Therion – „Leviathan“

Albumcover

Band: Therion
Album: Leviathan
Genre: Symphonic/Heavy Metal
Label: Nuclear Blast
Release: 22.01.2021

Therion veröffentlichen am 22.01.2021 ihr 17. (!!!) Studioalbum. Bei diesem Album soll es jedoch um die Begehren der Fans gehen, die sich nichts sehnlicher wünschen und auf das sie seit Theli (1996) warten. Ein Album, pickepackevoll mit Hits ihrer Lieblingsband. Also machten sich Christofer Johnsson und Thomas Vikström ans Werk, das undenkbare zu erschaffen. Gehen wir auf die Reise und hören uns an, was das Seemonster uns zu bieten hat.

„The Leaf on the Oak of Far“ eröffnet das Album knackig und mit der Legende um „Camulus“, einer keltischen Gottheit. Das Wechselspiel zwischen den verschiedenen Tempi, dem weiblichen und männlichen Gesang finde ich super gelungen, die Chöre passen, geiler Auftakt! Bei „Tuonela“ ist kein geringerer als Marko Hietala mit von der Partie. Tuonela ist das Totenreich in der finnischen Mythologie, da passt die Stimme von Marko natürlich super. Der Titeltrack „Leviathan“ wartet mit wunderschönem Chorgesang, weiblichem Opernvocals auf und ist ein geiler epischer Song ebenso wie „Die Wellen der Zeit“! Letzterer spielt auf den deutschen romantischen Komponisten Richard Wagner an. Diese Kombination von Metal und Oper ist schlichtweg fantastisch. Der besungene Nerthus ist eine germanische Gottheit für Erde und Fruchtbarkeit.

„Aži Dahāka“
ist ein Sturmdämon aus der persischen Mythologie. Auch hier haben wir wieder die typischen „Therion-Elemente“ und das Lied ist, wie „Eye of Algol“, ein bisschen schneller und metallischer. „Nocturnal Light“ schmeichelt den Ohren mit den weiblichen Vocals, den Chören und auch der männliche Gesangspart verzaubert den Gehörgang. Kein guter Geselle ist Aamon oder auch der „Great Marquis of Hell“. Aamon hat 40 Legionen der Dämonen unter sich – bedrohlich! Genau das spiegelt sich im Song wider, der euch auch zum headbangen einlädt!

Bei „Psalm of Retribution“ kommt Thomas Vikströms rockige Stimme gut zur Geltung und in „El Primer Sol“ gibt’s Therion auch auf Spanisch, zumindest im Refrain. Zum Finale hören wir uns „Ten Courts of Diyu“ an. Diyu ist das Reich der Toten in der chinesischen Mythologie. Ihr hört diesen fernöstlich musikalischen Touch zu Beginn des Songs heraus.

Das Metal and Me Fazit:

Von Fans sehr lange gewünscht – 2021 umgesetzt. Ein Album gespickt mit epischen Songs in solch einer Vielfalt auf mehreren Ebenen. Klassischer Gesang, Orchester, Chöre, rockige Vocals und fabelhafte Melodien mit Texten aus verschiedensten Bereichen der Mythologie machen „Leviathan“ zu einem Abenteuer, welches ich immer wieder erleben möchte.

Solltet ihr Therion noch nicht kennen, bietet „Leviathan“ eine perfekte Möglichkeit, um sich näher mit der Band zu befassen und um sich diesem Sound mit Leib, aber vor allen Dingen Seele, hinzugeben. Wer Symphonic Metal mag kommt an diesem Album nicht vorbei.

4.5 von 5 Pommesgabeln
4.5 von 5 Pommesgabeln

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Tracks „Leviathan“:

01. The Leaf on the Oak of Far || 03:38 Minuten
02. Tuonela || 04:37 Minuten
03. Leviathan || 04:01 Minuten
04. Die Wellen der Zeit || 03:46 Minuten
05. A?i Dah?ka || 03:06 Minuten
06. Eye of Algol || 04:03 Minuten
07. Nocturnal Light || 05:37 Minuten
08. Great Marquis of Hell || 02:36 Minuten
09. Psalm of Retribution || 05:03 Minute
10. El Primer Sol || 03:37 Minuten
11. Ten Courts of Diyu || 05:29 Minuten

Christofer Johnsson | guitars
Christian Vidal | guitars
Nalle Phalsson | bass
Thomas Vikström | vocals
Johan Koleberg | drums