AC/DC – “POWER UP”

Albumcover
“Power Up”

Band: AC/DC
Album: POWER UP
Genre: Rock / Hardrock
Label: Columbia/Sony Music
Release: 13.11.2020

Beginnen möchte ich meinen Artikel über das neueste Werk von AC/DC mit einer kleinen Anekdote. Meine erste Berührung mit diesen Giganten des Rock war mit dem Release von „Razors Edge“, das war 1990 und ich 12 Jahre alt. Dieses Cover zog mich magisch an, sodass ich meinem Onkel die Platte stibitzte um anzuhören, was es mit AC/DC und Razors Edge auf sich hat. „Thunderstruck“ als erster Titel und da war es schon um mich geschehen. Heutzutage würde ich wohl vorm Plattenspieler stehen und ein begeistertes „geiler Scheiß“ loslassen! Und heute, 30 Jahre später, rezensiere ich mein erstes Album der Australier! Geiler Scheiß!

Sechs Jahre sind vergangen seit „Rock or Bust“. Sechs Jahre in denen die Band einiges erlebt hat. Darunter waren Axl Rose, die Stimme von Brian Johnson oder gar, ob es die Formation an sich noch gibt. Doch als es erste Fotos gab, hörte man sämtliche Fans und Freunde ja sogar den Rock-Gott persönlich durchatmen. Schließlich kamen erste Postings in den sozialen Netzwerken und der Hype war real! Es folgten Teaser zu „Shot in the Dark“, das Video und die Single dazu. Kurz vor Albumrelease folgte dann „Realize“, der erste Song auf POWER UP, als Single und Video. Jetzt stehen wir hier, mit der Platte, der CD, der Box, oder was auch immer, in der Hand und realisieren bei „Realize“ das es endlich soweit ist und die Band, die Generationen verbindet, wieder da ist!

Ich möchte mich nicht damit aufhalten und euch sagen das alles schon mal da war oder sich immer gleich anhört. Ich finde, sowas ist „motzen“ und kritisieren auf hohem Niveau. Man zeige mir die Band, die konstant gut mit dieser Leidenschaft und Hingabe abliefert über all die Jahrzehnte! Das wird schwer. „Rejection“ fetzt da weiter, wo „Realize“ aufgehört hat und „Shot in the Dark“ kennt der Metal und Rockfan schon in und auswendig! „Through the Mists of Time“ gibt nach den drei Auftaktkrachern dreieinhalb Minuten Verschnaufpause um mit dem Körper dem groovigen Song zu folgen und den  „painted ladies“!

Foto Credit: Josh Cheuse

„Kick you when you´re down“ bleibt mir im Kopf aufgrund seines Refrains, „Witch’s Spell“ ist solides AC/DC Handwerk. Mit „Bad Intentions” wird man zwangsläufig im “Demon Fire“ landen. Knackiger, bisschen böser Song, der live bestimmt das Feuer in den Hallen aufflammen lässt. „Wild Reputation“, „No Man’s Land“  und „Systems Down“ rocken und halten das mittlere Tempo des Albums. Highspeed Nummern, falls welche erwartet wurden, gibt es nicht. Letzteres kommt kritisch gegenüber unserem Umgang mit DER Umwelt rüber; wenn man die Lyrics wie z.B. „We got a plan of action: Rising heat to the maximum, Who knows if this place implodes.“; So interpretieren möchte.

„Money Shot“ versetzt den Hörer dann wieder in absolute Stimmung zum abrocken, egal ob Luftgitarre auf’m Sofa oder Luftdrums in der Dusche, gerockt werden kann überall. „Code Red“ ist der letzte Song auf „POWER UP“ und hat auch wieder, wie viele Songs; den Gruppengesang und den Rock n’ Roll eben, den nur die „Jungs“ aus Down Under so unverwechselbar beherrschen!

Das Metal and Me Fazit:

AC/DC liefern mit „POWER UP“ mehr als nur ein weiteres Rock-Album ab. Sie liefern Kontinuität auf hohem Niveau. Beständigkeit und Verlässlichkeit im Bezug auf die gute Zeit die man hat, wenn man sich ein Album anhört. Man darf keine Innovationen oder große musikalische Experimente erwarten, da ist man bei AC/DC falsch. Die Jungs um Angus Young erfinden das Rad nicht neu, aber sie wissen verdammt nochmal wie man es dreht das es fast aus der Verankerung fetzt! „POWER UP“ rockt und das richtig! Danke AC/DC! Ich freu mich auf die Tour, denn Corona hält den Rock nicht auf!

4.5 von 5 Pommesgabeln
4.5 von 5 Pommesgabelm

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Tracks ” POWER UP”:

01. Realize || 3:38 Minuten
02. Rejection || 4:06 Minuten
03. Shot in the Dark || 3:05 Minuten
04. Through the Mists of Time || 3:32 Minuten
05. Kick you when you’re down || 3:10 Minuten
06. Witch’s Spell || 3:42 Minuten
07. Demon Fire || 3:30 Minuten
08. Wild Reputation || 2:54 Minuten
09. No Man’s Land || 3:40 Minuten
10. Systems Down || 3:13 Minuten
11. Money Shot || 3:05 Minuten
12. Code Red || 3:31 Minuten

Bandphoto AC/DC
Foto Credit: Josh Cheuse

Angus Young | Lead Guitar
Brian Johnson | Lead Vocals
Cliff Williams | Bass Guitar
Phil Rudd | Drums
Stevie Young | Rhythm Guitar