Evergrey – “Escape Of The Phoenix”

Albumcover

Band: Evergrey
Album: Escape Of The Phoenix
Genre: Progressive Metal
Label: AFM Records
Release: 26.02.2021

Mit Spannung erwartet die Metalwelt die Veröffentlichung von „Escape of the Phoenix“ der schwedischen Prog-Metal Virtuosen „Evergrey“. Mit der konzeptionellen Triologie von „Hymns For The Broken“ (2014), „The Storm Within“ (2016) und „The Atlantic“ (2019) hat die Band musikalisch deutlich zugelegt. Mit „Escape Of The Phoenix“ wird ein weiteres, schweres und melancholisches Werk auf uns zukommen, wie die drei bisher veröffentlichten Songs zeigten. Wer gerne mein Interview mit Johan Niemann lesen möchte, findet es hier!

Bandlogo

Über den Titel des neuen Albums “Escape Of The Phoenix” sagt Englund, hatte er ein sehr klares Konzept im Sinn:

„Über die Auferstehung des Phönix zu sprechen, hatte bei mir ein Gedankenspiel ausgelöst“, verrät Englund. „Was wäre, wenn der Vogel gar nicht auferstehen will? Was wäre, wenn er nicht zurückkommen will? Das ähnelt bestimmten Situationen im Leben; manchmal hat man es satt aufzustehen und stark zu sein. Ich denke, das ist der zentrale Gedanke. Mir kam die Idee, nachdem wir die Musik fertig geschrieben hatten.

Als Produzenten von „Escape Of The Phoenix“ sind Tom S. Englund und Jonas Ekdahl verantwortlich. Aufgenommen wurde das Album in den Hansen Studios. Das Cover Design stammt von Giannis Nakos und die Fotos von Patric Ullaeus.

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden elf Tracks – los geht’s!

„Forever Outsider“ eröffnet das Album kraftvoll. Dieser Song war zeitgleich Singleauskopplung Nr. 1 und machte mir damals schon mächtig Lust auf den 26.02.2021. Wenn „Forever Outsider“ keine absolut geniale Hymne ist, höre ich ab sofort H. F.! Auch „Where August Mourn“ ist ausgekoppelt worden als Single Nr. 3. Auch hier ist das Gitarrenspiel von Henrik Danhage zum Niederknien. Weiter geht die Reise mit „Stories“, eine gefühlvolle Ballade mit einem noch gefühlvolleren Tom Englund am Mikrofon. „A Dandelion Cipher“ drückt aufs Gaspedal und wird Headbanger ebenso erfreuen wie das zuvor als Single veröffentlichte „Eternal Nocturnal“, welches ich nach dem ersten Hören sofort zu meiner Playlist hinzufügte, auch wegen des überragenden Textes liebe ich dieses Lied einfach. Doch zurück in die Reihenfolge. Beim emotionalen Downtempo Track „The Beholder (feat. James LaBrie)“ hören wir Tom und James LaBrie im Duett – Augen zu und fast sechs Minuten zum Genießen um dann das Klavierintro zu „In The Absence Of Sun“ und um die Frage zu hören wo die Sonne ist und warum sie sich vor einigen versteckt. Ein Spiel mit verschiedenen Tempi und Emotionen. Genauso, wie das Leben derzeit ist bzw. wie ich es empfinde.

Foto von Patric Ullaeus

„Escape Of The Phoenix“ startet brachial und ruft erneut euren Nacken auf den Plan zum gepflegten Headbangen. „You From You“ bietet Ballade und Drama. Bestimmt kennt der ein oder andere dieses Gefühl, dass der Song vermittelt. „Leaden Saints“ holt uns mit härteren Tönen aus diesem emotionalen Drama und „Run“ liefert zum Ende dieses kurzweiligen Meisterwerks nochmals die herausragende Mischung aus Mid- und Downtempo samt dieser gewaltigen Stimme, die alle Facetten beherrscht, um die Hörerschaft zu begeistern, zu packen und in ihren Bann zu ziehen.

Das Metal and Me Fazit:

Schon mit der VÖ von „Forever Outsider“ catchten mich „Evergrey“ dermaßen, dass ich dem Release von „Escape Of The Phoenix“ mit Freuden entgegensah. Mit „Eternal Nocturnal“ ward es dann komplett um mich geschehen. Jetzt, da ich alle Songs hören durfte, bleibt mir nur zu sagen: Mega Album und dringender Anwärter auf das Release des Jahres. Wer so mit Emotionen umzugehen weiß und sie derart musikalisch genial umsetzt, damit die Seelen der Hörer erreicht und sie streichelt in dieser harten Zeit, gehört einfach zu den ganz Großen.

5 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Escape Of The Phoenix”:

01. Forever Outsider
02. Where August Mourn
03.  Stories
04. A Dandelion Cipher
05. The Beholder (feat. James LaBrie)
06. In The Absence Of Sun
07. Eternal Nocturnal
08. Escape Of The Phoenix
09. You From You
10. Leaden Saints
11. Run

Foto von Patric Ullaeus

Tom Englund | Gesang und Gitarre
Henrik Danhage | Gitarre
Johan Niemann | Bassgitarre
Rikard Zander | Keyboard
Jonas Ekdahl | Schlagzeug

Foto von Patric Ullaeus