mit den „Brothers of Metal“ singt. Aus den ruhigen Klängen des vorherigen Songs holt uns das Kraftpaket „Black Hole“. Wie auch in weiteren Songs der Platte gefällt mir der Hauch Aggression in Seebs Stimme bei der Betonung mancher Wörter.

„Absolution For Our Final Days“
ist genial groovig und wieder mal kriecht ein Song dieser Platte ins Ohr und krallt sich fest. Auch das Metalgewitter „Hollow“ geht nicht vom Gaspedal und gönnt keine Verschnaufpause. Wieso auch, genau für dieses Tempo wird Orden Ogan geliebt. Der finale Track ist dieses Mal auch namentlich gut zu erkennen. „It Is Over“ ist ein solch geiler Song, ein solch geiles Finale, dass ich euch nichts über den Inhalt erzählen mag. Hört es euch selbst an. 😉

Bandphoto
Das Metal and Me Fazit:

Normalerweise würden hier diese vier Worte genügen: Ich liebe dieses Album. Wer Power-Metal mag kommt an diesem Meisterwerk nicht vorbei. Gut, ScyFy ist nicht so mein Ding, aber das tut dem Hörspaß in keiner Sekunde einen Abbruch. Final Days besteht aus 10 Songs, von denen einfach jeder zündet, wann hat man das schon? Jungs und Mädels, dies ist ein absoluter Kaufbefehl. Was wird das ein Fest, wenn Orden Ogan mit Final Days endlich die Bühnen abreißen dürfen. Ich will da unbedingt dabei sein.

4.5 von 5 Pommesgabeln
4.5 von 5 Pommesgabeln

Schau doch gerne auch auf meiner Facebookseite vorbei, um dich mit anderen Metalheads und mir auszutauschen.

Tracks „Final Days“:

01. Heart Of The Android || 04:31 Minuten
02. In The Dawn Of The AI || 06:06 Minuten
03. Inferno || 04:37 Minuten
04. Let The Fire Rain|| 04:35 Minuten
05. Interstellar (Feat. Gus G.) || 04:54 Minuten
06. Alone In The Dark (Feat. Ylva Eriksson) || 04:40 Minuten
07. Black Hole || 04:32 Minuten
08. Absolution For Our Final Days || 04:28 Minuten
09. Hollow || 05:47 Minuten
10. It Is Over || 06:24 Minuten

Bandphoto

Seeb Levermann | Vocals
Nils Löffler | Guitar
Patrick Sperling | Guitar
Steven Wussow | Bass
Dirk Meyer-Berhorn | Drums

Fotos by Tim Tronckoe