Ghøstkid – “Ghøstkid”

Cover
“Ghøstkid”

Band: Ghøstkid
Album: Ghøstkid
Genre: Alternative Metal / Metalcore / Modern Metal
Label: Century Media Records
Release: 13.11.2020

Von Ghøstkid hörte ich zum ersten Mal etwas in Frühjahr 2020. Damals fand ich eine Facebook-Seite, mit dem Bild von Sebastian „Sushi“ Biesler, der vormals bei „Eskimo Callboy“ Bandmitglied war. Doch warum eine neue Band? Ganz einfach, es war der Ruf des eigenen Herzens, welchem „Sushi“ gefolgt war. Schon als Jugendlicher führte er auf der Bühne eine Gitarre und sang zugleich. Damals musste er in seiner ersten Band als Sänger einspringen und stellte fest, dass er auch das Talent zum Singen hat.

Jetzt, bzw. mit Ghøstkid vereint Sebastian seine Vorlieben für „Nu Metal“, den frühen Werken des Marilyn Manson, Hardcore-Geballer und  auch: für Pop und Trap. Es folgten Monate in denen er erst alleine zuhause die Songs geschrieben und Demos aufgenommen hat. Später dann,  im Rahmen einer Tour durch  Deutschland, fand er Inspiration. Drei Songs schrieb er mit Christoph Wieczorek (Annisokay) in Halle. Der Produzent Phil Sunday (Saint Chaos) hat in Berlin ein wenig bei Sounddesign und anderen Feinheiten geholfen, produziert wurde Ghøstkid schließlich in Zusammenarbeit mit Sky van Hoff (Emigrate, Rammstein u.a.) in Ratingen. Zu Ghøstkid gehören außerdem Steve Joakim (Drums) aus Schweden sowie Danny Güldener (Gitarre) und Stanislaw Czywil (Bass), die beide bei „To The Rats And Wolves” aktiv waren, zur Besetzung.

Genug der Fakten! „Ghøstkid“ möchten düster, mitreißend, geheimnisvoll und aggressiv sein. Hören wir uns an, wie das Projekt von „Sushi“ debütiert. Die ersten Singles und Videos kamen gut an! Ab die Post!

„Føøl“ legt vor und macht das mit aggressiven Screams gepaart mit Klargesang. „Start a Fight“ wurde als Single samt Video am 07. August veröffentlicht und war das erste Ausrufezeichen von „Ghøstkid“ und welch ein gewaltiges noch dazu. Schnell, aggressiv und mit deutlicher Ansage fliegen die Riffs und fetzen mir die Bässe um die Ohren!

Ghøstkid können auch die leiseren Töne wie „Sharks“ und „Cøld Wørld“ zeigen. Letzterer Song handelt davon, wie kalt unsere Gesellschaft sein kann, diese Erfahrung musste wohl schon jeder machen. „Dirty“ handelt von den „schmutzigen Obsessionen“ die jeder von uns hat, oder nicht? Auf alle Fälle hat der Song einen geilen Groove und bleibt im Kopf!

„This Is Nøt Høllywøød“ – Starker Song! Die Parts, die gerappt werden passen ins Lied, nicht wie bei manch anderem Song von anderen Künstlern. „This Is Nøt Høllywøød“ gibt’s gleich doppelt und zwar einmal feat. T. Hendrix (Trailerpark, Pimplusiv) und mit Johnny 3 Tears von Hollywood Undead. “Yøu and I” wurde kurz vor Halloween ebenfalls als Single mit dazugehörigem Video veröffentlicht. Für mich einer der Favoriten auf dem Album. Hier geht’s um den Zusammenhalt, zusammen durchs Feuer gehen! Etwas besonderes dieser Tage. Erneut eine geniale Abstimmung von Klargesang und Screams, sanfter Töne und brachialer Musikgewalt.

Beim Song „Supernøva“ wurden Ghøstkid von Marcus Bischoff von „Heaven Shall Burn“ stimmgewaltig unterstützt. Der Song handelt von Abrechnung und dem nahenden Ende. Wikipedia z.B. beschreibt eine Supernova wie folgt: „Eine Supernova ist das kurzzeitige, helle Aufleuchten eines massereichen Sterns am Ende seiner Lebenszeit durch eine Explosion, bei der der ursprüngliche Stern selbst vernichtet wird.“.

Mille Petrozza ist bei „Crøwn“ mit an Board. In der Vergangenheit war er an verschiedenen Projekten beteiligt wie z.B. bei „Avantasia“ oder auch „Heaven Shall Burn“. Mit „Zerø“ hauen „Ghøstkid“ nochmal alles raus. Screaming, TRap, Klargesang, Blastbeats, brachial und aggressiv! Zum Schluss gibt’s die, bereits im Text erwähnte, zweite Version von „This Is Nøt Høllywøød“.

Das Metal and Me Fazit:

Man hat uns nicht zu viel versprochen vom Debütalbum von „Ghøstkid“. Sebastian „Sushi“ Biesler haut mächtig rein. Melodien die absolut überzeugen und Texte mit Tiefgang. Die „Vermischung“ verschiedener Genre machen das Album besonders und zeigen, dass es in der Musik keine Grenzen gibt und auch geben sollte. Erlaubt ist, was gefällt.

„Ghøstkid“ ballern aus allen Rohren, beherrschen die langsamen Töne, rappen und haben Elemente des Pop auf dem Album und vereinen dies zu einem abwechslungsreichen, durchaus gelungenem Erstlingswerk mit Luft nach oben!

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Ghøstkid”:

1. FØØL || 4:24
2. START A FIGHT || 3:55
3. SHARKS || 3:51
4. DRTY || 3:31
5. THIS IS NØT HØLLYWØØD (feat. Timi Hendrix) || 3:55
6. YØU & I || 4:22
7. SUPERNØVA (feat. Marcus Bischoff of Heaven Shall Burn) || 3:47
8. CRØWN (feat. Mille Petrozza) || 3:35
9. CØLD WØRLD || 3:39
10. ZERØ || 3:35
11. THIS IS NØT HØLLYWØØD (feat. Johnny 3 Tears of Hollywood Undead) || 3:56