Saltatio Mortis – „Für immer frei“

Cover
„Für immer frei“

Saltatio Mortis – „Für immer frei“

Band: Saltatio Mortis
Album: Für immer frei
Genre: Mittelalter/Modern Rock/Metal
Label: Universal
Release: 09.10.2020

Aus der Fächerstadt Karlsruhe zogen sie aus, um die Bühnen dieser Welt zu stürmen und ihre Fans, mit ihrer Art Musik, zu machen zu begeistern. Was Anfang 2000 begann hat noch heute Bestand und mittlerweile stehen da u.a. drei #1 Alben und goldene Schallplatten als Anerkennung ihrer Arbeit, der sie mit Schnabelschuhen, Dudelsäcken und Schellenband nachgehen, zu buche. Natürlich ist der schönste Lohn die feiernden Fans zu sehen und die einzigartige Atmosphäre bei z.B. MPS-Auftritten aufzusaugen. Die Rede ist, ihr ahnt es schon, von Saltatio Mortis. Die Totentänzer haben ihr neues Album „Für immer frei“ im Gepäck, welches uns mit neuen Klängen von Alea, Lasterbalk, Elsi und Co. begeistern möchte.

„Für immer frei“ ist erhältlich als Stream, Download und in verschiedenen physischen Konfigurationen z.B.: Limitierte Fanbox 2CD + 1DVD: Deluxe Edition mit allerlei Zubehör, Deluxe 2 CD Digipack, Vinyl (14 Songs). Schaut einfach beim Händler eures Vertrauens nach der passenden Version. Es sei euch aber gesagt, dass manche schon ziemlich schnell ausverkauft waren.

Wir widmen uns jetzt dem neuen Album und seinen 14 Tracks, also Play gedrückt, Boxen laut, viele Grüße an den Nachbarn und ab dafür!

Los geht’s mit „Ein Traum von Freiheit“ wo Flötenspiel das träumerische Intro eröffnet. Das Instrumentalstück wird fordernder und geht über in den knackig rockigen Track „Bring mich zurück“, dessen Kontext wohl schon jeder erlebt haben müsste. Song drei, Loki, ist mit der härteste Song auf „Für immer frei“ und war die erste Auskopplung des Albums. Schon damals durften die umliegenden Bewohner „Loki“ mithören. Rockig geht’s auch weiter mit „Linien im Sand“ und ernsterem Inhalt der aufrütteln will.

„Für immer jung“ ist der typische Song um an seine Vergangenheit zu denken und das erlebte Revue passieren zu lassen. Wer wollte nicht frei und unabhängig sein und die Welt im Sturm erobern? Aber irgendwann werden wir alle erwachsen.

„Palmen aus Stahl“ wird mit einem „Ohoo ohoo“ eingeläutet und dann wird’s schön aggressiv und metallisch, was auch zum Text passt! Wieder einmal gibt’s gesellschaftskritisch mitten in die Fresse der „laut schreienden Hater“!

„Löwenherz“, eine weitere Auskopplung, ist ein typischer SaMo Song der unser aller Löwenherz anspricht, rockig und gut! „Mittelfinger Richtung Zukunft“ feat. Henning Wehland und Swiss und die Andern, mag ich euch in keinster Weise spoilern. Hört selbst. Ich sage nur: „Rose im Winter“ genau das Gegenteil davon.

„Factus de materia“ bringt alle Mittelalter-Fans auf Touren und „Seitdem du weg bist“ ist auf die ersten Zeilen eine „Gute Laune Nummer“, aber hört selbst. „Keiner von Millionen“ eröffnet, wie so häufig, mit einem „Ohooo oh ooooh“ und kurz darauf folgt meine Lieblingsstelle: „Wollt‘ ich für Arschlöcher bequem sein wär’ ich ein Stuhl geworden“. Rockig-punkige Hymne zum abtanzen und abfeiern und danach wünschen wir uns einen „Neustart für den Sommer“ – der Titel sagt alles!

Und schon sind wir beim Finale der kurzweiligen Platte angelangt. „Geboren um frei zu sein“ ist nochmal eine schwungvolle Nummer, welche uns einlädt Luftschlösser zu bauen und uns das Paradies zurückzuholen! Sie lädt uns ein „Für immer frei“ zu sein.

Das Metal and Me Fazit:

Ich bin hin- und hergerissen. Mir gefällt das Album und die Themen, die in den Songs behandelt werden. Ich finde es wichtig diese Missstände immer wieder anzusprechen. Mit Nachdruck machen Saltatio Mortis aufmerksam auf Rassismus, Nationalismus oder Umweltverschmutzung in Liedern wie „Linien im Sand“ oder „Palmen aus Stahl“ und auch „Seitdem du weg bist“ gehört dazu.

„SaMo“ machen auch deutlich, dass sie ihre Art von Musik spielen wollen und werden, da können sich andere noch so die Mäuler zerreißen. Vom Prinzip her kann ich dem nur zustimmen und muss mir trotzdem ein wenig widersprechen. Mir fehlen mehr Titel, die mittelalterliche Themen behandeln, denn eben durch diese Art von Musik habe ich die Totentänzer kennengelernt und würde gerne, neben den „modernen“ Songs eben auch die, musikalisch, andere Seite der Jungs hören.

Trotzdem ist „Für immer frei“ ein gelungenes Album, dass zweifelsohne musikalisch sowie lyrisch absolut Spitze ist und Goldpotenzial besitzt. Von brachial und metallisch bei “Loki“ über die leiseren Töne bei „Rose im Winter“ bis Rap (ja, Rap) sind viele Spielarten der Musik vertreten. Das Album ist kurzweilig und einige Tracks sind live bestimmt genauso ein Partybrett wie im heimischen Wohnzimmer. Saltatio Mortis steht für Qualität und diese bringen sie auf den Plattenteller, ohne wenn und aber.

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Tracks „Für immer frei“:

01. Ein Traum von Freiheit 1:30
02. Bring mich zurück 3:37
03. Loki 3:56
04. Linien im Sand 3:21
05. Für immer jung 3:35
06. Palmen aus Stahl 3:25
07. Löwenherz 3:51
08. Mittelfinger Richtung Zukunft feat. Henning Wehland und Swiss und die Andern 2:52
09. Rose im Winter 4:04
10. Factus de materia 2:58
11. Seitdem du weg bist 3:46
12. Keiner von Millionen 3:29
13. Neustart für den Sommer 2:54
14. Geboren um frei zu sein

Bandphoto
„Saltatio Mortis“

Alea | Vocals
Lasterbalk |  Schlagzeug, Davul, Percussion
Falk | Drehleier, Dudelsack, Schalmei, Nyckelharpa, Flöte, Whistle, Diatonisches Akkordeon
Elsi | Dudelsäcke, Schalmeien, Hümmelchen, Smallpipes, Highland Pipes, Uilleann Pipes, Flöte, Low-Whistle
Frank | E-Bass, Fretless Bass, Chapman Stick, elektrischer Kontrabass, Gitarre, Klavier, Keyboard, Ukulele
Till | Gitarre, Bouzouki, Gesang
Jean | Schlagzeug, Percussion, Klavier, Gitarre, Stimme
Luzi | Dudelsäcke, Schalmeien, Bouzouki, Whistle

Photo by: GABO
Cover by: Universal