LÜT – „Mersmak“

Albumcover

Band: LÜT
Album: Mersmak
Genre: Punk / Indie
Label/Vertrieb: Crestwood Records – Loud Media / Warner Distribution
Release: 12.02.2021

Die Tage flatterte die zweite LP der Band LÜT auf meinen Plattenteller. „Mersmak“ heißt das gute Stück. Mersmak ist norwegisch und bedeutet soviel wie „Mehr Geschmack“. Die norwegische Punk-Indie Kapelle wurde 2014 gegründet und ist in kurzer Zeit zu Norwegens vielversprechendster Rockband aufgestiegen. Durch ihr Debütalbum „Pandion“ wurden LÜT sowohl bei den norwegischen Grammys Spellemannprisen als auch bei der Preisverleihung des norwegischen Rundfunks P3 Gull für die „New band of the year“ nominiert. Auch Lars Ulrich (Metallica) lobte die Band für ihre energetischen Auftritte in dem Podcast „It’s Electric“. Die Band hat auf großen Festivals wie dem Summer Breeze Open Air, dem Reeperbahn Festival, Øya und Tons Of Rock sowie auf mehreren anderen norwegischen Festivals gespielt.

Die Jungs haben im letzten Jahr einige Änderungen in der Besetzung vorgenommen, und Gitarrist Mads Ystmark (Heave Blood and Die) hat die ehemaligen Mitglieder Hans Marius Mikkelsen und Viljar Ratama Dunderovic ersetzt. Seit dem Wechsel der Mitglieder hat LÜT die letzten Monate sowohl im Ausland als auch in Norwegen verbracht, um ihr neues Album fertigzustellen.

Bandphoto

“We are very pleased with the new line-up. During this writing process, we’ve worked closer as a group than before, something we feel is working very well for us. We’re proud to present “Mersmak” as our first single and hope that the people like what they hear”, says guitarist Ørjan Nyborg Myrland.

„Mersmak“ wurde von Ariel Joshua Sivertsen und Preben  Sælid  Andersen produziert und gemischt bei Mike Schuppan (Paramore, Jimmy Eat World) in Los Angeles, welcher eines ihrer Vorbilder ist.

Im gemütlichen Mid-Tempo beginnt der Titeltrack „Mersmak“ und versprüht dabei schon jede Menge gute Laune. „Strictly Business“ gibt schon mehr Gas und ist schön punkig. Punkig geht’s auch weiter mit „LÜTetro“ und „Ingenting Å Angre På“ die auch gut im Radio funktionieren würden. Ich könnte mir die Songs ebenfalls rund um einen geilen Roadtrip vorstellen. Letztes Jahr durfte ich die neue Scheibe von Erlend Hjelvik vorstellen und der Leadsänger von „LÜT“, Markus Danielsen Danjord, erinnert mich immer an Erlends Stimme und das auch in „Bangkok Nonstop“.

Mit „We Will Save Scandirock“ beginnt die zweite Hälfte von „Mersmak“ und ist dabei aggressiver als die bisherigen Songs. Wenn man also eine Allianz gründen möchte, um den Scandirock zu retten, stehen LÜT bereit! „Homme Fatale“ ist dann wieder im mittleren Tempo angesiedelt. Support bei diesem Song bekam die Band u.a. von der norwegischen Rockgröße übernommen Mats Devik von den Cazadores, die ebenfalls aus Tromsø kommen. Ich finde diesen Rocksong eine gelungene Abwechslung zu den bisherigen schnellen Nummern und „Viepå“ ist auch wieder ein schnellerer Song, der gute Laune erzeugt und dessen Refrain auch Nicht-Norweger kurze Zeit nach dem ersten Anhören mitsingen können. „Krei.“ Ist der erste und einzige instrumentale Song auf „Mersmak“ und mit knapp 1:40 Minuten auch ziemlich kurz. Zum Schluss gibt’s den längsten Song des Albums mit „Indiä“. Der Song funktioniert live bestimmt gut und wird die Menge zum Tanzen und Mitklatschen animieren.

LÜT mal anders 🙂
Das Metal and Me Fazit:

Das war es also, mein erstes norwegisches Indie/Punkrockalbum in Landessprache. Ich wusste vorher nicht, was mich erwartet, da ich auch von LÜT nie zuvor gehört hatte. Umso schöner finde ich es, dass mir das Album mit jedem Hördurchgang mehr Spaß machte und meine Laune anzuheben wusste. Wenn ich es denn irgendwann schaffe, werde ich auch die Chöre und die eingängigen Refrains mitsingen. Wer also Abwechslung und Songs sucht, die sowohl tanz- und moshbar sind, der kann bei LÜT zugreifen.

3.5 von 5 Pommesgabeln

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Tracks „Mersmak“:
01. Mersmak || 03:25 Minuten
02. Strictly Business || 02:52 Minuten
03. LÜTetro || 03:47 Minuten
04. Ingenting Å Angre På || 04:33 Minuten
05. Bangkok Nonstop || 03:17 Minuten
06. We Will Save Scandirock || 02:29 Minuten
07. Hmme Fatale || 04:09 Minuten
08. Viepå || 03:14 Minuten
09. Krei. || 01:39 Minuten
10. Indiä || 05:34 Minuten

Bandphoto

Markus Danielsen Danjord | Gesang
Ørjan Nyborg Myrland  | Gitarre
Mads Erlend Ystmark | Gitarre
Marius James Platt | Bass
Sveinung Mellem Engvik | Schlagzeug

Foto Credit: Hans Marius Mikkelsen and Ørjan Nyborg Myrland