Powerwolf live in Saarbrücken

Powerwolf – Wolfsnächte-Tour 2018

Saarlandhalle, Saarbrücken, 17.11.2018

Wie alles begonnen hat

Wie so einige Male am Tag kontrollierte ich meine E-Mails. An diesem Tag befand sich u.a. ein Newsletter von Metaltix im virtuellen Briefkasten. Darin enthalten war die Information über die Wolfsnächte Tour 2018 von Powerwolf. Freudenstrahlend studierte ich die Tourdaten und Veranstaltungsorte. Dabei sprang mir sofort die Saarlandhalle und Saarbrücken ins Auge, wo am 17.11.2018 das Tourfinale 2018 stattfand. Kurz gecheckt ob das Budget Eintrittskarten für Powerwolf noch aushält, zurück ans Handy, Tickets bestellt! Vorher habe ich jedoch auf der Homepage der Saarlandhalle nachgesehen, wie es mit der Barrierefreiheit in der Halle aussieht, aber dazu später mehr.

Ich weiß leider nicht mehr, wo ich mich vorher erkundigt hatte, ob es spezielle Tickets für Rollstuhlfahrer gibt. Heute würde ich so vorgehen: ich würde zunächst bei Metaltix anrufen bzw. eine E-Mail schreiben, wenn das nichts ergibt würde ich den Veranstalter recherchieren und diesen anschreiben. Damals war es dann so, dass ich kein spezielles Ticket benötigte.

Wie dem auch sei, die Tickets kamen irgendwann per Post bei mir an und ich wartete jetzt nur noch auf den 17.11.2018 um das Tourfinale in Saarbrücken miterleben zu können. Ich ahnte nicht, was da noch so in meinem Briefkasten landen sollte.

Wenn Outlook zweimal klingelt

Anfang September landete dann erneut eine E-Mail von Metaltix im virtuellen Postkasten, deren Betreff sofort meine Aufmerksamkeit erregte. Es handelte sich um ein VIP Upgrade Angebot für die kommenden Konzerte der Wölfe. Diese waren nicht für jeden Veranstaltungsort verfügbar und vorgesehen, doch Saarbrücken war dabei. Ich zögerte nicht lange, bestellte das Ticket, denn ich wollte Attila, Falk, Charles, Roel und Matthew mal persönlich treffen.

Kurz vor dem Termin kam eine E-Mail, wiederum von Metaltix, mit dem Ablaufplan des Meet and Greets. Dieser sah so aus:

„Die VIPs (dazu gehörte ich 😁) werden um 16:30 Uhr (1,5 Stunden vor Öffnung der Hallentür / Einlass zum Konzert) vom Tourmanager von Powerwolf in die Halle eskortiert. Treffpunkt ist am Haupteingang. Bitte unbedingt pünktlich sein und das VIP- und Show-Ticket dabeihaben.

Anschließend:
•       Übergabe des Goodie Bags
•       Treffen mit den fünf Musikern von Powerwolf
•       Foto mit der Band (die Fotos macht der Fotograf der Band, der dir dein individuelles Foto digital zuschickt)
•       freie Platzwahl vor Doors Open
•       die Möglichkeit, am Merch-Stand vorab stressfrei einzukaufen“

Huch! Noch eine E-Mail vorm Konzert?

Noch vor dem Konzert bekam ich eine E-Mail von Boom-Entertainment. Ein Künstler aus Barcelona hatte extra für die Show in Saarbrücken ein Art-Poster inkl. Golddruck, limitiert auf 100 Stück, erstellt. Jeder VIP-Teilnehmer bekam vorab die Gelegenheit sich ein solches reservieren zu lassen. Ich versicherte mich vorher, dass ich mir das Poster signieren lassen kann und ließ mir dann eins weglegen. Die Vorfreude stieg weiter und weiter.

Der Tag des Konzerts war gekommen

Mein Vater und ich fuhren schon frühzeitig Richtung Saarbrücken und Saarlandhalle. Doch trotz früher Abfahrt kamen wir fast zu spät da es unterwegs einige Staus gab. Wir kamen an der Halle an. Das Parken verlief problemlos in der Nähe der Halle. Mein Vater baute dann den Rollstuhl zusammen, damals hatte ich noch eine elektrische Schiebehilfe am Rollstuhl damit man mich leichter bewegen konnte. Besonders bei Steigungen half die Extra-Power und beim abwärts fahren half der Motor beim Bremsen.

Vor der Halle warteten wir auf den Tour-Manager und unterhielten uns währenddessen mit anderen Fans. Als er dann schließlich kam wurde uns noch mal der Ablauf erklärt bevor wir durch einen Seiteneingang in die Halle und zu in den Bereich gingen, wo das Meet and Greet stattfinden sollte.

Dort war eine riesige Leinwand aufgestellt, auf der die Band abgebildet war. Genau in dieser Reihenfolge stellten sie sich später auf. Weiterhin standen da zwei Tische mit fünf Stühlen, denn dort wurden dann die Fanutensilien signiert. Zunächst wurde uns allen unser Goodie-Bag ausgeteilt, in dem sich ein Kalender, eine Medal of Honor, ein Lanyard und noch weitere Dinge befanden.

Die Wölfe kamen

Dann kamen SIE und setzten sich an den oben erwähnten Tisch. Sichtlich gut gelaunt begrüßten sie uns alle und nahmen die ersten Gegenstände zum Unterzeichnen entgegen.
Ich gab, wie gesagt, das Poster und das Album Preachers of the Night zum signieren. Ich war ganz schön aufgeregt während jeder einzelne seine Unterschrift auf meinen Sachen hinterließ. Denn man konnte sich ein wenig mit ihnen unterhalten und wann redete man schon mit Mitgliedern einer seiner Lieblingsbands?

