„Dawn of Revenge im Interview“

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Heute habe ich die Jungs von „Dawn of Revenge“ im Interview. Von der Band habe ich auch schon Songs geteilt und ich glaube, dass ihr noch viel von ihnen hören werdet. Vor allem ihre kommende EP „Souleater: Resurrection“ wird ballern und über diese und andere Dinge haben wir gesprochen. Hier der Bandcamplink von DoR!

Dawn of Revenge

Metal and Me

Wie geht’s euch derzeit?

Grundsätzlich geht es uns allen gut, auch wenn wir merken, dass der Lockdown langsam an die Substanz geht. Dadurch dass wir zurzeit mehr daheim sind haben wir natürlich auch die Chance, bandtechnisch produktiver zu sein und diese Chance haben wir auch genutzt. Wir haben endlich neuen Stoff in Form unserer neuen EP „Souleater: Resurrection“ aufgenommen und diesen auch mit Musikvideos veröffentlicht. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus, sondern sind gerade dabei, unser erstes full length Album aufzunehmen. Trotzdem juckt es uns schon in den Fingern, bald hoffentlich endlich wieder auf den Bühnen zu stehen und unsere neuen Songs auch vor Publikum zu performen.

„No Hope?“ war mein erster Track, den ich von euch gehört habe und der zündete mächtig. Was inspiriert euch bei euren Songs?

Unser Sänger Mario ist seit geraumer Zeit dabei, eine Kurzgeschichte zu schreiben die von diversen Filmen/Serien/Videospielen der modernen Popkultur geprägt ist. Unsere Songs wiederum basieren grob auf dieser Geschichte und beschreiben mehr oder weniger den Werdegang des Hauptprotagonisten, der bei seinem Streben nach Rache diverse Schicksalsschläge und innere Konflikte überwinden muss.

Dabei wird jedoch jedoch auch Bezug zu alltäglichen Themen genommen. So handelt das Lied „No Hope“ zum einen davon, dass die Hauptfigur innerhalb der Geschichte an einem Punkt angekommen ist, in dem sie ihre Hoffnung verloren hat und nach Hilfe sucht, später aber bemerkt, dass sie ihr Schicksal selbst in der Hand hat und zum anderen davon, dass wir selbst uns nicht unterkriegen lassen sollen und Hoffnung besteht, solange wir unsere Träume verfolgen.

Die Lieder, die ich im Online Radio beim Preview hörte, ballern genial. Wie lange habt ihr an ihnen geschrieben und wie lange dauerte es, bis sie saßen.

Vielen Dank, die Frage kann man pauschal nicht beantworten. Zum Teil ist diese EP ein Remake unserer ersten EP „Souleater“ daher wurden die Songs teilweise neu interpretiert. Das dauert natürlich nicht solange wie, wenn man einen Song von Grund auf neu komponiert. Die Grundgerüste der meisten Songs werden teilweise innerhalb einer „Nachtschicht“ geschrieben und danach über mehrere Wochen oder Monate perfektioniert. Dadurch dass die einzelnen Parts der Songs während der Kompositionsphase andauernd gespielt werden, sitzen sie eigentlich, auch sobald der Song fertig ist. Wir brauchen dann lediglich noch ein bis zwei Bandproben, bis wir sie livetauglich im Bandkontext performen können.

Was dürfen wir von eurer EP erwarten?

Vier Songs, die im Grunde unterschiedlich sind, aber alle dennoch klar unsere Handschrift tragen. So haben wir mit „Fire“ einen groovigen Song mit Mitgröhlcharakter, ein hartes Brett mit „No Hope“, mit Souleater eine geile Mischung aus beidem und zu guter Letzt mit Bad Romance ein Metalcover ganz nach Dawn of Revenge Art. Hörbar sind dabei unsere Einflüsse wie z.B. Trivium, Machine Head oder auch Bullet for my Valentine. Am besten macht sich jeder selbst ein Bild 🙂

Welches der neuen Lieder ist euer Favorit?

Matze: No Hope
Fabi: Fire
Mario: Souleater
Jason: Fire
Finn: Fire

Bandphoto

Wie wichtig ist es euch während dieser Zeit über Social Media mit euren Fans in Kontakt zu bleiben und zu erfahren, wie so die Stimmung ist und die Songs ankommen?

