Rammstein – „Herzeleid XXV Anniversary Edition“

Albumcover „Herzeleid XXV Anniversary Edition“

Band: Rammstein
Album: Herzeleid XXV Anniversary Edition
Genre: Neue Deutsche Härte
Label: Universal  Music
Release: 04.12.2020

Ein Vierteljahrhundert ist das jetzt schon her, als Rammstein die ersten Schritte in Richtung sensationellem Welterfolg unternahmen. Volle Stadien und Hallen weltweit. Unzählige abgesetzte Tonträger, Shirts, Hoodies und was es noch so alles gab und gibt. Jetzt releasen sie die Jubiläumsausgabe ihres Debütalbums „Herzeleid“. Na? Wer erinnert sich an die, bis dato, unbekannten Typen auf dem Cover? Ich weiß noch als ich das Album in den Händen hielt und so garnichts damit anfangen konnte, doch machten mich die Titel neugierig. Ich legte also die CD ein und lauschte dem, was die Band zu sagen hatte und…meine Fresse was hat mich denn da gerade überfahren?!

Rammstein 1995 Photo by Prahler

Allein schon der erste Track mit „Wollt ihr das Bett in Flammen sehen“ schlug ein wie eine Bombe. Dann ging es mit der Verkündigung des Untergangs weiter in „Der Meister“ und durchatmen war nicht sondern heftiges „Bang your Head“ bei „Weisses Fleisch“ nachdem man zunächst den Lyrics aufmerksam lauschte. Die ersten Takte von „Asche zu Asche“ sind so bretthart, genau wie das was in den nächsten Minuten abbrennt. Auch live war die Nummer heiß und schweißtreibend. Über den „Seemann“, der einem zum ersten Mal auch die langsamere, aber nicht minder geniale, Seite der Berliner Band zeigte ging es zu „Du riechst so gut“, einem meiner Favoriten auf dem Album.

 „Das alte Leid“ ist der längste Song auf „Herzeleid“ und begrüßt uns mit einem doppelten „Hallo“ bevor ein geiler metallischer Sound einsetzt und Till mit seinem markanten rollenden R loslegt. „Heirate mich“ wird textlich ziemlich düster, ist aber erneut ein Genuss für die Headbangen unter uns. Wie Toll dieses „Heirate mich“ singt, Hammermäßig! Bewahrt – einander – vor – „Herzeleid“, der gleichnamige Song zum Album und auch in meiner Gunst ganz oben. Kurz vor dem Ende gibt’s noch immer kein nachlassen für die Ohren und den Kopf denn es ist „Laichzeit“. Der Song hat einen genialen Groove und hinterließ schon einige Fragen beim ersten Hören. Aber dann wusste man was mit Fischmilch etc. gemeint ist. Zu guter Letzt kommt „Rammstein“ und schließt das geniale Debütalbum ab.

Das Album wird im aufwändigen Digipack in KreuzForm samt Deluxe-Schuber, sowie in digitaler  Form erhältlich sein, wohlgemerkt  erstmals in remastertem HD-Sound. Außerdem wird eine Doppel-LP,  ebenfalls  im  Schuber,  mit  180  Gramm-Schallplatten in blauer Splattered Vinyl-Optik  aufgelegt.  Diesen  visuellen Effekt gibt’s erstmalig in der Rammstein-Diskographie.  Die  komplett  überarbeitete  Verpackung  mit  zahlreichen neuen Komponenten stammt  vom ursprünglichen Artwork-Designer  Dirk  Rudolph.  In den Booklets werden zudem  bislang unveröffentlichte  Bilder des Fotografen  Praler zu sehen sein.  Die beiden CD-  und  LP-Editionen sind streng  limitiert.

Das Metal and Me Fazit:

Es gibt Alben, die verdienen es, nach langer Zeit neu aufgelegt zu werden und „Herzeleid“ ist eines davon. Dieses Meisterstück ist der Auftakt einer Karriere die seinesgleichen sucht. Ich selbst sah die Band zum ersten Mal live auf der „Sehnsucht“ Tour in Ludwigshafen am Rhein in der Eberthalle. Heutzutage würde diese Halle platzen ob des Drucks der bei Rammstein-Konzerten entsteht.

Wer Herzeleid noch nicht hat sollte sich die Jubiläumsausgabe kaufen und wer es schon hat sollte sie auch kaufen und das aus drei Gründen: 1.) der Nostalgie wegen 2.) weil es so f*cking awesome ist 3.) weil hier Musikgeschichte geschrieben und gestartet wurde.

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks „Rezension“:

01. Wollt ihr das Bett in Flammen sehen || 5:16 Minuten
02. Der Meister || 4:11 Minuten
03. Weisses Fleisch || 3:36 Minuten
04. Asche zu Asche || 3:51 Minuten
05. Seemann || 4:48 Minuten
06. Du riechst so gut || 4:52 Minuten
07. Das alte Leid || 5:44 Minuten
08. Heirate mich || 4:45 Minuten
09. Herzeleid || 3:45 Minuten
10. Laichzeit || 4:23 Minuten
11. Rammstein || 4:28 Minuten

Till Lindemann – Gesang
Paul Landers – Gitarre
Christian ‘Flake’ Lorenz – Keyboard
Richard Z. Kruspe – Gitarre
Oliver Riedel – Bass
Christoph Schneider – Schlagzeug

Vinylausgabe „Herzeleid XXV Anniversary Edition“