Als alles unterschrieben war, stellten wir uns in einer Reihe auf, um nacheinander zum fotografieren mit den Jungs zu gehen. Wie oben bereits geschrieben schoss ein Fotograf diese Bilder. Wir gaben einem anderen Fan zusätzlich noch unsere Handys, damit wir gleich Fotos von diesem Erlebnis hatten, denn bis die Fotos vom Fotografen online waren, dauerte dies ein wenig und heutzutage möchte man ja sowas gleich auf Facebook teilen.

Eingekauft, verpflegt und Plätze eingenommen

Nach diesem aufregenden Erlebnis ging es erstmal an den Merchandise-Stand und ich kaufte mir ein T-Shirt der Wolfsnächte Tour 2018. Wir erkundigten uns dann wo die Rollstuhlfahrer ihre Plätze hatten und bekamen die Information, dass wir auf die Tribüne gehen sollen und dort unseren Platz auf einer größeren, für Rollis reservierten, Fläche aussuchen können. Da wir die Ersten waren hatten wir die Qual der Wahl und einen Platz, von dem aus die Sicht hervorragend war.

Man sitzt dort etwa 30 Meter von der Bühne entfernt. Ob man heute noch an dieser Position sitzt kann ich leider nicht sagen. Manchmal ändert sich das ja! Hier wäre angebracht vorher in der Halle anzurufen und zu fragen, wo man denn genau sitzt. Damals jedenfalls waren die Sitzplätze genial. Die Behindertentoiletten waren auch leicht zu erreichen und sauber.

Kissin‘ Dynamite – Amaranthe – Powerwolf

Kissin‘ Dynamite eröffneten den Abend. Als ich sie zum ersten Mal sah, dass war in Karlsruhe beim „Knock Out Festival“, gefielen sie mir eigentlich nicht so gut. Ich muss aber sagen, dass ich mich in der Zwischenzeit mehr mit der Band beschäftigt habe und mir ihre Musik und auch der Live-Auftritt in Saarbrücken um ein vielfaches besser gefiel, als der damals in Karlsruhe. Die Jungs machen mächtig Stimmung und brachten die Halle schon von Beginn an zum kochen. Das letzte Mal hab ich KD live im Stream des „European Metal Festival Alliance“ gesehen und auch da war ich begeistert. Ich hätte an dem Abend gerne noch mehr gehört, denn die Halle kochte, so gut waren die Jungs.

Setlist Kissin‘ Dynamite:
01. I’ve got the Fire
02. Somebody’s gotta do it
03. Highlight Zone
04. Love Me, Hate Me
05. Waging War
06. You’re not Alone
07. I will be King
08. Flying Colours

Anschließend traten Amaranthe auf. Sieht man die Band im Vergleich zu den beiden anderen, will sie nicht so Recht ins Setting passen. Der Auftritt aber gefiel mir echt gut. Immer wenn ich die Schweden sehe bzw. gesehen habe, hatten sie einen Schritt nach vorne gemacht. Dieses Jahr wird ihre neue Scheibe Manifest erscheinen. Am 02.10.2020 wird es soweit sein und ich bin schon sehr gespannt darauf. Auch freue ich mich, wenn ich sie mal wieder live sehen kann.

Setlist Amaranthe:
01. Maximize
02. Digital World
03. 365
04. 1.000.000 Lightyears
05. Hunger
06. Amaranthe
07. GC6
08. Dream
09. Drop Dead Cynical
10. Call Out My Name
11. The Nexus

Dann war es schließlich soweit und Powerwolf betrat die Bühne. Ja Leute, was soll ich euch sagen? Wer von euch Powerwolf schon in Action erlebt hat, der weiß wie geil die Show der fünf Wölfe ist. Da heißt es Vollgas von der ersten bis zur letzten Minute. Wie Attila mit den Fans umgeht sucht seinesgleichen. Da geht jeder mit und genießt die „heilige Heavy-Metal-Messe“ in vollen Zügen. Zwischendurch wird sich noch ein wenig, auf lustige Art und Weise, Das kommt super an und macht auch super viel Spaß. Eine Show von Powerwolf ist ein Erlebnis, welches jeder Metalhead einmal gehabt haben sollte. Ob er nun glühender Anhänger ist oder nicht! Ich habe mittlerweile schon einige Konzerte erlebt und jedes einzelne davon war ein super Erlebnis. Ob das nun in der kleinen Halle 101 in Speyer oder die große Bühne vom Summer Breeze Festival war, Powerwolf lieferte immer ab und brachte das Publikum zum stets zum Schwitzen. Mit Fug und Recht kann ich von mir behaupten:

„Ich bin Blessed and Possessed“.

Setlist Powerwolf:
01. Lupus Daemonis
02. Fire and Forgive
03. Army of the Night
04. Incense & Iron
05. Amen & Attack
06. Let there be Night
07. Demons are a Girl’s best Friend
08. Killers with the Cross
09. Armata Strigoi
10. Blessed & Possessed
11. Where the Wild Wolves have gone
12. Resurrection by Erection
13. Stoßgebet
14. All we need is Blood
15. We drink your Blood
16. Lupus Dei

Zugabe:

17. Agnus Dei
18. Sanctified with Dynamite
19. Coleus Sanctus
20. Werewolves of Armenia
21. Wolves against the World

In die Saarlandhalle würde ich als Rollstuhlfahrer immer wieder gehen da man dort als sehr gut zurechtkommt. Man hat hervorragende Sicht auf die Bühne, die Toiletten sind sauber und die Parkplätze sind einen Steinwurf von der Halle entfernt. Absolut empfehlenswert!