The Unguided – „Father Shadow“

Cover
“Father Shadow”

The Unguided – „Father Shadow“

Band: The Unguided
Album: Father Shadow
Genre: Melodic-Death Metal
Label: Napalm Records
Release: 09.10.2020

Aus Skandinavien kommt absolut geniale „Metal-Mukke“. Ich denke, dass ist unbestritten. Ob das nun Finnland, Norwegen oder Schweden ist, ist eigentlich Nebensache. Mit „The Unguided“ haben wir eine schwedische Kapelle, die uns im Herbst 2020 mit „Father Shadow“ das triste Wetter sinnvoller nutzen lassen wollen, nämlich mit Musik hören. Der neue Langspieler kommt mit elf Tracks und drei Coverversionen von “Sonic Syndicate”  mit „Jailbreak”, „Denied” und „Jack of Diamonds“. Für jene die es nicht wissen: „The Unguided“ bestehen zum größten Teil aus ehemaligen Mitgliedern von „Sonic Syndicate“.  59:25 Minuten, fast eine Stunde, dauert das fünfte Studioalbum was erfreulich lang ist. Hören wir uns „Father Shadow“ an.

„Childhood’s End“ ist der Opener des Albums und kommt fett metallisch daher. Growls, Bass, Drums, Gitarren und Shouts. So darfs weitergehen. Ohne Pause brettern die Schweden auch bei „Never Yield“ und „War of Oceans“ weiter. Blastbeats, Riffs, was will der Fan des Genres mehr?

Track #4 nimmt das Tempo ein wenig raus, bevor mit „Where Love Comes to die“ eine schöne Ballade am Start ist, die aber stellenweise wie die neue Single der Backstreet Boys klingt. Gut das es bei „Crown Prince Syndrome“ wieder deftiger zugeht. Hier wird der Sohn eines Königs besungen, welcher wohl diverse Probleme mit dem Erbe seines Vaters hat.

„Fate’s Hand“ knallt gut, hat dieses Mal ein schönes Wechselspiel zwischen Growl und Klargesang! Setzt der Klargesang in anderen Songs ein, finde ich mich immer ein wenig bei den Boybands früherer Tage wieder.

Auch bei den folgenden Tracks gibt es keine Überraschungen. Ich frage mich nur, bei den Passagen mit Growl, wie geil wohl ein Album mit Fokus auf jenen guturalen Gesang wäre, untermalt mit hartem Sound käme das bestimmt gut. Aber nunja, „The Unguided“ haben ihren eigenen Sound. Das Finale gefällt mir hingegen wieder besser, da es wieder mehr Metal ist, als stellenweise das zuvor gehörte.

“Jailbreak”, “Denied” und  “Jack of Diamond” sind Sonic Syndicate Tracks, welche „The Unguided“ coverten. Jailbreak klingt in der Tat nach Melodic Death Metal. Denied fällt poppiger aus und „Jack Of Diamonds“ hat mehr Speed und ist insgesamt metallischer.

Das Metal and Me Fazit:

Ich tue mir mit diesem Album ein wenig schwer. Auf der einen Seite gefallen mir in vielen Liedern die harten Passagen mit Growlgesang. Auf der anderen Seite gibt’s halt die Clean-Vocals welche die Songs irgendwie weichspülen. Jetzt könnte man sagen es wären Einflüsse von Modern-Metal aber in meinem Ohren klingt das eher nach Pop und verkauft wird es uns als Melodic-Death Metal.

Mit Sicherheit ist „Father Shadow“ kein schlechtes Album, aber es wirkt definitiv zu poppig. Fans der Band und von “Amaranthe” oder auch “Unleash the Archers” haben bestimmt Spass am neuen Werk von The Unguided. Für mich fehlt eine gehörige Portion Melodic-Death Metal.

3 von 5 Pommesgabeln

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Tracks “Father Shadow”:

01. Childhood’s End 4:15 Minuten
02. Never Yield 4:21 Minuten
03. War of Oceans 4:10 Minuten
04. Breach 4:26 Minuten
05. Where Love Comes to Die 4:12 Minuten
06. Crown Prince Syndrome 3:47 Minuten
07. Fate’s Hand 4:14 Minuten
08. Stand Alone Complex 3:57 Minuten
09. Lance of Longinus 5:14 Minuten
10. Seth 4:42 Minuten
11. Gaia (feat. Erik Engstrand) 4:22 Minuten
12. Jailbreak (Bonus Track) 4:10 Minuten
13. Denied (Bonus Track) 3:54 Minuten
14. Jack of Diamonds (Bonus Track) 3:41

Bandphoto
“The Unguided”

Richard Sjunnesson – Vocals
Jonathan Thorpenberg  – Guitar / Vocals
Roger Sjunnesson – Guitar / Keyboard
Richard Schill  – Drums

Photo Credit: Patric Ullaeus