Angelus Apatrida – „Angelus Apatrida“

Albumcover

Band: Angelus Apatrida
Album: Angelus Apatrida
Genre: Thrash Metal
Label: Century Media Records
Release: 05.02.2021

Vor nun fast genau 20 Jahren wurde in Spanien die legendäre Thrash Metal Band „Angelus Apatrida“ gegründet. 2006 veröffentlichten sie ihr Debüt „Evil Unleashed“ und 2018 ihr bis dato letztes Album „Cabaret de la Guillotine“. Im Jahr 2021 schicken sich die modernen Thrasher an, ein selbstbetiteltes Album zu veröffentlichen. Die Vier-Mann Stahlschmiede unterschrieb 2009 einen Plattenvertrag mit Century Media Records, über die auch das neue Album erscheinen wird. Zu kaufen wird es die 10 Tracks als Ltd. CD Jewelcase in O-Card, LP+CD und Digital Album geben.

Das Coverartwork des Albums wurde wieder von Gyula Havancsák (Annihilator, Destruction, Stratovarius) gestaltet und soll den Horror und die Frustrationen der letzten 12 Monate widerspiegeln. Eigentlich war „nur“ eine EP geplant, doch „dank“ des Lockdowns wurde ein kompletter Langspieler daraus. In der Pressinfo sagt die Band über „Angelus Apatrida“:

“There’s a lot of rage that we have inside from going through the last few months, you know? Almost half of the album was composed before the pandemic. The pandemic came and everything changed. Here in Spain, things were really, really fucked up… not just with the pandemic, but with the political situation here too. It’s at boiling point. So it’s all bad news everywhere, politicians fighting each other and in the meantime there are Nazis both on the Parliament and streets. We’re living in very hard times here. So all the lyrics are talking about those situations. But we’ve never been a political band. I don’t care who you vote for. We talk against racism, fascism, homophobia and all that stuff, because that’s not about politics, it’s about human rights.”

Bandlogo

Das Quartett produzierte das Album selbst. Aufgenommen wurde es von Juanan Lopez, einem Freund der Band, in den Baboon Records. Aber um die Intensität und Wildheit ihrer neuen Songs voll widerzuspiegeln, haben Angelus Apatrida den legendären Studio-Guru Zeuss (Rob Zombie, Overkill, Hatebreed, Siedlungsabfälle, Shadows Fall) engagiert, um die zehn Songs zu mixen und zu mastern.

Dann mal ab dafür mit dem ersten Song „Indoctrinate“, der gleichzeitig als Single vorab released wurde und Leute was soll ich euch sagen? Vom Druck, der aus den Boxen kam, fiel der Hamster des Nachbarn aus seinem Laufrad. Gleich zu Beginn gibt’s mörderisches Tempo, absolut fette Riffs und headbangaction vom feinsten. Nicht minder aggressiv und hart geht es weiter mit „Bleed The Crown“, der zweiten Auskopplung. Habt ihr diese beiden Songs schon im Vorfeld gehört, kommt ihr an diesem Thrash-Monster „Angelus Apatrida“ eigentlich nicht mehr vorbei. „The Age Of Disinformation“ spiegelt wider, was schon seit einiger Zeit in unserer Welt passiert. So wie es im Song heißt „It´s all about the fake“ und die Spanier hauen gnadenlos raus, was ihrer Ansicht nach falsch läuft.

Bandphoto

„Rise Or Fall“ reizt eure Nackenmuskulatur komplett aus und schmettert euch das wütende Credo des Songs, Aufstehen oder Fallen, nur so um die Ohren. Über „Childhood’s End“ und „Disposable Liberty“ kommen wir zu „We Stand Alone“. Die Rede ist von Regeln des Systems, diktiert von Kriminellen, Medien, die sich den Tyrannen beugen oder auch den Wölfen des Staates nicht zu trauen sondern aufzuschreien für Befreiung, seine Verzweiflung und Angst in Rage gegen den reaktionären Abschaum zu richten. Diese ganzen Worte, gepaart mit dem Gewitter, das aus Stimme und Instrumenten losbricht, sind eine Waffe.

Über „Through The Glass“, mit seinen treibenden Riffs, zum stark gesellschaftskritischen „Empire Of Shame“, das in gewohnt aggressiver Manier mit den Ausbeutern aus „Übersee“ abrechnet, die für Gold und Reichtümer kamen und ganze Stämme ausrotteten kommen wir „schon „zum finalen Song eines kurzweiligen Albums. „Into The Well“ wartet noch einmal mit sämtlichen Vorzügen des spanischen Top-Thrash-Quartetts auf und schubst den Hamster erneut aus dem Rad.

Das Metal and Me Fazit:

Nach diesem Thrash-Orkan muss ich mich zunächst erstmal sortieren. Was hat mich denn da getroffen? Sobald man dieses Album startet und die ersten Töne aus der Anlage fetzen, fliegen sämtliche Birnen aus ihren Fassungen, bei diesem gewaltigen Druck, der auf sie trifft. Diese Wut, diese Aggression und Energie, die in den einzelnen Liedern zappelt, kannst du mit den Händen greifen.

Was die Herren Gebrüder Izquierdo, Álvarez und Valera in ihrem siebten Album liefern klingt absolut authentisch, hat Feuer und eine gewaltige Portion, ich nenne es gerne, „In your Face“ Gesellschaftskritik. Hier können Thrash-Heads bedenkenlos zugreifen und auch alle anderen sollten Angelus Apatrida´s neues Werk nicht ungehört an sich vorbeiziehen lassen.

4.5 von 5 Pommesgabeln
4.5 von 5 Pommesgabeln

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Tracks „Angelus Apatrida“:

01. Indoctrinate || 05:39 Minuten
02. Bleed The Crown || 04:26 Minuten
03. The Age Of Disinformation || 04:42 Minuten
04. Rise Or Fall || 03:36 Minuten
05. Childhood’s End || 03:49 Minuten
06. Disposable Liberty || 04:21 Minuten
07. We Stand Alone || 04:11 Minuten
08. Through The Glass || 05:41 Minuten
09. Empire Of Shame || 04:17 Minute
10. Into The Well || 05:47 Minuten

Bandphoto

Guillermo Izquierdo | Vocals & Lead/Rhythm Guitars
David G. Álvarez | Lead & Rhythm Guitars
José J. Izquierdo | Bass Guitar
Víctor Valera | Drums

Photos by Century Media Records