Dread Sovereign – „Alchemical Warfare“

Albumcover

Band: Dread Sovereign
Album: Alchemical Warfare
Genre: Doom-Heavy Metal
Label: Metal Blade Records
Release: 15.01.2021

Die Doom Metal Band „Dread Sovereign“ wurde im Jahr 2013 in Dublin, im schönen Irland, gegründet. Gründer ist der Frontmann von Primordial – Alan Averill Nemtheanga. Eben jener gründete die Band als „Nebenprojekt“. Dieses „Nebenprojekt“ brachte bisher eine EP und zwei Langspieler auf den Markt. Nun folgt also mit „Alchemical Warfare“ die dritte Scheibe des Trios Nemtheanga – Bones – JK mit dem Vorsatz, mehr zum Heavy Metal zu tendieren als bisher. Aufgenommen wurde das Album von Shauny Cads bei „Last Light Recordings“ in den Temple Lane Studios. Gemixed wurde es von Ola Ejsford und gemastert von Chris Common.

In der Presseinfo sagt Sänger/Bassist Nemtheanga:

“Anfangs lautete unser Motto ‘The world is doomed’, und nun scheint das Leben die Kunst nachzuahmen, weshalb wir wie dreckige Propheten dastehen! Die neue Platte von Dread Sovereign war mehrere Jahre in der Mache und kommt nun pünktlich, falls nächstes Jahr die Welt untergeht, was durchaus sein kann, falls ihr es noch nicht wisst. Wir haben ein bisschen mehr Tempo als früher, bleiben aber eine Doom-Band. Das Album ist halt etwas Venom- und Motörhead-lastiger, denn wenn schon alles vor die Hunde geht, dann wenigstens mit ausgestrecktem Mittelfinger, nicht wahr?“

Das Album erscheint in vielen verschiedenen Ausführungen, da sollte für jeden was dabei sein:

– digipak-CD

– 180g black vinyl (EU exclusive)

– slate blue / grey marbled vinyl (EU exclusive – limited to 200 copies)

– raisin rouge marbled vinyl (EU exclusive – limited to 150 copies)

– gold / black dust vinyl (Kings Road exclusive – limited to 100 copies)

– white / black marbled vinyl (US exclusive)

Für mich ist „Dread Sovereign“ totales Neuland und ich bin sehr gespannt auf dieses Album. Also – push play – und ab dafür 😀


„A Curse on Men“ ist das fast einminütige Vorspiel für den zehnminütigen Song „She Wolves of the Savage Season“. Der instrumentale Part dauert schon seine Zeit, er bereitet euch aber auf die Explosion vor, die den Song zu einer epischen Heavy-Doom Walze macht. Nach diesem Brecher hat es der folgende Song „The Great Beast We Serve“ schwerer um aufzutrumpfen. Der Song kommt mit schwer stampfendem Groove und gibt einen schönen Anlass, seinen Kopf im Rhythmus zu bewegen.

„Nature Is the Devil’s Church“ beginnt mit „unheilvollen“ Klängen, bevor er aber mal so richtig losballert und deutlich macht, dass die Richtung zum Heavy Metal geht. Natürlich bleibt das Hauptaugenmerk im Bereich des Doom! „Her Master’s Voice“ tritt bedeutend weniger aufs Gaspedal als „Nature Is The Devils Church“, geht aber ebenso über acht Minuten wie auch „Ruin Upon The Temple Mount“. Doch alles der Reihe nach. „Viral Tomb“ ist ein weiterer, kurzer, Instrumentaltrack und „Devil’s Bane“ ist eine geniale Mischung aus richtig schwerem Metal, dunkelschwarzen Lyrics samt der dazugehörigen dreckigen Höllenstimme und eben den Vorzügen des Doom-Metal. „Ruin Upon the Temple Mount“ stellt für alle Nicht CD Besitzer das epische Finale dar, denn das Cover von Bathory, „You Don’t Move Me (I Don’t Give a Fuck)“, gibt’s nur als Digipack CD Bonus track!

Kommen wir nochmal zu „Ruin Upon the Temple Mount“. Ziemlich düster zu Beginn, mit langsamen Gitarren und Drums, baut sich eine Spannungskurve auf, die sich nach ca. vier Minuten löst als die dämonischen Vocals einsetzen und eben jene Dämonen beschworen und Blutopfer dargeboten werden.

Das Metal and Me Fazit:

Das war nun das erste Mal Doom-Metal mit Heavy Elementen für mich. Ich muss zugeben, an die Texte musste ich mich ein wenig gewöhnen. Was aber die düstere Stimmung betrifft, die Dread Sovereign erzeugen, muss ich echt sagen: Top! Diese Stimme von Nemtheanga, die absolut dämonisch klingt oder auch die Instrumente, welche eine derart düster-dunkle Stimmung aufflammen lassen, dass man als „Ersthörer“ bei Nacht seine Augen nach sich bewegenden Schatten offenhält, genial.

Alchemical Warfare ist nicht das übliche Doom Metal, was ja zuvor verkündet wurde, da schon einiges an Einflüssen aus dem Heavy Metal dabei ist. Für jene, die noch nie etwas mit dem Genre zu tun hatten, ist das dritte Album von Dread Sovereign vielleicht eine Art „Hellgate“ zu dieser Spielart des Metal. Für „alte Hasen“ bietet das Album vielleicht ein wenig Abwechslung zu bisher Gehörtem. So steckt für jedermann etwas in diesem Release und verbindet mit einem Genre-Spagat beide „Welten“. Ich werde nun erstmal meine Fenster und Türen mit Salz versehen – sicher ist sicher.

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks „Alchemical Warfare“:

01. A Curse on Men || 00:59 Minuten
02. She Wolves of the Savage Season || 10:08 Minuten
03. The Great Beast We Serve || 04:51 Minuten
04. Nature Is the Devil’s Church || 08:25 Minuten
05. Her Master’s Voice || 08:11 Minuten
06. Viral Tomb || 01:09 Minuten
07. Devil’s Bane || 05:22 Minuten
08. Ruin Upon the Temple Mount || 08:56 Minuten
09. You Don’t Move Me (I Don’t Give a Fuck) *nur auf Digipack CD || 03:51 Minuten

Bandphoto
Credit: Piet Goethals

Nemtheanga | vocals/bass
Bones | guitars
JK | drums