Heathen – “Empire of the Blind”

Cover
“Empire of the Blind”

Heathen – “Empire of the Blind”

Band: Heathen
Album: Empire of the Blind
Genre: Thrash Metal
Label: Nuclear Blast
Release: 18.09.2020

Was haben 1987, 1991 und 2010 gemeinsam, wenn es um die Thrash-Metal Kombo „Heathen“ aus BayArea geht? Hand aufs Herz, ich könnte euch das leider nicht beantworten, hätte ich mich nicht vor kurzem erst mit der Band beschäftigt. 1987 kam das Debütalbum „Breaking the Silence“, 1991 erschien „Victims of Deception“ und vor zehn Jahren drehte „The Evolution of Chaos“ seine Runden auf unseren Plattenspielern. 2020 macht nun aus dem „Alben-Trio“ ein „Quartett“, denn mit „Empire of the Blind“ kommt der vierte Langspieler seit Bandgründung im Jahre 1984.

Es sei dazu gesagt das die US-Thrasher sich zwischenzeitlich aufgelöst und wieder vereint hatten. Wer mehr über die, überaus facettenreiche, Geschichte erfahren möchte wird u.a. bei Wikipedia fündig, denn wir bleiben aktuell und verraten euch aus der Vergangenheit nur noch, dass „Empire of the Blind“ zwischen zwischen 2012 und 2019 von Gitarrist/Songwriter Kragen Lum in den Six-Stringer’s Studios bei einer regelrechten Thrashmetal „Tour de force“ geschrieben wurde.

Das Albumcover zu „Empire of the Blind“ wurde vom renommierten Künstler Travis Smith (Overkill, Exhorder) entworfen. Das Album beschäftigt sich größtenteils mit sozialen Themen was sich auch am Cover widerspiegelt, welches ein Imperium darstellen soll das sich selbst durch sein agieren zu Grabe trägt. „Empire of the Blind“ wurde in den Planet Z Studios von Christopher „Zeuss“ Harris produziert, gemischt und gemastert. Weitere Details wie die Rythmusgitarren etc. wurden in Lums Studio in digitale Form gebracht. Das ganze dauerte ein ganzes Jahr um Safe zu sein, dass die Band und Zeuss genügend Zeit hatten, um nicht nur die gesamte Soundlandschaft perfekt klingen zu lassen, sondern auch die Details, von denen man viel in Songs wie „Sun in my hand“ „Shrine of apathy“ und dem zerschmetternden „In Black“ hören kann.

„Empire of the Blind“ erscheint u.a. als „Red Vinyl“ 2LP Ausgabe, oder auch normale CD. Ich als Vinyl-Fan finde diese „rote Ausgabe“ ziemlich schick. Ihr werdet bestimmt fündig beim Händler eures Vertrauens. ☺️

Jetzt begeben wir uns Mal auf „fremdes Terrain“, denn im Thrash-Metal bin ich nicht so beheimatet, aber „Heathen“ und alles rund um die Band hat mich sehr neugierig gemacht.

Nach dem stimmungsvollen instrumentalen Intro kommt mit „The Blight“, zu deutsch „die Seuche“ die erste Singleauskopplung des Albums und es gibt sogleich Druck aus den Boxen und der wird beim Titeltrack „Empire Of The Blind“ nicht weniger. Es gibt Nummern die im Up-Tempo gehalten sind, dazu „Shrine of Apathy“ das zum durchatmen einlädt, aber keine Angst, die nachfolgenden Lieder beanspruchen eure Nacken wieder und lassen die Haare, falls vorhanden ;-), fliegen. Sehr ansprechend finde ich die, leider kurzen, Instrumentaltracks auf „Empire of the Blind“. Zmeinen persönlichen Favs, die nicht instrumental sind, gehören “Empire of the Blind”und “Dead and “Gone”. Beide sind schon fest in meine “Alltime-Metal-Favoriten” aufgenommen.

Das Metal and Me Fazit:

Jetzt, da meine Neugierde befriedigt ist und ich das Album fast in Dauerschleife laufen habe kann ich sagen, dass sich der Ausflug ins Genre „Thrash-Metal“ gelohnt hat. „Empire of the Blind“ weiß an den richtigen Stellen den Gehörgang durchzuföhnen und aufs Tempo zu drücken. Die sozialkritischen Lyrics machen das Album abwechslungsreich und regen zum Nachdenken über unsere Gesellschaft an.

Also, liebe Fans des Thrash-Metal und/oder Heathen-Anhänger, das Warten hat sich gelohnt. Mit „Empire of the Blind“ bekommt ihr zwölf Songs mit harten Riffs, Bässen die reinballern und Hooks die sich im Gehör festbeißen wie ein Raubtier in seiner Beute. Auch für Genrefremde ist Heathens neues Werk empfehlenswert, wie ihr an meinem Beispiel seht!

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Tracklist:

1. This Rotting Sphere 1:44
2. The Blight 4:38
3. Empire Of The Blind 5:51
4. Dead And Gone 3:56
5. Sun In My Hand 4:54
6. Blood To Be Let 3:36
7. In Black 4:38
8. Shrine Of Apathy 4:58
9. Devour 3:34
10. A Fine Red Mist 5:15
11. The Gods Divide 3:35
12. Monument To Ruin 0:37

Bandphoto
“Heathen”

Jim DeMaria | Drums
Lee Altus | Guitar
Jason Mirza | Bass Guitar
Kragen Lum | Guitar
David White | Vocals

Photo by Chrissie Dieu