Neptune – “Northern Steel”

Cover
“Northern Steel”

Band: Neptune
Album: Northern Steel
Genre: 80er Jahre Melodic Metal
Label: Melodic Passion Records
Release: 06.11.2020

Wie so oft war ich auf YouTube unterwegs und hörte mir Kreuz und quer Heavy Metal aus allen Stilrichtungen an. Mal hörte ich genauer hin, Mal weniger genau. Doch als die ersten Takte von „Fallen Nations“ begannen und dann die Stimme von Alex Row einsetzte, spitzte ich die Ohren. Ich bemühte sofort meinen PC und suchte im Netz nach der Band „Neptune“.

Neptune gibt es schon seit den frühen 80ern. Da war ich gerade drei Jahre alt. Sie waren eine der ersten Vertreter der NWOSHM (New Wave of Swedish Heavy Metal). Auf der Homepage sah ich, das bald ihr „Debütalbum „Northern Steel“ veröffentlicht werden soll. Neptune ist eine Melodic-Metal Band aus den 80er Jahren. Die Band galt als eine der frühesten Pioniere der NWOSHM (New Wave of Swedish Heavy Metal).

Sie verfolgen denselben Stil wie z.B. Heavy Load, (das frühe) Europe oder Glory. Die Band war ca. 35 Jahre inaktiv bis 2018 die gesammelten Demos aus den 80ern veröffentlicht wurden. Natürlich war die, in all den Jahrzehnten absolut treue, Fangemeinde hellauf begeistert von „ihrer“ Band etwas in den Händen zu halten. Neptune indes wussten nicht, dass einige ihrer alten Aufnahmen den Weg über das Internet zu den Fans fanden. Wie es weiterging lest ihr in der Bandvorstellung von Neptune!

Ich nahm Kontakt auf, um für mein Webzine ein Albumpreview zu rezensieren. Es dauerte auch nicht lange bis „Anders Olsson“ mir das Album zur Verfügung stellte und ich erzähle euch jetzt wie ich das Debüt der Nordmänner aus dem schönen Schweden erlebt habe.

Im Intro “01. The Prophecy” leiten Gewitter, Regen, Donner und eine mythische Stimme “Northern Steele ein. “02. Viking Stone” eröffnet das Album mit fetten Gitarrenklängen und gesanglich mit der schönen Rockstimme von Frontmann “Row Alex”. Im Lied es geht darum, dass der “Viking Stone” Geschichten aus dem Zeitalter der Wikinger erzählt. Fast in jedem Song spielen Gastmusiker mit. Hier ist es Euge Valovirta von “Cyhra”.

Lied “03. Last man Standing” ist schon ein Stück schneller. Es ist die zweite Single vom Album welche am 04.09.2020 veröffentlicht wurde. Hierbei geht es um die Verteidigung der Heimat bis zum letzten Mann. Man beschwört Thor das er einem vor “Hel*” bewahren soll. Der Refrain ist eingänig und lädt zum mitsingen ein! “Battlefield, raise your Sword”! Hier ist als Gast Stephen Carlson von “Brotthogg” an der Gitarre dabei.
*Hel ist in der nordischen Mythologie die Herrscherin der gleichnamigen Unterwelt, auch Helheim genannt.

“04. Fallen Nations” war gleich die erste Single von “Northern Steel” welche am 09.08.2020 released wurde. Die “gefallenen Nationen”, getroffen von Covid19, sollen aufstehen und Kämpfen gegen diese Bedrohung. Zusammenstehen! Zusammen gewinnen! Natürlich ist das aus der heutigen Zeit, doch Pandemien gab es auch damals. Achtet auf die Lyrics und eventuell hilft euch auch das CD oder LP Booklet! Unglaublich stimmungsvoll und mit schönem Groove kommt dieser Track daher und jagt mir doch immer wieder Gänsehaut ein. “Never ever we will Fall!” (Gastmusiker – Pontus Norgren von “HammerFall“)

