HJELVIK – “Welcome To Hel”

Cover
“Welcome To Hel”

Band: Hjelvik
Album: Welcome To Hel
Genre: Black Viking Heavy Metal
Label: Nuclear Blast
Release: 20.11.2020

Wir schreiben das Jahr 2020, ein Jahr das viele Herausforderungen an uns stellte und noch immer stellt. Gut, dass es Musik gibt, die uns in dieser Zeit ablenkt und unserer Seele gut tut. Daher tun uns Metalheads die Götter einen großen Dienst und machen 2020 zum Jahr der Wiedergeburt. Kein geringerer als „Erlend Hjelvik“ kehrt mit „HJELVIK“ nach zwei Jahren Pause mit seinem Album „Welcome To Hel“ zurück. Er selbst sagt: „Ich glaube, ich hatte immer im Hinterkopf, irgendwann etwas Eigenes zu machen,“ so Erlend. „Ich weiß nicht mehr, wie ich angefangen habe Songs zu schreiben, nachdem ich meine alte Band verlassen habe, aber plötzlich lief es einfach und ich freue mich, dass es bald wieder losgeht.“ (Quelle Nuclear Blast).

„Welcome To Hel“ wurde im „The Hallowed Hall Studio“ in Portland, Oregon, in Zusammenarbeit mit  Justin Phelps aufgenommen. Der legendäre Künstler Joe Petagno hat mit seinem  epischen Kunstwerk, welches das Cover von Welcome to Hel schmückt, den visuellen Teil für HJELVIK geliefert. Es bildet die Kulisse für das Album und die konzeptuelle Welt, die sich hinter dieser neuen wütenden musikalischen Kraft verbirgt.

Auf geht’s in die Welt von „Welcome To Hel“

Aggressiv geht’s los mit „Father War“! Heftiger Bass, schneidende Gitarren und ein Erlend Hjelvik in Topform legen los wie die Feuerwehr! „Hail, Hail Father War“ sag ich nur. Man kann sich bildlich vorstellen, wie Gungdir (Odens Speer) durch die Lüfte fliegt um des Gegners Hals zu treffen. „Thor’s Hammer“, der mächtige Mjölnir, hat einen geilen Groove und ist ein Nackenbrecher! Weiter geht’s in Landessprache bei „Helgrinda“. Erlend sagte über den Song das er einer seiner persönlichen Lieblingssongs sei. Der, sehr Black-Metal lastige, Song handelt von altertümlichen skandinavischen Begräbnisritualen und erzählt über die Reise in Hel’s Unterwelt.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist „The Power Ballad of Freyr“ (Frey gehört zum Götter – Geschlecht der Wanen. Er ist der Gott der Liebe und der Fruchtbarkeit. Trotzdem ist er durchaus kämpferisch) mehr Powermetal und absolut gutes Training für Kopf und Nacken und „Glory of Hel“ geht ähnlich geil ab, den Refrain mitgrölen und einfach den Spass haben, den der Norweger bei dem Lied hat! „Glory of Hel“ ist bestimmt der absolute Live-Hüttenburner! Ausserdem ist Matt Pike von High on Fire & Sleep bei „Glory of Hel“ mit Vocals und Gitarrensolo an Board.

Wir wechseln erneut Tempo und Spielart bei „12th Spell“, dem bisher düstersten Song auf „Welcome to Hel“, der den Hörer aber in seinen Bann zu ziehen weiß! „Ironwood“ ist ist wieder mehr im Bereich des Black-Metal anzusiedeln. „Ironwood“ oder auch „Járnviðr“ ist Bestandteil der nordischen Mythologie und es lohnt sich, darüber zu recherchieren! Oder man fragt HJELVIK, was ich im Interview getan habe.

The Story of Angrboda giving birth to Hel, Fenris and Jormundgandr in “Ironwood” is pretty straightforward though so I wouldn’t say it required much research, but I usually always do some extra reading and freshening up on a chosen topic before writing the lyrics just to have it fresh in my mind and maybe get some extra ideas.

Über das brachial, in Erlend Hjelvik’s Muttersprache gesungenem, „Kveldulv“ mit seinen einprägsamen Riffs über das ich Erlend befragte, um was denn genau geht, da mein norwegisch schlecht ist und die Übersetzer ungenau, sagte er mir:

Yes, the title literally translates into Evening-wolf. It was the nickname for an old Norwegian viking chieftain and scald/bard who was said to shapeshift into a wolf in the evenings, hence his nickname. I used his name to write the story about a Ulvhedner (wolf warrior, like a berserker) shapeshifting into a wolf and going into battle.

kommen wir zu „North Tsar“. Der Track war die erste Singleauskopplung und ich konnte es kaum erwarten, diese zu hören, als sie angekündigt wurde. Ich wurde absolut nicht enttäuscht und war nach dem Lied bereit mit Axt und Schild loszuziehen um das Übel dieser Welt zu bekämpfen. Dazu noch das hammerharte Video in zwei Fassungen und der Hype hatte mich. Ziemlich düster und schwer beginnt „Necromance“. Neben den typischen Screams gibt’s hier auch Clean-Vocals von Mike Scalzi von der Band  „Slough Feg“. Ausserdem hat Scalzi noch ein Gitarrensolo in „Necromance“!

Das Metal and Me Fazit:

Erlend Hjelvik gibt mit „Hjelvik“ mächtig Gas und das fast 40 Minuten lang. Das sah und hörte man schon bei „North Tsar“ und setzt sich gleich beim ersten Song „Father War“ fort. Düster, aggressiv, hart, schnell, ballernd, es gibt jede Menge Beschreibungen für das Debütalbum des Norwegers. Doch, soll man es auf einen Nenner bringen ist „Welcome to Hel“ ein absolut gelungenes Debüt, dass uns in die interessanten Welten nordischer Mythologie führt. Die Thematik rund um Odin, Thor, Freyr, oder Hel passt zu Hjelvik wie der berühmte Bart zum Wikinger.

Steigerungspotenzial gibt es immer, doch Erlend Hjelvik liefert hier ein überzeugendes Erstlingswerk ab, welches auch wegen Songs wie „North Tsar“, „Glory of Hel“ oder „Thor’s Hammer“, hundertprozentig in meine private Sammlung kommt! Aus meiner Sicht sage ich: „Danke Norwegen! Danke für HJELVIK und Erling Håland“!

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Welcome To Hel”:

01. Father War 3:42
02. Thor’s Hammer 2:13
03. Helgrinda 4:21
04. The Power Ballad of Freyr 3:36
05. Glory of Hel 4:30
06. 12th Spell 4:21
07. Ironwood 4:20
08. Kveldulv 3:11
09. North Tsar 4:12
10. Necromance 4:54

“HJELVIK”

Erlend Hjelvik || Vocals 
Rob Steinway || Gituar
Alexis Lieu || Bass
Kevin Foley || Drums

Photo by Tom Lund