Grundsätzlich ist es uns immer wichtig, mit unseren Fans in Kontakt zu bleiben und wir freuen uns auch über jeden Menschen, der uns anschreibt, Fragen stellt, uns feiert oder unser Merch trägt. Zurzeit ist außer Social Media ja auch kein anderer Kontakt zu den Fans möglich, daher ist es aktuell natürlich wichtiger denn je.

Wie sehr hat euch die Pandemie eingeschränkt bei der Arbeit an Songs, beim Proben und allem was dazugehört?

Konzerte und Proben an sich sind ja aufgrund der Pandemie nicht möglich, daher sind die Einschränkungen hier natürlich enorm, aber wir versuchen mit der Situation so gut wie möglich um zu gehen und haben beispielsweise regelmäßige Bandmeetings auf Online Plattformen. Beim Songwriting gibt es ehrlich gesagt keinen spürbaren Unterschied, da die Songs zum größten Teil wie schon erwähnt sowieso erstmal von Mario in diversen Nachtschichten geschrieben werden. Neue Songs kann man dann in Online Meetings genau so gut besprechen wie offline.

Ein Ausblick auf 2021 – gibt’s derzeit irgendwelche Pläne für Live Auftritte oder eventuelle Live Versionen auf YouTube?

Wir werden bis Mitte 2021 die Arbeiten an unserem ersten Album abschließen. Ob es tatsächlich 2021 den Weg in die Öffentlichkeit findet bleibt ab zu warten. Wir haben auch für 2021 schon Pläne für Livekonzerte oder auch eine Tour gemacht, allerdings sind diese Pläne noch in einer sehr frühen Phase, da wir aufgrund der aktuellen Situation nicht wissen, ob 2021 Konzerte überhaupt möglich sein werden.

Wenn ihr jetzt ein Konzert besuchen dürftet, zu welchem Künstler würdet ihr gehen?

Mario: Ich persönlich würde mega gerne auf ein Konzert von Ice Nine Kills gehen. Die habe ich erst vor Kurzem entdeckt und die sind mit der ganzen Corona Geschichte wirklich gut umgegangen. Also wenn ich anderen Bands empfehlen müsste, wie man die Pandemie nutzen kann, um seine Hörerschaft trotzdem zu erweitern, dann würde ich denen sagen, dass sie sich mal Ice Nine Kills anschauen sollen.

Matze: Da ich Konzertentzug habe, wäre ich überhaupt mal froh auf ein Konzert zu gehen! Von Festivals will ich hier mal gar nicht anfangen

Mal ein wenig weg von der Musik. Wie schaut’s aus mit Hobbys?

Matze: Ich habe vor einer Weile das Streaming für mich entdeckt, welches aus meinem All time Hobby Zocken hervorgegangen ist und konnte es erfolgreich mit einem neueren Hobby, nämlich dem Schlagzeugspielen verbinden.

Mario: Zocken, davon abgesehen versuche ich mich wieder mehr sportlich zu betätigen. Ich habe mir zum Beispiel ein Laufband gekauft und ein Home Gym im Keller eingerichtet.

Finn: Bier.

Wie habt ihr die Feiertage im Jahr 2020 verbracht?

Zum größten Teil daheim und den Maßnahmen entsprechend mit dem kleinsten Familienkreis. Aber auch während den Feiertagen wurde fleißig Bandarbeit geleistet, um diverse Musikvideos oder auch das Album vorzubereiten.

Zum Schluss ein paar Sätze von euch an die Metalheads da draußen.

Meddl Loide, wir hoffen, dass wir uns alle bald wieder auf Konzerten treffen können, um unsere gemeinsame Leidenschaft auszuleben. Wir können es kaum erwarten bald wieder verschwitzt auf der Bühne zu stehen und mitzuerleben, wie ihr euch in den Mosh Pits gegenseitig die Köpfe einschlagt. Bis dahin bleibt gesund.

Danke für das Interview. Etwas, das mir wichtig ist: habt ein erfolgreiches 2021 und bleibt stabil. Viel Erfolg mit eurer EP!

Bandphoto

Finn | Bass
Mario | Vocals Guitar
Matze | Guitar
Fabi | Drums