“05. Angels” – Kopf und Körper wippen im Rhythmus von “Angels” und der Refrain geht einem so schnell nicht aus dem Kopf. Überhaupt passen die Stimme von Row Alex und die musikalische Untermalung wie die Faust aufs Auge. Einer meiner Favoriten auf dem Album. Auch im Interview sprach Row Alex über den Song! (Gastmusiker – Lars Chriss von “Lions Share“)

“06. Northern Steel” ist musikalisch super, der Refrain gesungen von mehreren im Chor passt exzellent ins Lied! (Gastmusiker Stephen Carlson von “Brotthogg“)

Über “07. Black Rain”, wo Euge Valovirta von Cyhra dabei ist und “08. Run for your Life” kommen wir im “09. Land of Northern” an. Der neunte Track ist eine Hommage an den Norden und weckt auch bei mir Sehnsucht beim anhören. Hier ist Johnny Östergren Ex-“Neptune” Mitglied an der Solo-Gitarre dabei.

Bei “10. Seriously” hört man die 80er deutlich heraus. Stimmungsvolle Nummer der Schweden-Metaller. Als Gast haben Neptune PELLAS dabei, welcher an der Solo-Gitarre spielt. Bei “11. Ruler of the Sea” bin ich mir nun nicht sicher wer genau gemeint ist. Gehe ich von der Mythologie der Wikinger aus, müsste es die Weltenschlange “Jörmungandr” sein, welche die See regiert. Es könnte natürlich auch etwas oder jemand anderes sein. Ihr werdet es bestimmt herausfinden 🙂 Hier spielt als Gast Lasse Axe von “Backdraft Evolution” an der Solo-Gitarre mit.

“12. Vanheim”

Die Waffe, mit der das Biest bekämpft wird hat einen simplen Namen – “Northern Steel”. Mit diesem Satz lass ich euch das Lied Revue passieren und euch mit eurer Phantasie alleine.

Das Metal and Me Fazit:

Ich bin so froh, dass ich Neptune entdeckt habe. Schwedischen Heavy Metal höre ich generell sehr gerne. Aber Musik dieser Art, einer Band mit der Geschichte von Neptune habe ich noch nicht gehört. “Northern Steel” lädt ein zum Träumen, zum recherchieren über nordische Mythologie, es fordert auf zu kämpfen wenn es schwierig wird im Leben. Es deckt thematisch so viele Facetten ab und die Minuten des Hörens vergehen im Flug. Das Album ist so gut wie immer in mittlerem Tempo gehalten und die Vocals von Row Alex, samt Gitarre, Bass und Drums passen prima und interpretieren die 80er prima mit einer Prise moderne 20er von heute.

80er Jahre Metal aus Schweden, welcher hervorragend in unsere Zeit und jedes Plattenregal passt. Absolut gelungenes Debütalbum von Neptune. Hoffentlich folgen noch weitere Alben!

Es sei euch noch gesagt, dass ihr, wenn ihr das Album “nur” digital hört/erwerbt, ihr lediglich den Beginn einer epischen Story erlebt und den Rest verpasst. Das Abenteuer geht weiter und der Schlüssel dazu liegt verborgen – CD oder Vinyl, you have to choose, Warrior!

4 von 5 Pommesgabeln
4 von 5 Pommesgabeln

Gerne können wir auf meiner Facebookseite über das Album sprechen!

Ich habe auch Interview mit “Neptune” geführt. Das findet ihr >>>hier<<< –  Hier könnt ihr Northern Steel vorbestellen! 

Tracks:
01. The Prophecy
02. Viking Stone
03. Last man standing
04. Fallen Nations
05. Angels
06. Northern Steel
07. Black Rain
08. Run for your life
09. Land of Northern
10. Seriously
11. Ruler of the sea
12. Vanheim

Band
“Neptune”

Row Alex | Lead & backing vocals
Anders Olsson | Guitars
Tosh Ason | Bass & backing vocals
Johan Rosth | Keyboards
Jonas Wikström | Drums

Photo: Anders Olsson