Iron Savior – “Skycrest”

Cover
“Skycrest”

Band: Iron Savior
Album: Skycrest
Genre: Melodic Metal / Modern Hard Rock
Label: AFM Records
Release: 04.12.2020

Wir haben mittlerweile Dezember, die Zeit der Sommergewitter ist lange vorbei, doch aus dem hohen Norden ertönt Donner, zucken Blitze, Epizentrum ist die Perle des Nordens: Hamburg! Der Grund? Aus dem hanseatischen Metal-Mekka kommt die neue Scheibe von „Iron Savior“, „Skycrest“ ihr Name. Ein bisschen Zeit ist seit dem letzten Album vergangen. Ganze zwei Jahre war Piet mit der Arbeit an neuen Songs beschäftigt. Er begann direkt nach „Kill Or Get Killed“ mit dem Songwriting für „Skycrest“. Er erklärt: „Über die zwei Jahre habe ich mitunter etwas den Bezug zu den Songs verloren, geschrieben, als gut abgehakt und erst mal was anderes gemacht. Daher war ich in der heißen Phase der Produktion, als ich mich dann wieder intensiv damit beschäftigt habe, teilweise vollkommen überrascht, wie gut das Material doch eigentlich ist. Quasi nach jedem Lead Vocal, der fertig war, hatte ich einen neuen Top Favoriten. Das habe ich so noch nie erlebt.“

Aufgenommen wurde „Skycrest“  wieder in den „Powerhouse Studios“ von Chef-Savior Piet, der auch für die gesamte Produktion verantwortlich ist. Für das Cover ist Felipe Machado verantwortlich. So far the Facts, let’s get ready to Rumble!

„The Guardian“ ist die instrumentalte Eröffnung von „Skycrest“. Spannung baut sich auf bevor der Titelsong „Skycrest“ an der Reihe ist. Jene Spannung die sich explosionsartig in Begeisterung über die Energie im Titeltrack verwandelt. Nach dem Intro ein Auftakt nach „Art des Hauses“.

„Our Time Has Come“ kam am 16.10.2020 als erste Single raus und steht dem vorherigen Track in Sachen Härte und Tempo in nichts nach. Ein wenig langsamer, dafür werden wir auf eine Rettungsmission mitgenommen, der „Hellbreaker“ ist entfesselt. Auch Piet entfesselt sein können in einem Solo und mit seiner, für Metal prädestinierten, Stimme.

Die Muskulatur rund um den Nacken sollte nun warm sein um bei „Souleater“ den Rhythmus mitzugehen. Was die Lyrics betrifft wird sich der ein oder andere im Lied wiederfinden. Bei „Welcome to the New World“ bekam ich Gänsehaut, sind doch die derzeitigen Zustände sehr detailliert besungen. Der Refrain ist einprägsam und zusammen mit den harten Tönen des restlichen Setups samt fantastischen Chören setzt Iron Savior perfekt in Szene was los ist auf der Welt. Ob der Mensch daraus lernt? Im Interview mit mir sagte die Band über “Welcome To The New World”:

“Eigentlich meinen ja viele, dass man sich als Musiker politisch nicht äußern sollte. Das teile ich nur bedingt. Ich finde, dass es in besonderen Zeiten auch notwendig ist, eine klare Kante zu zeigen und auch sein Sendungsbewusstsein – sei es noch so klein – einsetzen muss. Natürlich darf man die Sache auch nicht übertreiben und deswegen gibt es auch nur einen Song auf dem Album, der politisch ist. Die Aussage dürfte relativ klar sein: ich bin kein Freund von Präsident Trump und hoffe inständig, dass “Welcome to the new World” zum Zeitpunkt der Veröffentlichung einen Blick in die Vergangenheit darstellt und Trump nicht mehr im Weißen Haus sitzt.”

Anmerkung von mir: Mr. Trump has left the Building!

Schüttelt euer Haupt im Takt von „There Can Be Only One“, manch Besungener kann das nämlich nicht mehr. Schneidende Gittaren, harte Drums und Bässe sowie Piets Stimme machen das Lied zu einem meiner Favoriten. In der Nacht sind viele Wesen unterwegs. Wen kann man mit einer „Silver Bullet“ niederstrecken? Vom Tempo her gab es in allen bisherigen Tracks nicht viel Pause und hier wird fast sechseinhalb Minuten das Powerpedal gedrückt, fast. “Raise The Flag” ist eine Hymne auf unser Musikgenre, treibender Groove, Chöre – bitte live spielen.

Kurz bevor wir zur Ballade „Ease your Pain“ kommen, gibt’s noch die Reise zum „End of the Rainbow“. Das eine im Mid-Tempo gehalten und das andere balladentypisch langsam. „Ease your Pain“ ist ziemlich emotional und man glaubt jedes Wort das gesungen wird. Bist du nah am Wasser gebaut, solltest du Taschentücher griffbereit haben. Herrliches Lied!

Finale! Ab dafür, ihr mutigen und kühnen Helden! „Ode to the Brave“ nimmt nochmal richtig Fahrt auf! Krachende Beats rufen zum aktiven mitgehen während des Songs auf! Der Refrain darf mitgesungen, die Pommesgabel erhoben werden. Geiler Abschluss für „Skycrest“.

Das Metal and Me Fazit:

Sechsundfünfzig Minuten und sechs Sekunden kurzweiliges Powermetal aus Hamburg. Rockröhre Piet, Riffs, Chöre, Grooves, ballernden Drums, donnernden Bass, alles passt und macht „Skycrest“ zu einem echten Hörerlebnis. Von Fantasy bis aktuellem Zeitgeschehen sind die einzelnen Songs vielseitig und authentisch!

Mir hat „Skycrest“ eine Menge Spaß gemacht und tut es noch. Hinter „Iron Savior“ steht jemand, der sein Handwerk von der Pike aus versteht. Für Fans ein Pflichtkauf für Anhänger des Powermetal ebenso. Theoretisch und praktisch sollte „Skycrest“ unter jedem Weihnachtsbaum liegen!

Hier könnt ihr noch mein Interview mit Iron Savior über Skycrest lesen!

4.5 von 5 Pommesgabeln
4.5 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Skycrest”:

01. The Guardian
02. Skycrest
03. Our Time Has Come
04. Hellbreaker
05. Souleater
06. Welcome To The New World
07. There Can Be Only One
08. Silver Bullet
09. Raise The Flag
10. End Of The Rainbow
11. Ease Your Pain
12. Ode To The Brave
Gesamt 56:06

Bandphoto
“Iron Savior”

Piet Sielck | Vocals, Guitars
Joachim “Piesel” Küstner | Guitars
Jan S. Eckert | Bass
Patrick Klose | Drums

Photos by Thomas Sprenger