Hatebreed – „Weight Of The False Self“

Albumcover „Hatebreed“

Band: Hatebreed
Album: Weight Of The False Self
Genre: Hardcore
Label: Nuclear Blast
Release: 27.11.2020

Hatebreed sind wieder da! Ihr mittlerweile achtes Studioalbum steht in den Startlöchern um mit absolut kompromisslosem Dampfhammer die Ohren ihrer Fans und Hörer zu bearbeiten. Nichts anderes als Blut und Schweiß stecken in den zwölf neuen Songs die in einem Industriepark in Milford, Connecticut aufgenommen wurden. Die Band nahm das Album erneut mit Hilfe von ZEUSS auf.  Zeuss hatte nun mehrere Jahre mit der Band zusammen gearbeitet und konnte so die berüchtigten „Es war wirklich toll, wieder mit Zeuss zusammenzuarbeiten. Ich mag den Klang der Gitarren“, kommentiert Gitarrist Wayne Lozinak.

Der bekannte Künstler Eliran Kantor war für das Albumcover zuständig. Es zeigt einen Mann, der an einer Skulptur aus Stein meißelt. In Kantors klassischem Malstil durchbricht er den Lehm von Tumult und Traurigkeit, bis ein Licht durch den Felsen scheint. Der Bildhauer aber wendet sein Gesicht von den blendenden Strahlen der Heilung ab. Das Bild kombiniert visuell die Themen des Albums aus dem emotionalen Kampf und der Überwindung von Schmerzen, nachdem sich Schichten von Depressionen, Angstzuständen, Verrat und Herzschmerz auf der Seele eines Menschen verhärtet haben.

Nach über vier Jahren dürstete es die Liebhaber des Hardcore-Metal von Hatebreed nach neuem Material und heute darf ich es unter die Lupe nehmen.

Mit „Instinctive (Slaughterlust)“ geht das Geballer gleich heftig in die erste Runde mit einem Lied, dass davon handelt wie jemand reagieren kann, wenn er in starke Bedrängnis gerät und sein unbändiger Zorn auf die Verursacher dieser Bedrängnis trifft. „Like an Animal“ – Instinctive!

„Let Them All Rot“ hämmert musikalisch und gesanglich genauso heftig, wie der Vorgänger und schlägt uns mit jeder Menge Aggression in der Stimme entgegen. Hatebreed pur und wie wir es kennen und lieben. „Set It Right (Start With Yourself)“ – „If you want to Change the World, Start with yourself“. Ein Song darüber, dass man mit sich selbst reinen Tisch machen sollte, bevor man irgendwelche andere Dinge in Angriff nehmen möchte. Ein gehöriger Tritt in den eigenen Arsch hat noch keinem geschadet.

„Weight of The False Self“ ist der Titelsong und kam bereits als Singleauskopplungl samt Video zu sämtlichen Streamingdiensten. Nackenbrecher über Nackenbrecher und dieser Song bildet keine Ausnahme. „Cling to Life“ nimmt ein bisschen das Tempo raus, trotzdem macht es Spass die Backings mitzusingen und zum Titel zu headbangen. Über  „Stroke of Red“ welches sich um die Entscheidung dreht, sich selbst oder anderen zu schaden sagt Jasta in der Presseinfo: Es ist wie Auge um Auge, aber das würde alle erblinden lassen. Sobald du diesen dunklen, gewalttätigen Weg gegangen bist, gibt es kein Zurück mehr. Dieser Song ist eine dunkle Leinwand; ich verlasse meinen Körper, um von ihm auf einer anderen Ebene schreckliche Dinge zu fordern; und dann kehre ich zu mir zurück, um daraus zu lernen – damit man diesem dunklen Verlangen niemals nachgeben wird“.

„Dig Your Way Out“ nimmt heftig Fahrt auf und „This I Earned“ steht dem in nichts nach. Hardcore-Geballer vom feinsten. Da dürfte kein Metalhead über mangelnde Bewegung seines Oberkörpers zu klagen haben.

„Wings of The Vulture“  stellt eine Metapher für alle negativen Kräfte der Natur, des Schicksals und der Menschheit dar, welche hoffen, uns in den Momenten treffen und verletzten zu können in denen wir am schwächsten sind, um etwas für uns bedeutungsvolles, sterben zu lassen. „The Herd Will Scatter“, „From Gold to Gray“, und „Invoking Dominance“ ist das finale Trio des Hardcore-Metal Hammers aus den USA und liefern uns zum Abschluss gewohnte Hatebreed-Qualität durch geniales Songwriting, harten Riffs und eingehenden Refrains.

Das Metal and Me Fazit:

Es ist wie es ist. Hatebreed liefern das, was man von ihnen gewohnt ist und was man erwartet. Harten Metal, extraharte Texte, metalischen Groove und 12 Songs mit denen du jedes Fitness-Studio aus den Angeln heben könntest. Ich mag diese Kick-Ass Musik und die Amerikaner beherrschen diese wie keine andere Band. Wer pures Adrenalin durch seine Adern fließen lassen und für den nächsten Festivalsommer fit seine möchte, dem lege ich dieses Album nahe. Achja, allen anderen auch!

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks „Rezension“:

01. Instinctive (Slaughterlust)
02. Let Them All Rot
03. Set It Right (Start With Yourself)
04. Weight of The False Self
05. Cling to Life
06. A Stroke of Red
07. Dig Your Way Out
08. This I Earned
09. Wings of The Vulture
10. The Herd Will Scatter
11. From Gold to Gray
12. Invoking Dominance

Bandphoto Hatebreed
Photo by Jeremy Saffer

Jamey Jasta | Vocals
Chris Beattie | Bass
Frank Novinec | Guitars
Wayne Lozinak | Guitars
Matt Byrne | Drums