Storm Seeker – “Guns Don´t Cry”

Albumcover

Band: Storm Seeker
Album: Gun’s Don’t Cry
Genre: Pirate Folk Metal
Label: No Cut
Release: 29.01.2021

Arrrr…ihr Landratten! So begrüßen Seeleute die Menschen an Land, oder? Zugegeben, ich hatte bisher kaum Berührungen mit Pirate Metal und „Storm Seeker“ ist die erste Band, von der ich mir ein komplettes Album aus diesem Genre anhören werde. Ich rezensiere jetzt seit Juli 2020 Metal-Alben und habe so viel geiles neues „Zeug“ kennen und lieben gelernt! Nun also Pirate Folk Metal! Ich bin gespannt darauf.

Storm Seeker wurde 2013 in einem Keller bei Neuss (NRW) gegründet. Die Brüder Timothy und Olaf waren es, die weitere Crew-Mitglieder anheuerten und so Storm Seeker aus den salzigen Wellen der sieben Weltmeere hoben. 2016 veröffentliche die Mannschaft die EP „Pirate Scum“. Über den Erfolg der EP kam es zu Auftritten im In -und Ausland. Es gab auch personelle Wechsel zwischendurch und so mancher Sturm zog auf, doch das warf die Band nicht um und so gelang es schließlich, im Mai 2019 endlich das Debüt-Album „Beneath in the Cold“ zu veröffentlichen.

Das bringt uns jetzt zu ihrem aktuellen Werk „Guns Don’t Cry“. Die Rheinländer wollen euch mit ihren brandneuen elf Songs erneut ins Piratenleben mitnehmen. Zusammen soll es zu Abenteuern, epischen Schlachten und mysteriösen Kreaturen gehen. Timothy hat einige Gäste an Board, welche ihn mit ihren, von Rum perfektionierten, Stimmen unterstützen werden. Dabei sind: Seeb von Orden Ogan, Mr. Hurley (Mr. Hurley und die Pulveraffen) und Teufel von Tanzwut.

Zum Vintage-Thema wird es diesen nautischen Schatz neben einem 6-seitigen Digipak auch als Vinyl-Edition, sowie als limitierte Fanbox geben, die das Album selbst, ein hochwertig besticktes „Guns Don’t Cry”-Taschentuch, ein Falt-Poster und eine signierte Grußkarte der Band enthält.

Auf geht’s, hören wir uns das Album an….Arrrrrrr….!

Wisst ihr denn wie man Pirat wird? Nein?! „How To Be A Pirate“ verrät es euch. Die rockige Anleitung wie man die sieben Weltmeere bereisen sollte ist seit Jahren fester Bestandteil der Live-Auftritte von Storm Seeker. Man hört schon ein wenig die Verzweiflung des Pirats in „Naval Hitchhike“, denn als Anhalter auf See hat man es doch ziemlich schwer. Das ein oder andere grinsen, neben dem Wunsch mit einem Rum in der Hand zu tanzen, kann ich mir nicht verkneifen.

„Shoot This Ship Down“ ist der erste Song indem es schöne metallische Parts zum headbangen gibt, aber auch der Folk Anteil nicht zu kurz kommt. Piraten lieben natürlich auch Frauen oder Rum aber dieser Pirat besingt in „Guns Don’t Cry“ seine „Iron Lady“ und wen oder was er meint könnt ihr euch bestimmt denken. Übrigens, „Beer Don’t Cry and Don’t Moan too“. „One more Day“ startet mit einem düsteren Cello-Intro und einer schönen Stimme welche Fabi, der Drehleierspielerin, gehört. Dieses langsame Lied dreht sich um einen Gestrandeten der auf Rettung wartet und sich mit Haien beschäftigt, bis Rettung kommt.

Bei „Compass“ geht es um ein Navigationsgerät. Der Track ist der ruhigste auf dem Album und animiert dazu, sich einfach treiben zu lassen. Sandy sagte im “Metal and Me Interview” über “Compass”:

„Compass“ ist der ruhigste Song der Platte und handelt von der Suche nach dem Kurs, nach Zielen und Orientierung, etwas, was sicher jeder auf die ein oder andere Art kennt. Dieses Bild passte einfach fantastisch zur Seemannsthematik und unserer Instrumentierung.

„Row row row“ lädt ein dem Takt zu folgen und den Text zu genießen. Ein geniales Lied mit eingängigem Refrain und coolen Groove. Das besondere daran ist, dass das Lied während dem Beginn des ersten Lockdowns entstand und bei der Band im jeweiligen heimischen Gewässer aufgenommen wurde.

„Deathwatch Beetle Party“ war der einer der ersten Songs, die für das neue Album aufgenommen wurden. Hier war auch kein geringerer als Mr. Hurley mit von der Partie!  „Maelstrom“ ist wieder herrlich metallisch hart. Die Lyrics stammen von Olaf Abor und zu Gast ist die Mittelalter-Instanz „Teufel“ von Tanzwut.

Für „Sextant“ konnten Storm Seeker Orden Ogans Frontmann Sebastian ‘Seeb’ Levelmann als Gastsänger gewinnen. Damit wird der Ballade das Power zur „Power-Ballade“ hinzugefügt. Harmonie herrscht in diesem Song zwischen den Vocalisten und so ist „Sextant“ ein sehr geiler Song über das navigieren und orientieren im Leben, was derzeit ziemlich Tricky ist. Für mich der eigentliche Abschluss und ein gelungenes Finale, doch da kommt ja noch ein Klassiker mit „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honululu Strand Bikini“ zum Ende! Genießen und abfeiern!

Das Metal and Me Fazit:

Das war es also, das erste komplette „Pirate Folk Metal“ Album das ich gehört habe und wisst ihr was? Es macht super viel Spaß den Fünfen zuzuhören! Man hört, das hier viel Liebe und Leidenschaft drinsteckt und ein perfekt eingespieltes Team am Werk ist. Musikalisch vielfältig, textlich abwechslungs -und einfallsreich, das macht „Guns Don’t Cry“ zu einem meiner ersten Highlights in 2021! Arrrrr….ihr Landratten, kommt an Board und seegelt mit Storm Seeker zu nautischen Abenteuern. Ich bin jetzt jedenfalls auf der Suche nach der „Queen Anne´s Revenge“ und ihrem berühmten Kapitän.

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Guns Don’t Cry”:

01. How To Be A Pirate || 3:24  Minuten
02. Naval Hitchhike || 2:55 Minuten
03. Shoot This Ship Down || 4:19 Minuten
04. Guns Don’t Cry || 3:39 Minuten
05. One more Day || 3:27 Minuten
06. Compass || 1:55 Minuten
07. row row row || 4:04 Minuten
08. Deathwatch Beetle Party || 3:00 Minuten
09. Maelstrom || 3:28 Minuten
10. Sextant || 3:26 Minuten
11. Itsy Bitsy Teenie Weenie Honululu Strand Bikini || 1:59 Minuten

Bandphoto

Timothy Abor || lead vocals, bass
Olaf Abor || guitars, vocals
Sandy McGnomsen || cello, nyckelharpa, vocals
Fabi || hurdy gurdy, recorder, vocals
Ughar der schrecklich Durstige || keyboards

Photocredits Storm Seeker